Agenturen – Genf, 10. Januar – Rechtsexperten des Menschenrechtsrates der UN forderten am Mittwoch vom Iran den Stopp der Hinrichtungen von sieben Männern, die unter der Anklage stehen, vom Westen zum Sturz der Teheraner Regierung ausgebildet worden zu sein.
Die vom UNHCR benannten unbhängigen Rechtsexperten drängten den Iran, "die vorgesehene sofortige Hinrichtung von sieben Männern auszsetzen, die zu der arabischen Minderheit der Ahwazi gehören, und ihnen eine faire und öffentliche Anhörung zu gewähren."
Die sieben wurden im Juni 2006 festgenommen, weil sie im Irak von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Israel ausgebildet wurden und in den Iran zurückkehrten, um das Land zu destabilisieren, Ölanlagen zu sabotieren und die Regierung zu stürzen.
Drei andere zur gleichen Zeit Verhaftete – Malek Banitamim, Abdullah Solymani und Ali Matorizadah – wurden einer UN Erklärung zufolge Mitte Dezember hingerichtet.
Am Montag informierten Behörden der Provinz Khuzestan die Familien der anderen sieben, dass in den den nächsten Tagen mit ihrer Hinrichtung zu rechnen sei.
Die Rechtsexperten sagten, dass den Rechtsanwälten der Männer nicht die Genehmigung erteilt worden sei, sie vor Prozessbeginn zu sehen und sie nur Stunden vor Beginn der Verhandlung Einblick un die Prozessakten erhalten hätten.
Es gibt Beweise dafür, dass die Geständnisse unter Folter erzwungen wurden.
"Wir sind völlig davon überzeugt, dass diese Männer ernster Verbrechen angeklagt sind, darunter auch des Versuches, die Regierung nach der Ausbildung durch Truppen aus den USA und Großbritannien zu stürzen", erklärten die UN Experten.
"Das rechtfertigt jedoch nicht ihrer Verurteilung und Hinrichtung nach Prozessen, die sich über die für solche Prozesse notwendigen Erfordernisse mokieren."
Iranischen Medienberichten zufolge wurden die Todesstrafen als Strafe für "Mohareb" (bedeutet im Krieg mit Gott stehend) ausgesprochen.
Diese Beschuldigung ist typisch für das Vorgehen der iranischen Staatsanwälte gegen politische Dissidenten, Regierungskritiker und Personen die unter Spionageverdacht stehen, informierte die UN Erklärung.
Namentlich wurden die sieben benannt als: Ghasem Salami, Mohammad Lazem Kaabpour, Abdolamir Farjolah Kaab, Alireza Asakereh, Majad Albighbish, Abdolreza Sanawati und Khalaf Dohrab Khanafereh.
