Tuesday, December 6, 2022
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Teheraner Bazar wegen Steuerstreit mit Regierung geschlossen

Tehran bazaar shuts down in tax row with govt  Händler des großen Teheraner Bazars gingen am Dienstag aus Protest gegen die gestiegenen Einkommensteuern in den Streik. Das berichtet die Nachrichtenagentur ISNA.
„Heute Morgen werden die meisten Geschäfte, darunter auch die Juweliere und Läden mit Fabrikware aus Protest wegen einer fehlenden Einigung mit dem Finanzamt geschlossen sein“, heißt es über ISNA. Das iranische Jahr endete am 21. März und damit auch das Steuerjahr. Solche Streiks sind im Handelsalltag in Teheran selten, wo die Händler eine starke Geschäftsgruppe darstellen.

Im Oktober 2008 gingen sie bereits wegen einer neuen Mehrwertsteuererhöhung in den Streik und kamen erst wieder, als die Regierung die Erhöhung zurück zog.

 „Man kann die Rezession nicht weiter ignorieren, wenn man in den Schlagzeilen liest, dass Schecks in Höhe von 4 Milliarden Dollar geplatzt sind“, sagt Mohammad Tahan-pour, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Haushaltsgerätehändler.

Er sagt weiter, viele Läden mußten geschlossen werden, weil die Händler ihre Mieten nicht mehr zahlen konnten, doch das Finanzamt benutzt eine Sprache der Gewalt und setzt die Inhaber unter Druck.“

Er sagte weiter, dass es Fälle gibt, wo die Regierung 2 ½ mal mehr Einkommenssteuer als in den Jahren zuvor verlange.

Irans Wirtschaft ist extrem abhängig von seinen Ölexporten und die Regierung um Mahmoud Ahmadinejad, welche seit 2005 an der Macht ist, bekam unverhoffte Einnahmen, bevor der Ölpreis im Rahmen der weltweiten Finanzkrise fiel.

Die Politik der Hardlinier ist Kern der Auseinandersetzung. Ihr Umgang mit Oppositionsführern ist eine Herausforderung ihrer Legitimität, nachdem es im Juni 2009 zu massivem Wahlbetrug kam.