StartNachrichtenWiderstandSchweizer Komitee verurteilt Angriff auf Camp Ashraf

Schweizer Komitee verurteilt Angriff auf Camp Ashraf

NWRI – Das Schweizer Komitee zur Verteidigung von Ashraf hat eine Erklärung veröffentlicht, in der es in scharfen Worten die vor kurzem erfolgten Angriffe durch Agenten des iranischen Regimes mit Unterstützung von unterdrückenden irakischen Einheiten gegen Camp Ashraf veruteilt. In Ashraf leben 3400 Mitglieder der iranischen Hauptopposition der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK).

Die Erklärung des Schweizer Komitees, welches unter Vorsitz von Nils de Dardel arbeitet, erinnerte an die Angriffe vom 7. Januar, in denen Agenten des iranischen Regimes Steine und Molotow Cocktails auf die Bewohner von Ashraf warfen und dabei 176 Menschen, darunter 91 Frauen, verletzten.
 
In der Erklärung heißt es auch, dass Ashraf immer noch unter kompletter Belagerung der irakischen Regierung liegt und das Basisgüter und medizinische Versorgung beschränkt sind, vor allem wenn es um die Behandlung von Patienten in kritischem Zustand geht.

Mehr als 180 leistungsstarke Lautsprecher sind ebenfalls um das Camp herum angebracht und brüllen 24 Stunden am Tag Bedrohungen und ohrenbetäubenden Lärm heraus. Dies sei eine psychologische Folter der Bewohner, so die Erklärung.

Das Schweizer Komitee unterstrich die steigende Anzahl von Verhaftungen von politischen Dissidenten im Iran und sagte, dass trotz einer steigenden Welle des internationalen Protestes das Regime immer noch lange Haftstrafen für Oppositionelle und vor allem Unterstützer der PMOI und Familienangehörige der Bewohner von Ashraf verhängt, einige seien sogar hingerichtet worden oder warten auf die Vollstreckung des Todesurteils.

Das Komitee ruft den UN Generalsekretär, den UN Sicherheitsrat und die USA auf, sofort einzugreifen und Maßnahmen zu verabschieden, damit die organisierte Gewalt des iranischen Regimes mit voller Unterstützung der irakischen Regierung gegen die Bewohner von Ashraf beendet wird, die Restriktionen gegen Ashraf aufgelöst werden und die Bewohner im Camp adäquate medizinische Versorgung erhalten.