Wednesday, December 7, 2022
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Verschärfung des Drucks und der Folter auf inhaftierte Unterstützer der PMOI und Familienangehörige von Bewohnern aus Ashraf

Das inhumane klerikale Regime hat den physischen und psychologischen Druck und Folterungen an politischen Gefangenen verstärkt, welche die PMOI unterstützen.
Der Gesundheitszustand von Frau Zahra Mansouri (60), eine politische Gefangene und Unterstützerin der PMOI, die im Evin Gefängnis inhaftiert ist, hat sich nach einer komplizierten Operation verschärft, weil ihr notwendige Medizin versagt wird.

Die Henker des Regimes verweigerten ihr, dass ihr Arzt weiterhin Medikamente verschreibt, die ihre epileptischen Anfälle begrenzen und die für ihr Wohlergehen elementar wichtig sind. Zahra Masouri, die Familienangehörige in Ashraf hat, wurde zuerst zu zwei Jahren Haft verurteilt. Ihre Strafe wurde dann auf fünf Jahre ausgedehnt, weil sie die „nationale Sicherheit“ bedroht.

Am 26.November ließ die Gefängnisleitung ihren Bruder Mohammad Ali Mansouri in Handschellen und Fesseln vom Gohardasht Gefängnis in Karaj zum „Revolutionsgericht“ nach Teheran bringen. Dort wurde er zu einer Strafe in Höhe von 1,5 Millionen Rial verurteilt (knapp 100 Euro). Er wurde dabei einer peinlichen Leibesvisitation unterzogen und gezwungen, dreckige Gefängniskleidung zu tragen, an denen er diversen Krankheiten bekommen könnte.

Mohammad Ali Mansouri war bereits in den 80er Jahren ein politischer Gefangener und er hat Familienmitglieder in Ashraf. Er wurde im September 2007 bei einer Gedenkfeier für 30.000 hingerichtete politische Gefangene bei den Massakern in den 80er Jahren verhaftet. Aufgrund seiner Verbindungen zur PMOI bekam er 17 Jahre Haftstrafe und eine Verlegung nach Gohardasht ins Exil, sowie die 1,5 Mio. Rial Strafe. Während der letzten fünf Jahre wurde er mehrfach gefoltert und saß in der Zelle 209 des Evin Gefängnisses sowie in Zelle 1 in Einzelhaft. Diese ist unter den Gefangene als „Hundehütter“ bekannt. Ebenso saß er in Sektion 12 in Zelle 4 im Gohardasht Gefängnis.

Bereits zuvor wurde der krebskranke politische Gefangene Mohammad Banazadeh Amirkhizi nach langer Verzögerungstaktik in ein Krankenhaus verlegt. Dort mußte er im Krankenbett weiterhin Gefängniskleidung tragen und bekam Handschellen und Fesseln angelegt. Um den Druck auf den 66 Jahre alten Vater zu erhöhen, wurden die Fesseln nicht gelöst und bei Einlieferung und Ausweisung aus dem Krankenhaus mußte er degradierende Leibesvisitationen erdulden. Banazadeh war vor seiner Verhaftung im Dezember 2009 ein bekannter Händler. Er wurde verhaftet, weil er mit seiner Tochter in Ashraf telefonierte und bekam dafür fünf Jahre Haft. Drei Familienmitglieder von ihm wurden in den 80er Jahren für ihre Unterstützung der PMOI hingerichtet. Seine alte Mutter, seine Frau und zwei seiner jüngeren Brüder wurden ebenfalls für den Besuch ihrer Kinder in Ashraf inhaftiert und gefoltert. Seine Schwester Kobra (58) wurde ebenfalls aus den gleichen Gründen zu fünf Jahren Haft verurteilt und sitzt zur Zeit im Evin Gefängnis. Sie verlor nach der Folter ein Auge und ihr anderes Auge ist durch fehlende medizinische Hilfe so geschädigt, dass es am Rande zur Erblindung ist.

Der iranische Widerstand warnt vor der Intensivierung des Drucks und der steigenden degradierenden Behandlung von politischen Gefangenen, darunter politischen Gefangenen, welche die PMOI unterstützen und Familienangehörige aus Ashraf haben. Er ruft alle internationalen Gremien und Menschenrechtsverteidiger, insbesondere den Hochkommisar für Menschenrechte und die Sonderbeauftragten für willkürliche Verhaftungen und für die Menschenrechtslage im Iran auf, eine Untersuchungskommision zu entsenden, welche die Bedingungen in den Gefängnissen im Iran untersucht, vor allem die der politischen Gefangenen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

28. November 2012