Tuesday, December 6, 2022
StartNachrichtenWiderstandSpur eines iranischen Terroristen-Diplomaten: Spionageausrüstung im Haus des MOIS-Agenten Mehrdad Arefani gefunden

Spur eines iranischen Terroristen-Diplomaten: Spionageausrüstung im Haus des MOIS-Agenten Mehrdad Arefani gefunden

Neues Beweismaterial, das im Haus von Mehrdad Arefani gefunden wurde, hebt seine Behauptung, er sei kein Agent des iranischen Ministeriums für Geheimdienste (MOIS), aus den Angeln und bestätigt, dass er am Bombenanschlag von 2018 in Frankreich beteiligt war, – dem Anschlag, der vom Diplomaten-Terroristen der Mullahs Assadollah Assadi angeführt wurde.

Assadi, ein Diplomat-Terrorist, der in Wien ansässig war, plante, eine große Versammlung des Nationalen Widerstandsrates Iran, die im Jahr 2018 in Villepinte bei Paris stattfand, mit einer Bombe zu sprengen.

Am 3. Dezember fand die zweite Runde der Verhandlung gegen Assadi und seine Mitverschwörer, darunter Arefani, Amir Saadouni und dessen Ehefrau Nasimeh Na’ami statt. Assadi weigerte sich an beiden Sitzungen teilzunehmen. Das machte es wahrscheinlich, dass das ganze Regime hinter der Terrorverschwörung von 2018 steckte.

Anders als Saadouni und Na’ami, die die Beschuldigungen wortlos hinnahmen, aber versuchten sie zu verniedlichen, wies Arefani alle Vorwürfe von sich. Trotz der erdrückenden Beweise leugnete er, mit Assadi oder dem MOIS zu tun zu haben.

Kurz nachdem die europäischen Behörden den Bombenanschlag vom Juli 2018 vereitelt hatten, behauptete Mohammad Javad Zarif, Außenminister des iranischen Regimes, dessen Diplomat auf frischer Tat ertappt worden war, der Terroranschlag sei eine “Operation unter falscher Flagge” gewesen. Bald nach Zarif versuchten die Verteidiger des Regimes und einige Schurkenelemente im Apparat des MOIS, die Tat der Opposition in die Schuhe zu schieben. Das MOIS versuchte vor allem Saadouni, Na’ami und Arefani als Unterstützer des Widerstandes hinzustellen. Besonders das MOIS und Assadi hatten Arefani instruiert, jede Verbindung mit dem Terrorkomplott zu leugnen.

Als Arefani die Vorwürfe abstritt, war Saadouni der erste, der widersprach. Er gestand bezeugen zu können, dass Assadi ihm befahl, “alle Beziehungen mit ihm [Assadi] zu leugnen”.

Arefani gab vor, “ein atheistischer Dichter” zu sein, in der Hoffnung, die Richter würden glauben, ein Atheist würde kaum mit einem islamistischen Regime zusammenarbeiten. Dagegen sprach die Beweislage und ebenso die Tatsache, dass MOIS-Agenten viele falsche Identitäten benutzt haben, um ihre Aufgaben in Europa zu erfüllen.
Bei der Durchsuchung von Arefanis Haus fand sich eine Sammlung von Gegenständen, die zur Ausstattung eines Spions gehören: verschiedenerlei USB-Aufnahmegeräte, Kameras für verdeckte Arbeit, Computer, Mobiltelefone verschiedener Typen, etliche SIM-Karten, externe Festplatten mit Informationen, die man bei der Opposition gesammelt hatte. All diese Funde stellten klar, dass Arefani geheimdienstlich arbeitete und Spionage betrieb.

Am 18. Januar teilte Saadouni der belgischen Polizei mit, dass er von Assadi ein USB-Aufnahmegerät erhalten hatte, mit dem er die Zusammenkünfte der Opposition dokumentieren sollte.

Die Polizei fand in Arefanis Haus auch eine Kamera vom Typ Eyewear 1080p HD, ein Gerät, mit dem man Videos, Stimmen und Bilder aufzeichnen kann. Fotos und Videos, die mit dieser Brille erfasst sind, können auf einer Karte des Typs TFCard microSDHD mit einer Speicherkapazität von 32 GB gespeichert und mit einem USB-Port auf einen Computer übertragen werden. Die Eyewear-1080P-Kamera hat auch ein Mikrofon.


Arefani nutzte mehrere PayPal-Konten, um verschiedenerlei Zubehör für Spionage und Aufnahmen zu erwerben. Hier eine vollständige Liste von Ausrüstungsgegenständen, die Arefani erwarb:
o ein USB-Audioaufnahmestift mit doppelter Funktion; Kapazität: 8 GB
o ein IPC-AK435-360-Grad-Kreuzlasermarkierungsgerät 2 Line I point in Verpackung
o ein Audio-Stimmen-USB-Aufnahmestift mit 8 GB Kapazität, Aufnahmedauer 1 Stunde und 50 Minuten
o ein digitaler Audio-Aufnahmestift mit MP-3-Player, Kapazität 8 GB
o eine Männerkampfjacke M65, Typ Military Army
o ein Mantel, gesteppt und gefüttert, schwarz
o ein Ansteckmikrophon, omnidirektional, 3,5 mm, Mini-jack, mit Adapter
o eine verstellbare Laufhalterung, 20–29 mm, für Sichtfernrohr mit Laserausrüstung

Arefani benutzte all diese Geräte, um die Opposition auszuspionieren, Versammlungen der Organisation der Volksmodjahedin Iran (PMOI/MEK) zu dokumentieren, die Lage ihrer Büros und den Aufenthaltsort ihrer Funktionäre festzuhalten.
In der ersten Verhandlungsrunde am 27. November bezeichnete der Staatsanwalt Arefani als die Augen und Ohren von Assadi. Arefani habe, sagte er, kontrolliert, ob Na’ami und Saadouni ihre Arbeit machten.
“Immer wenn ich Assadi gegenüber die Veranstaltungen der MEK falsch darstellte, wusste Assadi irgendwie, dass ich log. Mehrdad war immer anwesend, gleichviel, worum es sich handelte. Darum war ich mir sicher, dass er mit Assadi in Verbindung stand.” Das hat Saadouni in dieser Angelegenheit gestanden.
Der NWRI hatte schon vorher Material veröffentlicht, das die Spionageaufträge Arefanis bestätigte. Diese Informationen sind hier [Link] zu finden.
Die belgische Staatsanwaltschaft unterstrich in ihrer Anklageschrift, dass Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI, das Hauptziel dieses vereitelten Bombenattentats war. Assadi hatte Saadouni und Na’ami angewiesen, die Bombe “so nahe bei Frau Rajavi wie möglich” abzulegen.
Während weiteres Beweismaterial zugänglich gemacht wird, stellt sich immer klarer heraus, dass der ganze Terrorapparat des Regimes hinter diesem Angriff steckte.
Dieses Verfahren bietet der Europäischen Union Anlass, ihre Appeasementpolitik, mit der sie das Regime in seinen üblen Machenschaften bestärkt, zu beenden. Dieser Bombenanschlag hätte tausende Bürger der EU töten können; er hätte die Sicherheit der EU ins Wanken gebracht. Assadi als “Diplomat-Terrorist” ist das Inbild des iranischen Außenministeriums. Des Appeasements wegen sind viele “Diplomaten” wie Assadi der Ergreifung entkommen oder haben sich der Justiz entziehen können.