Tuesday, January 31, 2023
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Versammlungen und Proteste in iranischen Städten


Iran Protest-Nr. 147
In Unterstützung der Menschen in Mahabad in der 66. Nacht des Aufstands
Am Sonntagabend am 20. November 2022 in der 66. Nacht der Erhebung haben die Menschen in Mahabad sich weiter gegen die repressiven Kräfte widersetzt mit einer großen Zahl, die auf den Straßen war. An diesem Abend war das Knallen von Schüssen in verschiedenen Teilen Mahabads zu hören.

In anderen Städten haben Menschen zur Unterstützung von Mahabad demonstriert zum Teil mit dem Anzünden von Feuer und dem Aufstellen von Barrikaden in den Straßen. In den letzten beiden Nächten war das IRGC in großer Zahl in Bukan und Mahabad anwesend und man konnte in verschiedenen Teilen dieser Städte Schüsse hören.

In Piranshahr versammelten sich die Menschen vor dem städtischen Krankenhaus, um das Verschwinden des Leichnams des 16jährigen Qader Shokri zu verhindern, der von Regimekräften ermordet worden war. Es wurde gerufen: „Tod für Khamenei“.
In Payeh, Marivan und Javanrud haben die Menschen nächtliche Proteste veranstaltet. Auch hier hörte man die Schüsse aus jeweils verschiedenen Stadtteilen.

In Teheran haben Jugendliche in verschiedenen Bezirken nächtliche Demonstrationen abgehalten, so in Abdol Abad, Haft Hoz, Chitgar, Ekbatan, Valiasr, Teheranpars, Shariati und Ferdosi Boulevard, und skandiert: „Tod dem Diktator“ und „Tod für Khamenei“. Sie haben auch zur Unterstützung von Mahabad gerufen: „Mahabad, Kurdistan sind Modelle für den ganzen Iran“ und „Von Mahabad bis Teheran, ich opfere mein Leben für den Iran“.

Auch haben sich in Teheran am dritten Tag der Gedenkzeremonie für die Märtyrerschaft Hamid Reza Rouhis Menschen versammelt und auf dem Behesht Zara Friedhof demonstriert und skandiert: „Wir schwören beim Blut unserer Kameraden, dass wir bis zum Ende weitermachen“ und „Kurdistan und Zahedan sind die Patrioten des Iran“.

Repressive Kräfte griffen Teilnehmer an der Zeremonie an und schlugen sie und verhafteten einige.
In Kermanshah, Isfahan, Shiraz, Urmia, Rasht, Dschavanrud, Sanandadsch, Bukan, Kamyaran, Sardasht, Marivan, Paveh, Mahabad, Maschhad, Buschehr, Dezful, Takab, Ghom, Mohammadabad Karadsch und Fardis Karadsch hat das Volk nächtliche Proteste veranstaltet und Schlag und Lauf Auseinandersetzungen mit den repressiven Kräften begonnen.

In Kermanshah schossen kriminelle Agenten auf die Menschen. In Kamyaran riefen die Leute bei den nächtlichen Protesten: „Mahabad ist nicht allein, Kamyaran kommt ihm zu Hilfe“.
Die staatliche Webseite Asr-Iran („Nachmittag des Iran“) zitierte Morad Elyaspour, den Gouverneur des Verwaltungsbezirks Semirom, am 20. November mit der Äußerung: „Im Laufe der drei Tage der Unruhen in Semirom hat die Polizei und das IRGC Hilfstruppen aus den zentralen Hauptquartieren angefordert.

Randalierer holten das Auto des Freitagsprediger Imams aus seinem Amt und setzten es in Brand. … Manche haben die Verwaltungsgebäude von Semirom angegriffen, darunter die der Stadtverwaltung, des Seminars, der Ausstattungsabteilung und mehrerer Banken und daran eine Menge Schaden verursacht, besonders in der Stadtverwaltung“.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
21 . November 2022