Wednesday, November 30, 2022
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Staatliche Medien protestieren gegen die Abwesenheit des iranischen Regimes bei den Gesprächen über Syrien

NWRI – In einem Artikel unter der Überschrift „Zusammenspiel zwischen der Türkei und Russland in Bezug auf Syrien“ schrieb die staatliche Zeitung Siyasat-e Rouz (Politik von heute) am 2. Januar: „Der Waffenstillstand in Syrien nach einer Vereinbarung zwischen der Türkei und Russland wurde hergestellt, während einige politische Beobachter die Abwesenheit des Iran (des Regimes) bei der Vereinbarung als wichtige Frage betrachten, die Bedenken und Zweifel aufkommen ließen.

Sie meinen, dass die beiden Seiten bei der Vereinbarung einige Abstimmungspunkte wegen Syrien hätten, bei denen sie Rechenschaft ablegen und Fragen Teherans beantworten müssten“.
„Die eigentliche Frage ist aber, warum die Rolle des Iran (des Regimes) mit all seinem Einfluss in der Region in den regionalen Gleichungen ignoriert wird“, fügt die Zeitung hinzu.
Die staatliche Zeitung beschwert sich über die Rolle der Türkei in dem Waffenstillstandsabkommen und protestiert dagegen und fährt fort: „Der Punkt ist: Wie kann ein Land, das seit Anbeginn der Krise in Syrien eine negative Rolle gespielt hat, sich erlauben, über Kräfte zu entscheiden, die imstande waren, das dunkle und unheilvolle Schicksal dadurch zu ändern, dass sie in dem Land präsent waren?“
Siyasat-e Rouz tritt dann die Flucht nach vorn an und äußert sich besorgt über die Folgen der Vereinbarung, die in der Vertreibung der mit dem Iran verbundenen Milizen aus Syrien  besteht, und schreibt: „Wenn in dem Waffenstillstandsabkommen zwischen der Türkei und Russland  vorgesehen wird, dass nicht-syrische Einheiten zu entfernen sind, dann sind die ersten Truppen, die Syrien verlassen müssen, die der türkischen Armee, die den Boden Syriens betreten haben als Eindringlinge und uneingeladene Gäste. Außerdem sind die Truppen der Widerstandsfront (die Milizen des iranischen Regimes und deren Söldner) nicht nach Syrien gegangen, um später auf Verlangen der Türkei das Land zu verlassen und das syrische Volk und seine Regierung mit Terrorgruppen allein zu lassen“.
Die staatliche Zeitung räumt ein, dass die Vereinbarung vollkommen zugunsten der Kombattanten Opposition in Syrien (des Widerstands) ausfällt und schreibt hierzu: „Insoweit nutzt diese Vereinbarung den Terroristen und anderen bewaffneten Oppositionsgruppen und natürlich der Türkei“.