Monday, November 28, 2022
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Wachsender Druck auf Angehörige und Freunde der Volksmodjahedin (MEK) in den Gefängnissen des Mullah-Regimes

Der politische Gefangene Manouchehr Meymanat, ein 46jähriger Ingenieur, der im Jahre 2012 verhaftet wurde, nur weil er sich mit seiner Schwester, einem Mitglied der MEK, in Verbindung gesetzt hatte, befindet sich jetzt, im Exil-Gefängnis von Barozjan, in kritischem Zustand.

Er war angestellt bei der Autofabrik Saipa und wurde nach seiner Verhaftung in das berüchtigte Evin-Gefängnis gebracht. Die Henker des Regimes verurteilten ihn in einem unfairen Verfahren, bei dem ihm nicht die mindesten Rechte zugestanden wurden, zu vier Jahren Gefängnis im Exil, in Barozjan, einem der übelsten Exilgefängnisse des Regimes. Manouchehr Meymanat ist in einem 20 qm großen Raum zusammen mit 80 weiteren Häftlingen, die wegen Schmuggels verurteilt wurden, eingesperrt; sie liegen übereinander und entbehren jeglicher Hygiene und Betreuung.

Drei Mitglieder seiner Familie sind von dem klerikalen Regime des Iran ermordet wurden. Sein älterer Bruder Masoud wurde 1981 verhaftet und nach langen, schweren Foltern hingerichtet. Sein anderer Bruder Mahmoud wurde während des an politischen Häftlingen im Jahre 1988 verübten Massakers hingerichtet, und seine Mutter Akhtar Moulavi, eine Lehrerin, wurde im Alter von 55 Jahren 1988 von den repressiven Kräften des Regimes ermordet.

Unterdessen weigerte sich Ali Moezzi, ein politischer Gefangener und Freund der MEK, aus Protest gegen die repressiven Maßnahmen des Regimes und weil ihm ein faires Verfahren vorenthalten wird, zum zweiten Mal am 7. August, in einem Schauprozeß des Regimes zu erscheinen. Er schrieb an die Gerichte des Regimes: „Weil in den vergangenen Jahren einige meiner Landsleute durch ungerechte Revolutionsgerichte und ihre Befehle hingerichtet wurden, betrachte ich diese Schauprozesse mit ihren vorgefaßten Urteilen als bar jeglicher Legitimität, denn der Richter und die Beamten dieser Gerichte sind selbst schuldig.“

Ali Moezzi, der 63 Jahre alt ist, wurde am 15. Juni 2011 zum dritten Mal verhaftet – einige Tage nach seiner Operation, also noch in kritischem Zustand. Der Grund seiner Verhaftung war die Teilnahme an der Trauerfeier für Mohsen Dokmehchi, einen verhafteten Mojahedin, dem die Behandlung seiner Krebskrankheit verweigert und der im Gefängnis zu Tode gefoltert wurde. Ali Moezzi, der bereits in den 80er Jahren in Haft war, wurde in Teheran verhaftet, weil er seine beiden Kinder in Ashraf besucht hatte. Die Henkersknechte des Regimes enthalten ihm, um den Druck auf diesen politischen Gefangenen zu erhöhen, jegliche medizinische Behandlung vor; dabei leidet er an verschiedenen Krankheiten, darunter Krebs, schwerer Hals-Arthritis und Nieren-Defizienz; er ertrug sie schon in Jahren der Folter und Gefangenschaft in den Gefängnissen des Regimes.

Gholam Reza Khosravi-Savadjani, 47 Jahre alt, ebenfalls Gefangener bereits in den 80er Jahren, sieht seiner Hinrichtung entgegen – wegen finanzieller Unterstützung des Satellitenfernsehens des iranischen Widerstandes sowie – typisch für das Regime – der Moharebeh (Krieg gegen Gott) bezichtigt. Er sitzt seit 40 Monaten in Einzelhaft.

Der iranische Widerstand macht auf die Besorgnis erregende Situation politischer Gefangener aufmerksam, besonders auch auf den unmenschlichen Druck, der auf die Angehörigen und Freunde der Mojahedin ausgeübt wird, und fordert alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, besonders den Besonderen Berichterstatter zur Situation der Menschenrechte im Iran, auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um sich der Situation der politischen Gefangenen, darunter der Angehörigen und Freunde der Mojahedin und der Bewohner Ashrafs zuzuwenden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

12. August 2012