NWRI – Aus Angst vor Protesten während des Iranischen Feuerfestes, welches immer am letzten Mittwoch des Jahres und während der Iranischen Neujahr Feierlichkeiten (Nowruz) stattfindet, hat das klerikale Regime seine Sicherheitsvorkehrungen und unterdrückenden Maßnahmen in verschiedenen iranischen Städten verstärkt. Zum Beispiel nahmen mehr als 264.000 Sicherheitskräfte an einem „Nowruz Manöver“ am 14. März teil (staatliches Fernsehen vom 14. März 2009). Nach Mohsen Khancharli, dem Stellvertretenden Direktor für Operationen der staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) im Großraum Teheran sind „mehr als 85 Polizeistationen in dieser Angelegenheit in Aktion. Operationsdirektionen, Spezialeinheiten, medizinische Einheiten, Polizeichefs und davon abhängige Institutionen arbeiten mit den Polizeistationen zusammen.“
Während dessen befragte der Vorsitzende des Öffentlichkeitsbüros im Kommandozentrum des Großraums Teheran alle entlassenen Gefangenen mit einem Aufnahmegerät und all diejenigen, die im letzten Jahr während der Feierlichkeiten zum Feuerfest verhaftet wurden. Den Bericht schickte er am Mittwoch an das Hauptquartier der SSF. Er bedrohte die Menschen damit, dass diejenigen eine Inhaftierung riskieren, die sich der Befragung verweigeren.
Weiterhin verkündete Alireza Jamshidi, der Sprecher der Mullahjustiz eine Warnung im Voraus, in dem er sagte:“ Wenn die Feierlichkeiten (zum Feuerfest) zu Chaos und Unordnung führen, dann werden wir mit äußerster Härte vorgehen.“
Um die Jugendlichen einzuschüchtern, hingen SSF Agenten Plakate in der ganzen Stadt auf, in denen sie vor jeglicher Form der „Bedrohung der Sicherheit“ warnten und die zu Auspeitschen oder sechs Monate Gefängnis führen.
Nach veröffentlichten Berichten durch die SSF wurden allein in Teheran 73 Verkäufer und Lieferanten von Feuerfestartikeln verhaftet oder inhaftiert.
Das klerikale Regime hat ebenfalls die Schließung der iranischen Universitäten für die Ferien (Feierlichkeiten nach dem Jahreswechsel), inklusive der Shahroud Industrieuniversität und dem zentralen Campus der Semnan Provinz angekündigt, um Proteste am Feuerfesttag zu verhindern.
Trotz der Einschüchterung und der unterdrückenden Maßnahmen sind einige Proteste in verschiedenen Iranischen Städten eskaliert. In Shiraz blieb die Lage seit letzter Woche angespannt, besonders während des Besuches von Mohammad Chatami und den Zusammenstößen von Studenten und den paramilitärischen Bassij Einheiten des Regimes.
Die öffentlichen Vorbereitungen für das Feuersfest am letzten Mittwoch des Iranischen Kalenders beginnen am Dienstag. Besonders die Jugendlichen und die Universitätsstudenten sehen es als Symbol des Protestes gegen das klerikale Regime.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
17. März 2009
