Friday, December 9, 2022
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Vereitelter Komplott zur Ermordung des saudischen Botschafters in Washington: Die Rolle der islamischen Revolutionsgarden-Qods Einheiten

WASHINGTON, 17. Oktober/PR Newswire-US Newswire – Am Freitag, den 14. Oktober 2011 hielt das Komitee für die Iran Politik (IPC) eine Pressekonferenz im Nationalen Presseclub ab. Das Ziel der Veranstaltung war die Aufdeckung einer Operation der iranischen Qods Einheiten im internationalen Terrorismus, vor allem bei der verhinderten Ermordung von Adel al-Jubeir, dem saudischen Botschafter in den USA.

 

Die USA begannen am 11. Oktober ein Strafverfahren im südlichen Bezirk von New York gegen  Masour Arbabsiar, einem 56 Jahre alten, in den USA eingebürgerten US Bürger, der sowohl einen Iranischen wie US Ausweis hat und gegen Gholam Shakuri, einem aus dem Iran stammenden Mitglied der iranischen Revolutionsgarden-Qods Einheiten (IRGC-QF). Im Oktober 2007 verbot das US Finanzministerium die Qods Einheiten für ihre Unterstützung der Taliban und anderen terroristischen Organisationen.
 
Wenn man die Rolle der IRGC-QF aus rechtlicher und politischer Sicht bei dem terroristischen Komplott betrachten will, dann muss die IPC folgende Personen einladen: Michael B. Muckasey, Staatsanwalt der USA von 2007-2009, Alireza Jafarzadeh, Präsident der Berater für strategische Politik und Autor des Buches Die iranische Bedrohung: Präsident Ahmadinejad und die kommende Atomkrise sowie Professor Raymond Tanter, den Präsidenten des IPC und früheres hochrangiges Mitglied des Beraterstabes des Nationalen Sicherheitsrates von 1982-1983.

Jafarzadeh zeigt die Struktur der IRGC-QF auf. Bei seiner Analyse demonstrierte er die Beteiligung hochrangiger iranischer Führungspersonen bei dem Komplott. Er sagte, dass der IRGC-QF Kommandeur Qasem Solemani „direkte Anweisungen vom iranischen obersten Führer Ali Khamenei und seinem Büro erhält.“ Das Finanzministerium klagte Soleimani am 11.Oktober mit der Anweisung 13224 für die Koordinierung zur Ermordung des saudischen Botschafters an und machte weitere Vertreter der Qods Einheiten für die Planung der Operation verantwortlich.

 „Entscheidungen über terroristische Operationen werden auf den höchsten Ebenen des iranischen Regimes getroffen und hochrangige Vertreter sind daran beteiligt, die unter der Kontrolle des obersten Führers Khamenei stehen“, so Jafarzadeh.

In Bezug auf den Komplott sagte Staatsanwalt Mukasey:“ Wenn man aus dem Verbrechen des iranischen Regimes eine Lehre ziehen will, dann sollte diese Gelegenheit genutzt werden, um die MeK (Mojahedin von Khalq, welche vom Außenministerium als terroristische Vereinigung gelistet ist) zu delisten, um zu zeigen, dass sich unser Land nicht mehr an den Verbrechen des Regimes beteiligen will, sondern einen Regimewandel wünscht. Zudem ist die fortgesetzte Listung rechtlich nicht mehr zu rechtfertigen. Es gibt keine Fakten, die MeK weiterhin auf der Liste zu belassen.“

Um aufzuzeigen, wie tief die Strukturen bei dem Komplott waren, ist es nötig, zu beleuchten, ob die islamische Republik direkt oder indirekt über Verbindungsleute beteiligt war. Dazu sagte Professor Tantert:“ Im Juni 1996 nutzte die IRGC die Hisbollah in Saudi Arabien, um einen Komplex mit dem Namen Khobar Türme in die Luft zu sprengen, bei denen 19 Mitarbeiter des US Militärs starben. Während sich die ersten Berichte auf die Hisbollah konzentrierten, wurde später deutlich, dass das iranische Regime hinter den Anschlägen stand. Der frühere Direktor des FBI, Louis Freeh, sagte dazu in einem Buch des Iranischen Politikkomitees, in dem es um die Terrorlistung der iranischen Dissidentenorganisation ging:“ Es wurde deutlich, dass der Angriff zwar von der Hisbollah in Saudi Arabien durchgeführt, jedoch von der IRGC organisiert, geplant, finanziert und vorbereitet wurde. Sie gaben ihnen die Ausweise für diese Operation. Sie finanzierten sie. Der General der IRGC saß in der iranischen Botschaft in Damaskus und gab ihnen ihre Ausweise.“

Professor Tanter ergänzte:“ FBI Direktor Freeh hatte Beweise, dass eine US Administration die Verfolgung der IRGC für Verhandlungen mit dem iranischen Regime aufgab, was symptomatisch für den Triumph der Hoffnung über die Erfahrung gewesen sei. Trotz dieser Vergangenheit sieht es so aus, als hätte die Obama Administration damit begonnen, zentrale Schritte gegen die IRGC-QF in ihrer Rolle bei der geplanten Ermordung zu unternehmen. Daher sollten jetzt auch die Schritte unternommen werden, die 2009 nur rhetorisch erfolgten. Dazu zählt die Delistung der Mojahedin von Khalq und anderer iranischer Organisationen, wie den Nationalen Widerstandsrat Iran. Solche Schritte würden das Regime genauso treffen, wie Sanktionen gegen dessen Zentralbank oder im Energiesektor.

Quelle Komitee für die Iran-Politik (IPC – Iran Policy Committee)