Nachdem m letzten Monat wenig über den Vorfall in Camp Ashraf, der Heimat der Mojahedin von Khalq, wenig zu hören war, nannten US Mitarbeiter es nun eine „vermeidbare Tragödie“. Die USA führen die Gruppe als terroristische Vereinigung
Quelle: The Los Angeles Times
Washington – Die Obama Administration kritisierte die irakischen Sicherheitskräfte in dieser Woche, in dem sie sagte, dass der Versuch, eine Polizeistation in dem Flüchtlingssiedlung der iranischen Dissidenten zu errichten, verpfuscht wurde. Ergebnis der Auseinandersetzungen waren mindestens acht getötete Flüchtlinge.
Viele weitere Iraner wurden schwer verletzt und 36 andere befinden sich laut Bericht einer Menschenrechtsorganisation in irakischem Arrest und sind von einer gewaltsamen Abschiebung in den Iran bedroht, wo ihnen Mißhandlungen drohen.
US Mitarbeiter sagten bis Mittwoch wenig über den Angriff, bis dahin nannte es das Außenministerium eine „vermeidbare Tragödie“. Am Donnerstag wurden die Aussagen erweitert, der Sprecher des Außenministeriums P.J. Crowley sagte, dass der Versuch zur Kontrolle über das Camp „nicht gut ausgeführt wurde“.
„Wir sehen dass, was passiert ist, als Fehler an“, sagte Crowley. „Der Irak versucht, seine Souveränität auf Ashraf auszudehnen. Wir verstehen, was sie tun wollen. Doch wie sie es tun, war nicht gut.“
Ungefähr 3500 iranische Flüchtlinge leben in der Siedlung, die als Camp Ashraf bekannt ist. Die Mitglieder der iranischen Dissidentengruppe der Mojahedin von Khalq leben dort seit den 80er Jahren.
Wegen ihrer Angriffe im Iran wurde die Gruppe jahrelang als terroristische Organisation in den USA und einigen europäischen Ländern geführt. Die EU lies die Listung in diesem Jahr streichen.
Nach der US – geführten Invasion des Iraks im Jahre 2003 stimmte die Gruppe einer Entwaffnung für den Schutz durch US Truppen zu. Dies dauerte an, bis das US – irakische Sicherheitsabkommen im Dezember unterzeichnet wurde, welches eine Übergabe der Kontrolle des Camps an Bagdad vorsah. Irakisch Einheiten überfielen das Camp am 28. Juli unter der Vorgabe, eine Polizeistation im Camp errichten zu wollen. Die Bewohner des Camps befürchten, dass das Ziel der Iraker darin besteht, das Camp auf Geheiß des Iran aufzulösen, welches den Überfall öffentlich lobte.
Einige Exiliraner fordern, dass die US Truppen wieder die Kontrolle des Camps übernehmen, damit die Sicherheit der Bewohner hergestellt wird.
„Die USA tragen eine moralische und rechtliche Verpflichtung für sie“, sagte Majd Roshani, Sprecher des in Washington ansässigen US Komitees der Ashrafbewohner.
Ungefähr 100 Exiliraner führten ihre nächtliche Totenwache vor dem Weißen Haus seit des Überfalls fort, um sich solidarisch mit den 35 Personen zu erklären die sich aus Protest gegen den irakischen Überfall im Hungerstreik befinden.
