Friday, December 9, 2022
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Verschwörungen des iranischen Regimes gegen Ashraf verhindert

AchrafEin Aufruf zur Verurteilung der psychologischen Kriegsführung und der unterdrückenden Maßnahmen durch das iranische Regime und das irakische Komitee gegen die Bewohner von Ashraf und ihre Familien

Wieder einmal sind die Bemühungen des iranischen Ministeriums für Information und Sicherheit (MOIS) gescheitert, die Familienbeziehungen und Gefühle der Bewohner von Ashraf zu nutzen, um Druck auf sie auszuüben, gescheitert. Der iranische Widerstand hat währenddessen einige Details dieser unterdrückenden Maßnahmen den internationalen Menschenrechtsorganen und –organisationen mitgeteilt, damit sie die psychologische Kriegsführung verurteilen, welche eine systematische Menschenrechtsverletzung darstellen:

1- Am 31. Oktober erreichte das irakische Regierungskomitee für die Unterdrückung von Ashraf zusammen mit einigen iranischen und irakischen Untergebenen des klerikalen Regimes den Eingang von Camp Ashraf. Die Agenten gaben sich als Journalisten aus und wurden von einem Bus voller Familienmitgliedern und Verwandten der Bewohner von Ashraf begleitet. Der Bus wurde von einer Abteilung des Ministeriums für Geheimdienste und Sicherheit in Isfahan angeheuert (die so genannte Nejat Vereinigung). Am Eingang präsentierten sie eine Liste der Bewohner, welche sie vor dem Camp sehen wollten. Die Bewohner von Ashraf antworteten darauf, dass jeder, der an einem Familienbesuch interessiert wäre, gerne in das Camp kommen kann. Die irakischen Behörden lehnten jeden Zugang ab.

Seit 2003 bis Ende 2008 konnten alle Familienangehörigen, die nach Ashraf kamen, ihre Angehörigen besuchen, egal ob sie aus dem Iran oder aus anderen Länder kamen. Sie konnten das Camp frei betreten.

2- Es wurde schnell deutlich, dass das MOIS schon in Isfahan den Familien verboten hatte, Ashraf zu betreten, aus Angst davor, dass sie von ihren Verwandten im Camp ermutigt werden könnten und die Wahrheit des Sinnes ihrer Reise verraten würden. Die Mullahs wollten die Familienangehörigen gegen die Bewohner von Ashraf einsetzen. Durch Einschüchterung und Bestechung wurden die Familien dazu gebracht, ihre Familienangehörigen im Camp zur Aufgabe und zur Rückkehr in den Iran zu bewegen. Wenn die Bewohner von Ashraf nicht zustimmen, ihre Verwandten vor dem Camp zu sehen, dann würden dies die Mullahs nutzen, um weitere Propagandakampagnen gegen die Bewohner zu starten. Eine Desinformationskampagne wird schon lange von den Mullahs benutzt, um politische Unterdrückung zu rechtfertigen, die dann wiederum als Vorwand für Angriffe und Ermordungen hinhalten müssen.

3- Dementsprechend brachte das irakische Komitee zur Unterdrückung von Ashraf einige Reporter von Nachrichtendiensten des iranischen Regimes und eine Anzahl von MOIS Agenten zum Eingang vor Ashraf. Die Reporter waren von Al-Aalam TV, dem Nachrichtensender des iranischen Regimes in arabischer Sprache, Al Forat TV (steht mit der Badr Organisation und den terroristischen Qods Einheiten des Regimes in Verbindung) und dem staatlichen al-Irakiye TV. Interessant, dass all diese Reporter Zugang nach Ashraf bekamen, obwohl seit 10 Monaten, außer ein paar ausgewählten Reportern, niemand das Camp betreten durfte.

4- Seit den ersten Momenten haben die staatlichen Medien aus dem Iran und dem Irak eine Propagandakampagne begonnen, in der sie behaupten, dass die PMOI ihre Verwandten nicht sehen wollen. Doch letztendlich wurde nach fünf Tagen der Plan des iranischen Regimes durchschaut und die Bewohner machten ein rationales und menschliches Angebot, welches den Familien erlaubte, sie zu besuchen. Das MOIS und das irakische Komitee waren nun gezwungen, die Familien nach Interventionen von internationalen Organisationen und dem irakischen Menschenrechtsministeriums nach Ashraf zu lassen. Die Familien trafen ihre Verwandten vom 4. bis 5. November.

5- Während die Familienmitglieder die Bewohner von Ashraf besuchen konnten, erklärten sie ihnen, dass das MOIS und die Nejat Vereinigung ihre Reise nach Ashraf organisiert habe. Sie wurden in Teheran von den MOIS Agenten instruiert, alles dafür zu tun, damit sie ihre Verwandten aus Ashraf holen und in den Iran zurück bringen, ansonsten würden sie nach ihrer Rückkehr in den Iran zur Rechenschaft gezogen werden.

