Thursday, December 1, 2022
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US-Iranische Ärzte warnen Clinton vor medizinischen Restriktionen in Ashraf

NWRI – In einem Brief an die US Außenministerin Hillary Clinton, warnte eine US-Iranische Ärztevereinigung vor den Folgen der medizinischen Restriktionen in Camp Ashraf, die von der Nuri al-Maliki Regierung auf Geheiß des iranischen Regimes verhängt wurden.

In Camp Ashraf im Irak leben 3400 iranische Dissidenten.

Der Brief ist von 101 Ärzten und medizinischen Experten unterschrieben. Die Vereinigung der Ärzte für einen freien Iran verurteilt die Angriffe durch irakische Einheiten auf Geheiß des iranischen Regimes vom 7.Januar auf Ashraf, bei denen 176 Bewohner, darunter 91 Frauen, verletzt wurden.

Es heißt, dass viele Verletzungen von Steinen und anderen schweren Objekten herrühren, die auf die Bewohner geworfen wurden. Daraus resultierten tiefe Schnittwunden und Augen-, Hand-, Bein- und Kieferverletzungen.

Wenn man bedenkt, dass die irakischen Einheiten notwendige medizinische Maßnahmen behindern, dann werden diese Verletzungen Langzeitwirkungen haben, heißt es in dem Brief.

„Uns wurden diese Tatsachen durch unsere Kontakte mit Camp Ashraf bestätigt. Zusätzlich müssen wir auf die Verletzung des Auges von Frau Fatemeh Noori hinweisen. Ihr wurde medizinische Behandlung in der Klinik von Ashraf durch die irakische Regierung untersagt… Die Verweigerung der Behandlung unter solchen Umständen verschärft die ohnehin schon prekäre medizinische Lage in Ashraf.“

Die Ärzte ergänzen in ihrem Brief: „Wie wir bereits zuvor geschrieben haben, leiden Hunderte Menschen in Ashraf an chronischen Krankheiten.“

„Durch die Verweigerung der Behandlung von irakischen Behörden ist die Situation dieser Menschen schlechter geworden. Mehdi Fathi verlor gar sein Leben wegen der Verzögerung seiner Krebsbehandlung.“

Der Brief an Clinton warnt auch vor einer humanitären Katastrophe in Ashraf und ergänzt:“ Wir erinnern auch noch einmal daran, dass wir daran mithelfen wollen, dass sie Bewohner von Ashraf human behandelt werden und dass sie die optimal mögliche medizinische Versorgung erhalten.“