Thursday, February 9, 2023
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Volksfest gegen Ahmadinedschad in Paris: Iranischer Widerstand versammelt 70.000 Menschen

Supporters attended a rally in support of Maryam Rajavi, head of the National Council of Resistance of Iran, and the People's Mujahideen Organisation of Iran near Paris on Saturday. (Handout via Reuters)
Iraner aus den Vereinigten Staaten und Europa forderten bei der Kundgebung im Pariser Norden die Streichung der PMOI von den Terrorlisten

Am Samstag, dem 28.Juni, versammelten sich mehr als 70 Tausend Iraner, um ihrer Unterstützung für den Iranischen Widerstand und seiner gewählten Präsidentin, Maryam Rajavi, in den Ausstellungshallen im Pariser Norden Ausdruck zu verleihen. Die Menschenmassen unterbrachen Frau Rajavi bei ihrer 90 minutigen Rede mehrfach durch Zurufe und standing ovations. In Ihrer Ansprache sagte Maryam Rajavi: „Der Sturz der Mullahs ist in Reichweite. Sie sind jetzt weder politisch noch religiös legitimiert. Sie haben sich den Zorn des iranischen Volkes zugezogen. Heute können sie sich nur noch auf eine unbedeutende Minderheit stützen, die im Wesentlichen aus den Islamischen Revolutionären Garden (IRGC), den Basij Einheiten und dem berüchtigten Ministerium für Staatssicherheit besteht. Sie alle zusammen machen noch nicht einmal drei Prozent der Gesamtheit der iranischen Gesellschaft aus.“

An der Kundgebung nahmen Vertreter aller iranischen Exilgruppen teil, die in einer Vielzahl von Ländern in Europa, den Vereinigten Staaten und Kanada leben. Sie alle bekräftigten ihre Unterstützung für die iranischen Volksmojahedin und ihre Mitglieder in Ashraf City im Irak, als das Rückgrat des Iranischen Widerstandes gegen das Regime der Mullahs. Sie forderten von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, sofort die ungerechte Brandmarkung der PMOI als Terroristen aufzuheben.

An der Kundgebung nahmen fast 1.000 Parlamentarier und Persönlichkeiten des politischen, religiösen und kulturellen Lebens sowie Rechtsexperten aus europäischen Ländern, den Vereinigten Staaten, Kanada und arabischen Ländern wie Irak, Libanon, Jordanien, Ägypten, Marokko, Tunesien und Algerien teil.

Frau Rajavi äußerte in ihrer Rede: „Das ungerechte Terrorlabel, das der PMOI angehängt wurde, hat uns, unserer Nation, den Menschen im Irak und im Mittleren Osten viel Unglück gebracht. Nicht zuletzt von denen, die mit den Kränen beschrieben werden, an denen Iraner in iranischen Städten aufgehängt werden, und von denen Terrorangriffe und Blutvergießen im Libanon, in Palästina und Afghanistan ausgehen.“ Sie fügte hinzu, dass die westlichen Regierungen die meiste Unterstützung für den größten staatlichen Sponsor des Terrorismus in der Welt geliefert hätten, indem sie die PMOI als Terroristen an den Pranger stellten. Deshalb wird die Streichung der PMOI von der Liste nicht nur den Weg für einen demokratischen Wandel im Iran öffnen, sondern auch mit der verheerenden und fehlgeleiteten politischen Haltung dem iranischen Regime gegenüber und der Expansion von Terrorismus und Fundamentalismus in der Welt aufräumen. „Der iranische Widerstand hat weder die USA noch irgendein anderes Land darum gebeten, ihre Söhne und Töchter zum Kampf mit den Mullahs zu entsenden. Wir fordern die Aufhebung der Terrorstigmatisierung des iranischen Widerstandes, der durch die Unterdrückung der Mullahs 120.000 Menschen verloren hat. Nehmt der Welt nicht das wirksamste Mittel im Kampf gegen den religiösen Faschismus und Terrorismus weg. Stellt Euch anstelle dessen an die Seite derer, die dem iranischen Volk die Freiheit bringen können.“

Die vom iranischen Widerstand gewählte Präsidentin erwähnte in ihrer weiteren Rede „Die Erklärung von drei Millionen irakischen Schiiten, die wieder darauf eingeht, dass ‚die PMOI das Bollwerk gegen die Einmischung der Mullahs im Irak ist und dem irakischen Volk beisteht’“. Davon wurde so wie sie hinzufügte, das Mullahregime schockiert, das sich als der Repräsentant der Schiiten sieht und danach handelt. Die Iraker brachten in ihrer Erklärung zum Ausdruck, dass die PMOI ebenfalls die Zunahme von Terrorismus und Fundamentalismus verhindere.

Nichtsdestotrotz hat die iranische Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte solche Proteste durchlebt, wie sie heute an der Tagesordnung sind, fügte Frau Rajavi hinzu. In den vergangenen drei Jahren gab es jährlich durchschnittlich 4.700 Protestaktionen.

Frau Rajavi führte weiter aus: „Die Zukunft Irans, für die wir kämpfen, wird eine Gesellschaft sein, in der es für alle iranischen Bürger Rede-, Glaubens-, Religions- und Bekleidungsfreiheit und freien Zugang zu Informationen gibt. Jeder wird vor dem Recht gleich sein.“ Eine Delegation der britischen Legislative mit 15 Teilnehmern aus beiden Häusern, darunter Lord Waddington, der frühere Innenminister, Lord Corbett und Baroness Gould brachten ihre Solidarität mit dem iranischen Widerstand und ihrer gewählten Präsidentin zum Ausdruck und gratulierten der PMOI, dass sie in Britannien von der Terrorliste gestrichen wurde. Sie wiederholten ihre Überzeugung, dass die einzige Lösung des iranischen Problems ein demokratischer Wandel durch das Volk und die Opposition sei, so wie es Frau Rajavi vorgeschlagen habe.

Eine Delegation von 20 europäischen Parlamentsmitgliedern unter der Leitung von Dr. Alejo Vidal-Quadras, dem Vize-Präsidenten des Europäischen Parlaments, hob ihr Versprechen hervor, die PMOI und den Nationalen Widerstandsrat Iran zu unterstützen und daran zu arbeiten, dass die PMOI von der europäischen Terrorliste gestrichen werde. Eine Delegation mit 50 Teilnehmern aus dem Irak, darunter Führer politischer Parteien und Stammesoberhäupter sprachen sich für die Unterstützung der Menschen in Ashraf City aus. Die irakischen Würdenträger machten klar, dass sie die Mitglieder der PMOI als Mitglieder ihrer eigenen Familien betrachten und nicht zulassen werden, dass ihnen die Agenten der Mullahs auf irgendeinem Weg etwas antun. Im Bezug auf die Erklärung der 5,2 Millionen Iraker im Juni 2006 und von 3 Million irakischen Schiiten im Juni 2008 wiederholte die irakische Delegation: „Schiiten, Sunniten, Christen, Kurden, Araber und Türken im Irak unterstützen die PMOI einmütig und glauben, dass die Agenten des iranischen Regimes die einzigen sind, die ihnen Leid zufügen wollen.“

Eine andere Delegation aus 12 Parlamentariern und Persönlichkeiten kam aus Jordanien. Sie stimmten in den Ton der anderen Delegationen ein und boten ihre uneingeschränkte Unterstützung für den iranischen Widerstand: „Wir glauben, dass die PMOI der Gegenpol zum islamischen Fundamentalismus in der Region und im Iran ist.“

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
28. Juni 2008