Saturday, December 3, 2022
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Paris – Konferenz aus Anlass des Internationalen Frauentages

  • Warnung vor der Ausbreitung des frauenfeindlichen islamischen Fundamentalismus, der im Iran herrscht
  • Maryam Rajavi: Wenn die Mullahs die Frauenfeindschaft aufgeben würden, würde die herrschende Theokratie zusammenbrechen. Deshalb kommen weder Khatami noch Rohani, die eine Charmeoffensive der Reform und der Mäßigung gestartet haben, einer Erleichterung des Drucks auf und der Unterwerfung der Frauen auch nur  nahe
  • Die Mullahs haben den Iran in ein Epizentrum des Fundamentalismus verwandelt, aber das Volk und sein Widerstand haben ihn in ein Epizentrum für das Ideal der Gleichberechtigung und der Befreiung vom Fundamentalismus verwandelt; zuletzt werden die Frauen die religiöse Diktatur im Iran überwinden 

Am Samstag den 1. März warnten die Teilnehmerinnen an einer internationalen Konferenz in Paris aus Anlass des Internationalen Tages der Frau vor der Rolle des iranischen Regimes bei der Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus in der ganzen Region und in der Welt.

Bei der Konferenz war Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands anwesend, daneben eine große Zahl von prominenten politischen und sozialen Figuren und Künstlerinnen ebenso wie Aktivistinnen für Menschen- und Frauenrechte aus fünf Kontinenten und Abordnungen für Dutzende von iranischen Frauenvereinigungen und –organisationen aus ganz Europa und den Vereinigten Staaten. 

Die Rednerinnen legten Gewicht darauf, dass Frauenfeindschaft eine der hauptsächlichen und unveränderlichen Aspekte des religiösen Faschismus sei, der im Iran herrsche, und sie habe sich in den letzen drei Jahrzehnten eher verschlimmert. Sie ergänzten, dass Frauen auf zweifache Weise die Opfer der Illusion der Mäßigung in einem Regime seien, das Frauenfeindschaft eng mit seiner Geisteshaltung und mit seiner Praxis verknüpft habe.

Die Rednerinnen hoben hervor, dass dieses Regime der zentrale Bankier für Terrorismus und Fundamentalismus in der heutigen Welt sei, der die globale Sicherheit und den Frieden bedrohe.  Sie meinten außerdem, dass sich dieser Bedrohung entgegenzustellen, nicht nur eine feste Politik bei den Atomverhandlungen, sondern auch gegenüber der grausamen und systematischen Frauenfeindschaft und der barbarischen Verletzung der Menschenrechte im Iran erforderlich mache, genauso gegen die zerstörerische Kriegstreiberei, die die Region in Blut getränkt hat.

Bei dieser Konferenz, die feierlich von Frau Sarvnaz Chitsaz, der Vorsitzenden des Frauenkomitees des Nationalen Widerstandsrats Iran, eröffnet wurde, betonten die Rednerinnen:   In der sehr instabilen Situation um die islamischen Länder sind Frauenrechte eine der wichtigsten Herausforderungen, die immer bedroht  seien und bekämpft würden. Deshalb sei die Unterstützung einer breiten Front gegen den Fundamentalismus, in der der Iranische Widerstand unter der Führung von Frau Rajavi eine entscheidende Rolle spiele, ein historisches Erfordernis gleichermaßen für die Bewegung der Gleichberechtigung  und für die Sicherung des globalen Friedens und der Gefahrlosigkeit. Frauen seien die wichtigste treibende Kraft an dieser Front. 

In ihrem Grußwort an die Konferenz sagte Frau Maryam Rajavi: Das Ideal der Gleichberechtigung ist sehr lebendig, nicht nur wegen der Niedertracht, der Erniedrigungen und wegen des Drucks; sondern mehr noch deshalb, weil eine Generation von Frauen sich erhoben hat, um die Diktaturen in Tunesien, Libyen, Ägypten, im Jemen, in der Ukraine, in Syrien und im Irak zu stürzen; von Frauen, die die feste Absicht hätten, die religiöse Diktatur, die im Iran herrscht, abzuwerfen.

Sie meinte zum Publikum: bleibt dessen gewiss, dass die unterdrückten Frauen zuletzt auch die herrschende Theokratie im Iran stürzen werden.

