Thursday, December 8, 2022
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Proteste der Lehrer überall im Lande trotz der Drohungen und repressiven Maßnahmen Khameneis

Donnerstag, den 7. Mai 2015

NCRI – Seit dem Morgen von Donnerstag, dem 7. Mai 2015, versammeln sich die redlichen Lehrer und Bildungsangestellten im Protest gegen die Armut in ihrem Leben und dem ihrer Angehörigen in Teheran und vielen anderen Städten des Landes wie Mashhad, Isfahan, Tabriz, Zanjan, Sanandaj, Hamedan, Qazvin, Shahr-e Kord, Sabzevar, Damghan,

Shiraz, Sari, Kermanshah, Ahwa, Babol, Marivan, Ardebil, Qom, Bushehr und Gatvand. 

In Teheran versammelten sich  6 000 Lehrer vor dem Parlament des Regimes. Die Versammlung begann um 9. 30 Uhr, obwohl seit dem frühen Morgen Sicherheitskräfte und Geheimagenten auf dem Gelände in Stellung gegangen waren und mit verschiedenen Methoden versuchten, die Versammlung der Lehrer zu verhindern. 

Die demonstrierenden Lehrer trugen Plakate, auf denen stand: „Ich werde schreien, gleichviel was – in Zorn gegen diesen Sturm und diese Ungerechtigkeit!“ „Befreit den inhaftierten Lehrer Rasoul Bodaqi!“ „Ein Lehrer paßt auf und verabscheut das Vorurteil!“ „Wir fordern mehr Einstellungen von Kindergärtnerinnen und Vertragslehrern!“ „Freies und gleiches Recht allen Kindern der Nation!“ „Die Lehrer schreien – die Zensur kommt!“ sowie: „Gegen die Privatisierung der Schulen, die die Bildung zum Geschäft macht!“

Angesichts der Demonstrationen betonte der Höchste Führer Khamenei: „Die Lehrer sind sich der von den Feinden angezettelten Verschwörungen bewußt, die das islamische System hassen und aufrührerische, strategische und politische Slogans aufbringen, um – unter dem Vorwand, es gehe ihnen um den Lebensunterhalt der Lehrer – für das System Probleme schaffen.“ Auf diese Weise gab er grünes Licht für die Verhinderung der Demonstrationen der Lehrer und ihre Unterdrückung. 

Zugleich verlegten sich die repressiven Agenten auf alle Arten von Drohungen und Verhaftungen, um die Protestversammlungen zu unterdrücken. In der  Nacht von Mittwoch, dem 6. Mai bedrohte das Geheimdienstministerium des Regimes den Generalsekretär und den Sprecher der Lehrergewerkschaft mit Haftstrafen von zehn bzw. neun Jahren und zwang sie, ihre Positionen aufzugeben und bekannt zu geben, sie würden an den Demonstrationen nicht teilnehmen. 

Außerdem wurde eine Reihe engagierter Lehrer in Teheran und anderen Städten von Geheimagenten einbestellt und bedroht; andere erhielten Telefonanrufe, die sie vor einer Teilnahme an den Demonstrationen des Donnerstag warnten. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 7. Mai 2015