Sunday, February 5, 2023
StartNachrichtenNiedrige Verschuldung des Regimes im Ausland ist nichts positives

Niedrige Verschuldung des Regimes im Ausland ist nichts positives

Die Verschuldung des Regimes im Ausland ist in 2017, nach Auskunft der Weltbank, auf 6,276 Milliarden Dollar gestiegen. Dies bedeutet einen Ansteig von 15 Prozent im Vergleich zu 2016. Dennoch ist die Verschuldung wesentlich geringer, als die Exporterlöse, was sonst bei vielen Entwicklungsländern nicht der Fall ist.

Das nationale Einkommen des Iran betrug in 2017 440,5 Milliarden Dollar. Somit betrug die ausländische Verschuldungsrate nur 1,4 Prozent. Die Türkei hatte zum Beispiel eine Verschuldungsquote von 54 Prozent und bei Indien sind es 20 Prozent.

Doch obwohl diese Verschuldung viel geringer als in anderen Ländern ist, ist es keine gute Nachricht für den Iran.

In den letzten vier Jahrzehnten hat der Iran eine lange Liste von Sanktionen erhalten, welche die Wirtschaft des Landes schwer getroffen haben. Im Iran herrscht zudem ein gewaltiges Problem mit Korruption. Laut Transparency International steht der Iran dort auf Platz 130 von 180 Ländern, bezogen auf das letzte Jahr. Und es ist das einzige Land neben Nord – Korea, welches sich nicht an internationale Konventionen und Standards hält, wenn es um den Bereich der Finanzierung von Terrorismus und Geldwäsche geht.

Aufgrund dieser – und anderer Gründe – ist der Iran für ausländische Kredite nicht interessant. Doch dies ist dringend nötig, damit das Land Fortschritte macht. Solche Kredite können zum Beispiel benutzt werden, um die Infrastruktur zu verbessern oder die schwache Wirtschaft aufzubauen.

Das iranische Regime hat das Land von der internationalen Gemeinschaft isoliert und Hunderte internationale und globale Unternehmen haben ihre Geschäftsbeziehungen beendet, weil sie Angst vor den internationalen Sanktionen gegen den Iran hatten. Die EU versucht zwar aktuell, europäische Unternehmen vom Rückzug aus dem Iran abzuhalten, aber sie war darin nicht sehr effektiv. Die Unternehmen wissen, dass die EU wenig tun kann, wenn die USA sie beschuldigt, deren Sanktionen gegen den Iran verletzt zu haben.

Die aktuellen Sanktionen zielen nun auf die iranischen Ölexporte und die Trump Administration hat das Ziel ausgegeben, dass sie am Ende bei 0 landen sollen. Obwohl es noch eine Reihe von Ausnahmeregelungen für gewisse Länder gibt, hat die Trump Administration deutlich gemacht, dass diese nur dazu dienen, damit die Länder ihre Importe langsam reduzieren können und dies haben diese Länder auch zugesichert.

Die iranische Wirtschaft ist schwach und sie wird schwächer, weil sich in naher Zukunft nichts ändern wird. Experten gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,6 % sinken wird und im nächsten Jahr wird von einem Rückgang um 3,6 % ausgegangen.

Der wirtschaftliche Druck geht einher mit dem steigenden Druck im Inland. Das iranische Volk erhöht durch seine Streiks und Proteste im ganzen Land diesen Druck. Die Rufe nach einem Regimewandel sind im ganzen Land zu hören und es gibt keinen Zweifel mehr daran, dass das Volk einen drastischen Wandel will und es wird so lange nicht ruhen, bis das Regime kollabiert ist.