6- MOIS Agenten brachten die Familien vom Teheraner Flughafen an einen Aufenthaltsort in Bagdad und beobachteten sie die ganze Zeit. Zwei Tage später wurden die Familien an irakische Agenten der iranischen Regimes übergeben und neben einem irakischen Batallion am Eingang von Ashraf postiert.

7- Die Namen der MOIS Agenten, welche die Familien in Isfahan unterwiesen, waren: Ghassem Baba Safati, Siamack Hatami, Reza Sadeghi, Hossein Rezvani, Ramazan Ali Saeedi und Majid Amini. Das iranische Regime plant, weitere Gruppen von Familien aus anderen Städten des Iran zu schicken.

8- In einem schmutzigen psychologischen Krieg haben die MOIS Agenten die Familien mit Tonnen von Fehlinformationen über die PMOI, die Bewohner von Ashraf und ihre Verwandten bombardiert. Doch nachdem die Familien ihre Angehörigen besuchten und Augenzeuge der Realitäten in Ashraf wurden, wurde ihnen der ruchlose Charakter der Behauptungen der Mullahs deutlich.

9- Während ihres Aufenthaltes vor und im Camp wurden die Familien ständig über ihre Mobiltelefone von den MOIS Agenten aus Teheran belästigt und forderten sie auf, Informationen über ihren Zustand zu geben und wiesen sie an, die PMOI und die Bewohner von Ashraf zu provozieren. Die Namen der Regimeagenten, die aus dem Evin Gefängnis und von Hotels in Bagdad anriefen und deren Anrufe manchmal stundenlang gingen, sowie detaillierte Anruflisten und Zahlungen, die an sie gingen, liegen uns vor und können veröffentlicht werden. Jedem wurde ein Sonderbonus versprochen, wenn es ihm gelingt, einen Bewohner von Ashraf dazu zu bewegen, das Camp zu verlassen und in den Iran zurück zu gehen. Daher wollten die irakischen Agenten ständig herausfinden, ob jemand bereit wäre, in den Iran zu gehen.

10- Das Nutzen von Agenten des MOIS verkleidet als Familien, das Ausnutzen der Armut der Familien und die Geiselnahme von Familienmitgliedern sind Taktiken, die das iranische Regime gegen Ashraf benutzt. 200 Familienmitglieder, die das Camp in den letzten Jahren besucht hatten, wurden bedroht, verhaftet, gefoltert und teilweise zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Weiterhin fährt das iranische Regime damit fort, die Wohnungen und Häuser der Familien von Ashrafbewohnern im Iran zu durchsuchen, um die Angehörigen für den Besuch ihrer Verwandten zu schlagen oder zu verhaften. Der Besuch von Ashraf gilt zudem im Iran als Straftat.

Am 16. Januar 2009 wurde eine Gruppe von 16 Familienangehörigen, die ihre Kinder in Ashraf unabhängig von einer vom MOIS organisierten Tour besuchen wollten, am Flughafen von Teheran verhaftet. Viele von ihnen waren alte Menschen. Sie wurden geschlagen und direkt vom Flughafen in Einzelhaft im Zellentrakt 209 des Evingefängis verlegt und eine Vielzahl von ihnen zu langen Haftstrafen verurteilt. Später wurden dann ihre Wohnungen durchsucht und von unterdrückenden Einheiten des Regimes verwüstet. Einige der Familienmitglieder sitzen immer noch in Evin.

11- Wie viele Ashrafbewohner bereits zuvor erklärt haben, sind ihre Familienangehörigen stets willkommen. Doch das Recht dazu wurde ihnen von iranischen Regime und seinen Agenten im Irak verboten, besonders durch das irakische Komitee zur Unterdrückung von Ashraf. Seit Anfang des Jahres, nach dem Übergang der Sicherheit an die irakischen Einheiten, wurde eine illegale und inhumane Blockade gegen das Camp verhängt und der Zugang von Familienmitgliedern, Anwälten, Juristen, Menschenrechtsaktivisten, irakischen und europäischen Parlamentariern, Reportern und Arbeitern, die lange Jahre lang in Ashraf arbeiteten, verboten. Dies geschieht, obwohl eine Resolution des EU Parlamentes vom 24. April die irakische Regierung aufruft, die Rechte der Bewohner von Ashraf im Rahmen der vierten Genfer Konvention zu respektieren, die Blockade zu beenden und von jeglicher gewaltsamen Umsiedlung oder Ausweisung der Bewohner des Camps abzusehen.

12- Der iranische Widerstand ruft den UN Generalsekretär, den UN Hohekommisar für Menschenrechte und die UN Hilfsmission im Irak (UNAMI), die Menschenrechtsgremien und –organisationen, sowie den US Botschafter im Irak sowie den Kommandeur der US Streitkräfte im Irak auf, die inhumanen und unterdrückenden Maßnahmen gegen die Bewohner von Ashraf und ihrer Familien zu verurteilen und die irakische Regierung aufzufordern, entsprechend ihrer Pflichten und internationalen Verpflichtungen zu handeln und die inhumane und kriminelle Blockade von Ashraf zu beenden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
10. November 2009