Tuesday, December 6, 2022
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Überschwemmungen werden schlimmer und breiten sich aus

Berichten direkt aus dem Iran ist zu entnehmen, dass es Überschwemmungen in fast allen Gebieten des Iran gibt. Bis jetzt scheint nur eine der 31 Provinzen des Iran von den Wirkungen der großen Flut ausgenommen.

Die Zahl der Todesfälle ist groß, allein 120 allein in Shiraz. Die Berichte verdeutlichen, dass die Bedingungen schrecklich sind, zahllose Menschen haben kein sauberes Wasser, keinen Strom und unbewohnbare Behausungen.

Im Südwesten  des Landes steigt der Wasserstand mit alarmierender Geschwindigkeit. Im Nordwesten dauern schwere Sintfluten an.

Auch in der Hauptstadt Teheran steigen die Pegel. Die Wetterorganisation warnt, dass sie höchstwahrscheinlich auch von Hochwasser betroffen sein wird. Schon jetzt nehmen die Wasserstände zu und die Situation wird stündlich schlimmer.

Die Überlandstraßen sind durch die Fluten unpassierbar und Dörfer sind isoliert. Die Menschen verlieren ihre Wohnungen oder ihren Lebensunterhalt, manche beides.

Was an dieser Geschichte am erschütterndsten ist: die Menschen sind sich vollkommen selbst überlassen und bekommen keinerlei Unterstützung von den Behörden. Die Situation ist höchst kritisch, ohne dass Hilfe in Aussicht stünde. In der Stadt Khorramshahr im Südwesten versucht man,  das Wasser nicht in die Häuser gelangen zu lassen, aber dazu stehen nur einfachste Mittel zur Verfügung.

Seit Ende 2017 werden Massenproteste und Demonstrationen gegen die Regierung abgehalten. Auch aus Gründen wie das derzeitige Desaster des Hochwassers protestieren die Menschen anhaltend. Die ausgedehnte Misswirtschaft des Regimes und die Vernachlässigung von Umweltproblemen haben Probleme wie dieses Hochwasser hervorgerufen.

Zurzeit kämpfen sie um ihr Überleben, sie haben ihre Verärgerung deutlich gemacht. Alles ist für sie kaputt und sie sind extrem wütend, weil die Regierung die Infrastruktur des Landes hat zusammenbrechen lassen. Es macht sie zornig, dass das berüchtigte Corps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) mit anderen Unterdrückungskräften auf der Straße sind, um weitere Unruhen zu verhindern, statt den Menschen zu helfen.

Ein General des IRGC hat der Sicherheit die größte Wichtigkeit in dieser Zeit gegeben und versucht, die Errichtung von Kontrollpunkten zu rechtfertigen. Die Behörden versuchen auch, den Ernst der Situation herunterzuspielen, und unterschätzen oder verheimlichen die Tatsachen, so auch die wahre Zahl der Todesopfer bei den Fluten.

Die Behörden behaupten, dass 19 Personen gestorben sind, aber die wirkliche Zahl ist weit höher und steigt laufend.

Es wird ein für allemal Zeit, dass dieses entsetzliche Regime stürzt. Die Bevölkerung im Iran ist in Situationen wie diesen stärker benachteiligt als die meisten Länder in der Welt, weil das Regime es nicht fertig bringt, solche Ereignisse zu verhindern oder zu kontrollieren. Den Menschen sollten die Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden, aber sie werden wiederum vernachlässigt oder unterdrückt.