StartNachrichtenMenschenrechteVorbereitungen und Aufmarsch bewaffneter Einheiten zum Massaker an den verbliebenen Bewohnern

Vorbereitungen und Aufmarsch bewaffneter Einheiten zum Massaker an den verbliebenen Bewohnern

Komplette Belagerung der Wohnquartiere – Abschalten der Stromversorgung

Massaker in Camp Ashraf – Medlung Nr. 25

Gegen 11 Uhr morgens (Ortszeit) haben irakische Truppen die Wohnbereiche der verbliebenen Bewohner durch das Aufbrechen der Schlösser an deren Eingang betreten. Begründet wurde die Aktion damit, dass die Bewohner dort angeblich Sprengstoff besäßen.

Die Soldaten der irakischen Bataillone, die eigentlich „für den Schutz der Bewohner“ zuständig sind, waren bereit, die verbliebenen Bewohner mit Waffen, Schlagstöcken und Eisenstangen anzugreifen. Am Ende sperrten sie alle Eingänge und Ausgänge zu und gepanzerte Humvee Fahrzeuge und bewaffnete Soldaten plazierten sich vor ihnen.

Die Bewohner sagten den Soldaten, dass jeglicher Zugang zu ihren privaten Bereichen nur in Anwesenheit von UN Personal oder Mitarbeitern der US Botschaft zu erfolgen hat. Daraufhin gingen die Soldaten gegen 12:30 Uhr zurück vor den Haupteingang des Wohnbereiches. Sie stationierten sich vor diesem Gebiet und stehen weiterhin in Bereitschaft, um die Bewohner anzugreifen.

Weiterhin wurden die gesamte Stromversorgung des Wohnbereiches der Bewohner unterbunden und auch der Zugang zu der Gemeinschaftsküche und anderen Orten im Süden des Wohnbereiches wurde abgesperrt.

Diese kriminelle Akte geschahen zeitgleich mit der Aushändigung der 52 Opfer des Massakers vom 1. September an die UN. Sie wurden auf Anfrage der UN an den Chef des Menschenrechtsbüros der UN in Bagdad und den Vertreter des Menschenrechtsbüros in Bagdad für eine Autopsie übergeben. Zuvor waren Fotos und Filme von jedem Opfer gemacht worden. Die Leichen kommen nun in ein Krankenhaus in Bakuba.

Alle Indikatoren weisen darauf hin, dass die irakische Regierung weiter angreifen und weitere Massaker verüben wird. Der UN Generalsekretär und das US Außenministerium müssen sofort eingreifen, um weitere Massaker an den verbliebenen Bewohnern zu verhindern und die Freilassung von sieben Bewohnern aus Ashraf zu erwirken, welche während des letzten Massakers als Geiseln genommen wurden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

3. September 2013