StartNachrichtenInternationalWarum das iranische Regime das South Pars Feld nicht ausbeuten kann

Warum das iranische Regime das South Pars Feld nicht ausbeuten kann


Am 3. Oktober markierte Scheich Tamim bin Hamad Al Khalifa, der Emir von Katar, den Beginn des Projekts zur Erweiterung der Gasförderung im South Pars-Feld, einer riesigen Erdgasressource, die Iran und Katar gemeinsam nutzen.

Dieses Feld, das im Iran als „South Pars Shared Field“ und in Katar als „North Dome“ bekannt ist, wurde 1971 entdeckt und ist nach wie vor das größte bekannte Gasfeld der Welt. Die Gasreserven dieses Feldes machen 19 % der gesamten bekannten Gasreserven der Welt aus. Die gemeinsame Gasproduktion Irans und Katars aus diesem Feld beträgt über 9 % der weltweiten Gasproduktion.

Im Jahr 2022 erwirtschaftete Katar mit South Pars einen Umsatz von über 42 Milliarden US-Dollar. Allerdings hat der Iran aufgrund der schädlichen Politik seines herrschenden Establishments Schwierigkeiten, auch nur ein Fünftel dieses Gasfeldes auszubeuten. Laut einem Bloomberg-Bericht investiert Qatar Energy, der weltweit größte Flüssiggasproduzent, 29 Milliarden US-Dollar, um die jährliche LNG-Produktionskapazität von 77 Millionen Tonnen auf 126 Millionen Tonnen zu erhöhen, indem bis 2027 mehr aus South Pars gefördert wird.

Die anfänglichen Gasreserven dieses Feldes belaufen sich auf 51 Billionen Kubikmeter, davon 14 Billionen in iranischen und 37 Billionen Kubikmeter in katarischen Gewässern. Etwa 70 % dieser Reserven können durch Druck gefördert werden, was dem Dreifachen der gesamten Gasreserven der Vereinigten Staaten, dem derzeit größten Gasproduzenten der Welt, entspricht. Darüber hinaus lagern in diesem Feld 50 Milliarden Barrel Gaskondensate (Ultraleichtöl).

https://x.com/iran_policy/status/1714301238974763189?s=20

Katar begann zehn Jahre vor dem Iran mit der Gasförderung aus diesem gemeinsamen Feld. Katar hat über 2,8 Billionen Kubikmeter kommerzielles Gas gefördert, bei dem es sich um reines Methan handelt. Andererseits behauptet das Regime im Iran, 2 Billionen Kubikmeter Rohgas aus dem South-Pars Feld gefördert zu haben. Aufgrund der unzuverlässigen Aussagen des Regimes bleibt jedoch unklar, wie viel von diesem Gas reines Methan ist und wie viel tatsächlich Wasser und andere schwere Gase sind.

Katar wandelt jährlich 114 Milliarden Kubikmeter des in diesem gemeinsamen Feld geförderten Gases in Flüssiggas (LNG) um. Sie exportieren davon etwa 20 Milliarden Kubikmeter über Pipelines in die Emirate auf internationale Märkte und verbrauchen selbst über 36 Milliarden Kubikmeter.

Mit der Einführung neuer Phasen im Jahr 2005 holte der Iran fast genauso viel aus diesem gemeinsamen Feld heraus wie Katar. Dies machte etwa ein Drittel des iranischen Inlandsverbrauchs aus und beinhaltete Exporte von 18 Milliarden Kubikmetern in die Türkei und in den Irak.

Im Jahr 2005 stoppte Katar vorübergehend die Entwicklung neuer Phasen im gemeinsamen Gasfeld South Pars, um mögliche Gasdruckabfälle abzuschätzen. Diese Verzögerung dauerte etwa ein Jahrzehnt. Im Jahr 2017 nahmen sie jedoch ihre Entwicklungsprojekte wieder auf und unterzeichneten Verträge im Wert von 29 Milliarden US-Dollar mit großen globalen Ölkonzernen wie Total aus Frankreich, ExxonMobil aus den USA, Shell aus Großbritannien und den Niederlanden sowie Eni aus Italien. Diese Verträge zielten darauf ab, bis 2026 jährlich 65 Milliarden Kubikmeter Gas und 450.000 Barrel Gaskondensate zu fördern, was den ursprünglichen Plänen Katars entsprach.

Darüber hinaus hat Katar vor einigen Monaten einen 10-Milliarden-Dollar Vertrag mit Technip abgeschlossen, um in Katar zwei Gasverflüssigungsanlagen mit einer Jahreskapazität von jeweils 16 Millionen Tonnen, was 21 Milliarden Kubikmetern entspricht, zu errichten.
Allerdings hatten die South-Pars Reservoirs im Iran bis letztes Jahr einen Druck von 120 Atmosphären. Offizielle Statistiken des Erdölministeriums des Regimes zeigen, dass sie in diesem Jahr in die zweite Hälfte ihrer Lebensspanne eingetreten sind und der Druck jedes Jahr um sieben Atmosphären abnimmt. Folglich wird die Produktion jährlich um 10 Milliarden Kubikmeter zurückgehen.
Aufgrund der weltweiten Verbreitung des Terrorismus durch das Regime, der Menschenrechtsverletzungen, der Bemühungen zum Erwerb von Atomwaffen und Raketenprogrammen sowie der internationalen Sanktionen wurden die Erschließung und Ausbeutung dieses Gasfeldes durch den Iran gestoppt und verzögert.

 

https://x.com/iran_policy/status/1695540368819749277?s=20
Große Ölkonzerne wie Total haben ihre Verträge mit Teheran gekündigt. Darüber hinaus fehlt dem Iran die für diese Aufgabe erforderliche Technologie und die Produktion seiner vorhandenen Bohrlöcher ist aufgrund des sinkenden Gasdrucks zurückgegangen. Für die Erschließung von Gasfeldern im Meer sind 20.000-Tonnen Plattformen erforderlich, die 15-mal größer sind als die derzeitigen Plattformen Irans und es werden riesige Kompressoren benötigt, die aufgrund von Sanktionen nicht beschafft werden können. Das Ergebnis ist klar: Katar fördert und nutzt dieses Gasfeld fünfmal mehr als der Iran.

Wäre eine konventionelle Regierung an der Macht, hätte Iran als zweitgrößter Besitzer von Gasreserven weltweit nach Russland das Potenzial, nicht nur seinen inländischen Gasbedarf angemessen zu decken, sondern könnte unter den gegenwärtigen globalen Bedingungen auch zum weltweit größten Gasexporteur werden.
Aber jetzt sind die Iraner jeden Winter mit Gasknappheit konfrontiert, was zu Problemen bei der Heizung führt. Entweder werden Fabriken aufgrund von Gasknappheit geschlossen oder Kraftwerke sind gezwungen, Mazut als alternativen Brennstoff zu verwenden – eine äußerst umweltschädliche Substanz, die die Luft verunreinigt und zu verschiedenen Gesundheitsproblemen bei den Menschen führt. Kurz gesagt: Damit das iranische Volk atmen und ein Leben in Wohlstand führen kann, gibt es keinen anderen Weg als einen Regimewechsel.