Tuesday, January 31, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteVertreter des iranischen Geheimdienstministeriums (MOIS) treffen sich in Teheran mit Sonderbeauftragten des...

Vertreter des iranischen Geheimdienstministeriums (MOIS) treffen sich in Teheran mit Sonderbeauftragten des UN Generalsekretärs und sprechen über die Bewohner von Ashraf

Gespräche und Einmischen des iranischen Regimes in der Ashraf-Frage sind illegal und eine rote Linie für die Bewohner

NWRI – Ein Bericht aus Teheran zeigt, dass sich Vertreter des Geheimdienstes der Mullahs (als Nejat Vereinigung getarnt) mit Martin Kobler, dem Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für den Irak, im Hotel Laleh getroffen haben und dass sie dort die Auslieferung einer Gruppe von Bewohnern aus Ashraf an das Mullahregime gefordert haben.

 

Der Sonderbeauftragte traf eine Reihe von MOIS Agenten, die sich als Familienmitglieder der Bewohner von Ashraf ausgaben und diskutierten mit ihm und Vertretern des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Teheran. Der iranische Widerstand hat mehrfach, auch vor dem Besuch von Kobler in Teheran, jeden Dialog und das Einmischen des Mullahregimes in der Ashraf-Frage als illegal, inakzeptable und eine Verletzung mehrerer internationaler Abkommen und als rote Linie für die Bewohner von Ashraf dokumentiert.
 
Der Ableger des Ministeriums für Geheimdienste, die sogenannte Nejat Vereinigung, versucht, den Druck auf die Bewohner in Liberty durch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes, die UN und Briefe angeblicher Familienmitglieder zu erhöhen und dadurch Informationen und Spionage zu betreiben. Dabei ist es ausschließlich das iranische und das irakische Regime, welches Familienmitgliedern untersagt, ihre Verwandten zu besuchen und diese Praxis gilt immer noch.

Bis 2008, als Ashraf unter dem Schutz der US Streitkräfte stand, konnten Familienangehörige aus dem Iran und anderen Staaten nach Ashraf gehen und dort ihre Verwandten besuchen, so lange sie es wollten. Aber seit Anfang 2009 hat die irakische Regierung nicht nur Familienmitgliedern verboten, in den Irak und nach Ashraf zu gehen, es wurden einige MOIS Agenten unter dem Deckmantel von Familienangehörigen vor Ashraf postiert und diese folterten die Bewohner 28 Monate lang psychologisch.

Eine große Zahl von Familienangehörigen der Bewohner von Ashraf sitzen wegen ihrer Reisen nach Ashraf oder der Kontaktaufnahme ihrer Kinder in Haft. Im Mai wurde eine Liste von 177 Iranern an internationale Organisationen überreicht, welche im Iran aus diesem Grund inhaftiert sind.

Die Bewohner von Ashraf und Liberty haben mehrfach gesagt, dass sie weder das Internationale Komitee des Roten Kreuzes noch UNAMI brauchen, um mit ihren Familienangehörigen in Kontakt zu treten. Wenn diese Organisationen den Bewohnern wirklich helfen wollen, dann sollten sie besser die psychologische Folter der irakischen Regierung verurteilen und den Familienangehörigen erlauben, dass sie nach Ashraf gehen können oder für ihre Entlassung aus den Gefängnissen sorgen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
11. Mai 2012