Die gewählte Präsidentin des Widerstands erläuterte die Rolle des Regimes der Kleriker als Epizentrum des Fundamentalismus und stellte fest, dass die herrschende Theokratie im Iran für das Massaker an 120 000 unschuldigen Menschen in Syrien verantwortlich sei. Ähnlich wurden die Bombardierung der wehrlosen Bürger des Irak und das Massaker an ihnen von der Quods Truppe befehligt und vom irakischen Militär ausgeführt. Es gibt kaum ein Land im Mittleren Osten und in der islamischen Welt, das von den Provokationen und dem Terrorismus verschont worden sei.    

Die gewählte Präsidentin sagte ferner: Trotz der Tatsache, dass die Mullahs den Iran in ein Epizentrum des Fundamentalismus verwandelt haben, ist dieser Iran dank der Geschichte des iranischen Volkes mit seinem Kampf und seiner Kultur und auf der Grundlage von fünf Jahrzehnten der Ausdauer der Volksmudschahedin ein Epizentrum der Befreiung vom Fundamentalismus und  damit zugleich ein Epizentrum der Emanzipation und der Gleichberechtigung der Frauen.

Außerdem: Der islamische Fundamentalismus bringe Ungleichheit hervor, indem er beständig Druck und Diskriminierung erzeuge. Wenn deshalb das Regime die Frauenfeindschaft aufgeben würde,  so würde die herrschende Theokratie zusammenbrechen. Deshalb würden weder Khatami noch Rohani, die eine Charmeoffensive der Reform und Mäßigung gestartet hätten, nicht einmal annähernd eine Erleichterung des Drucks auf die iranischen Frauen und des Maßes ihrer Unterwerfung erreichen. Denn ebendies wäre der Anfang vom Ende des Regimes.

Die Gesetzesentwürfe, die Ahmadinedschad dem Madschlies aufgenötigt hatte, um die Ungleichheit zu verstärken, sind von Rohani jetzt zu Gesetzen erklärt worden. Unter diesen Gesetzen ist die beschämende Regelung, die Männern erlaubt, ihre adoptierte Tochter zu heiraten; sind Quoten und Geschlechtertrennung in den Universitäten; ist der Ausschluss von Frauen vom Studium von Dutzenden von Studienfächern an den Universitäten.

Frau Rajavi unterstrich: Die Verteidigung der Frauen, die sich in Camp Liberty als Pionierinnen einsetzten, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine einzigartige Rolle im Kampf gegen den Fundamentalismus gespielt haben, ist eine entscheidende Pflicht der Bewegungen für die Gleichberechtigung. Sie sind mit den Männern, die im Kampf neben ihnen stehen, nicht nur ohne jede Sicherheit und ohne Vorkehrungen zu ihrem Schutz gegen weitere Raketenangriffe, sondern die Marionettenregierung im Irak hat sie jedes Mindestmaßes an humanitären, medizinischen und hygienischen Standards beraubt. Sie rief alle Aktivistinnen der Frauenbewegung in der ganzen Welt auf, die Vereinten Nationen und die US-Regierung zu ermahnen, dass sie ihren Verpflichtungen zum Schutz der Bewohner von Camp Liberty gerecht werden sollten. Sie sollten vor allem die Freilassung der sieben Geiseln aus Ashraf, von denen sechs Frauen sind, auf ihre Agenda setzen und die Akte über das Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom 1. September  in Ashraf an den Sicherheitsrat verweisen.

Außer Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des Iranischen Widerstands, haben bei dieser Konferenz eine Rede gehalten: Linda Chavez, frühere Direktorin im Weißen Haus für öffentliche Beziehungen; Kim Campbell, frühere Premierministerin in Kanada;  Michèle Alliot-Marie, frühere Ministerin für Verteidigung, Äußeres, Inneres und Justiz in Frankreich; Rita Süssmuth, frühere Präsidentin des Bundestags; Ingrid Betancourt, frühere Präsidentschaftskandidatin in Kolumbien; Carmen Quintanilla, Vorsitzende des Frauenausschusses im spanischen Parlament; Edit Bauer, Mitglied des Europaparlaments; Els Demol,  Mitglied des belgischen Parlaments; die italienische Delegation, zu der        Gianna Gancia, Gouverneurin von Cuneo, und  Elisabetta Zamparutti, früheres Parlamentsmitglied, gehörten; die Delegation aus Island mit Ragnheiður Ríkharðsdóttir, Vorsitzende der Unabhängigen Partei von Island, und Ásta Ragnheiður Jóhannesdóttir, frühere stellvertretende Sprecherin im Parlament; Aude de Thuin, Gründerin des Internationalen Frauenforums; Mariane Pearl, französische Journalistin.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran

1. März 2014