Sunday, December 4, 2022
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Paris: 90.000 Iraner auf Kundgebung in Solidarität mit den Aufständen des iranischen Volkes

Unterstützung für Ashraf ausgesprochen / 14 Parlamentsausschüssen aus Europa engagierten sich für diese Initiative

Maryam Rajavi: Die Massenkundgebung verdeutlicht die Wahl des iranischen Volkes und kennzeichnet den Anfang vom Ende der religiösen Diktatur

Die einzige Option ist der demokratische Wechsel und die Auflösung der Unterdrückungsorgane

Villepinte 20 juin 2009

90.000 Iraner versammelten sich im Kongresszentrum von Villepinte im Norden von Paris bei der größten Kundgebung von Exiliranern als Zeichen der Solidarität mit den landesweiten Aufständen des iranischen Volkes und zur Unterstützung der Flüchtlinge in Ashraf, den Mitgliedern der iranischen Organisation der Volksmojahedin (PMOI/MEK).

Bei dem mit dem achten Tag der Aufstände im Iran zusammenfallenden Treffen nahmen Hunderte Europäer, Amerikaner, Kanadier, Australier Araber und Muslime teil. Vertreter und Vorsitzende von 14 Parlamentsausschüssen und internationalen Komitees „Für die Gerechtigkeit“ in Vertretung von 2.000 Parlamentariern von beiden Seiten des Atlantiks, dazu zählten ebenfalls Vertreter des öffentlichen Lebens, der Intelligenz und Schriftsteller aus Ägypten, Jordanien, Palästina, Irak und anderen Ländern der Region, waren anwesend.

Zehntausende Teilnehmer kamen in Tausenden Bussen, Kleinbussen und PKWs aus ganz Europa angereist. Tausende Iraner aus den USA, Kanada und Skandinavien reisten mit Flugzeugen an.

Die Hauptrednerin, Maryam Rajavi, die vom iranischen Widerstand gewählte Präsidentin, begrüßte den landesweiten Aufstand des iranischen Volkes und gedachte in Ehrfurcht der Todesopfer, die verwundet und verhaftet wurden. Sie sagte, dass der Aufstand vom iranischen Volk selbst gewählt wurde, nicht aber die unrechtmäßige Scheinwahl des Mullahregimes. Die Echos von „Tod dem Diktator“ und „Khamenei, schäm Dich und hör mit der absoluten Herrschaft auf“ während dieses Aufstandes hallten in jeder Ecke der Welt nach. Dieser Aufstand ist der Anfang vom Ende der religiösen Diktatur.

Villepinte 20 juin 2009 - Rassemblement de 90.000 Iraniens

Frau Rajavi beschrieb die Bemerkungen Khameneis während der Freitagsgebete als eine Eskalation der unumkehrbaren politischen Krise und ein Erdbeben für das klerikale Regime. Sie sagte, dass Khameneis Verteidigung des Wahlbetrugs, sein standhafte Unterstützung für die Präsidentschaft Ahmadinejads und die ausdrückliche Ablehnung der Wahlwiederholung eine offensichtliche Warnung vor der blutigen Niederschlagung des Volksaufstandes war. Das, so fügte sie hinzu, lies den abgeschlagenen Fraktionen keine andere Möglichkeit, als entweder die Wege mit dem Höchsten Führer zu teilen oder ihm vollständig unterworfen zu sein.

Die vom iranischen Widerstand gewählte Präsidentin betonte: „In der Auseinandersetzung mit der religiösen Diktatur ist die einzig mögliche Option für das aufgebrachte Volk im Iran der demokratische Wechsel. Die religiöse Diktatur und ihre Unterdrückungsorgane müssen an den Pranger gestellt werden, damit das iranische Volk in der Lage ist, an einer freien Wahl unter der Aufsicht der Vereinten Nationen teilzunehmen.

Frau Rajavi stellte fest: Die Führer der abgeschlagenen Fraktionen, die im Grunde genommen dem Höchsten Führer unterstellt sind und vom Wächterrat zugelassen wurden, sagen jetzt, dass „unsere Regierung eine Lügnerin unter dem Mantel der Religion ist“. Sie beschreiben die Wahlen des Regimes als „Maskerade“, „Bluff“, „Inszenierung“, “ungesetzlich“ und als „eine lächerliche Darbietung“. Wir würden sie begrüßen, wenn sie die Vergewaltigung der Rechte des iranischen Volkes auf Souveränität verurteilen und das velayat-e faqih Regime (die Oberherrschaft der Geistlichkeit) vollkommen ablehnen würden. Wir verurteilen jede gegen sie, ihre Familien und ihre Menschenrechte gerichtete Aggressivität durch den Khamenei-Ahmadinejad-Clan.
Frau Rajavi stellte dar: „Wenn die religiöse Diktatur noch nicht einmal seine engsten Verbündeten und Helfershelfer toleriert, sollten sich die westlichen Regierungen fragen, wie das Ergebnis der 30jährigen Beschwichtigung und der Suche nach Gemäßigten in diesem Regime aussieht.“

Im Bezug auf die Äußerungen des US Präsidenten, dass das iranische Volk Demokratie fordere und dass seine Stimme gehört, nicht aber unterdrückt werden dürfe, fragte Frau Rajavi, ob die geringste Achtung der Rechte des iranischen Volkes auf den Kampf für Freiheit nicht erfordere, dass jede Konzession und jedes Feilschen mit den herrschenden Verbrechern nicht gestoppt werden müsse, weil es auf dem Rücken und zu Lasten des iranischen Volkes ausgetragen wird. „Natürlich haben wir immer gesagt, dass Ihr weiter machen und verhandeln sollt, wenn Ihr glaubt, dass Verhandlungen mit diesem Regime fruchtbar sein würden …“
An diejenigen gewandt, die noch nicht über den rechtlichen Status der Flüchtlinge in Ashraf informiert sind und ihre Belagerung aufrechterhalten, sagte Frau Rajavi: „Setzt nicht die Interessen des stagnierenden Regimes im Iran über die irakischen Interessen.“

Sie fügte hinzu, dass die irakische Regierung nicht fähig sei, nicht in der Lage sei und nicht die Unabhängigkeit habe, internationale Gesetze zu respektieren, um die am 24. April im Europäischen Parlament verabschiedete Resolution umzusetzen. Deshalb müssten die Vereinigten Staaten, die die Flüchtlinge in Ashraf entwaffneten und ihnen damit die Möglichkeit zur Selbstverteidigung nahmen und mit jedem einzelnen eine Vereinbarung unterzeichneten, sich ihrer Verantwortung für deren Schutz unter Aufsicht der Vereinten Nationen stellen.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
20. Juni 2009