Saturday, November 26, 2022
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Warum ordnet Rohani die Abhaltung von Aschura Feiern an, während die Todesfälle durch COVID-19 zunehmen

Der Präsident des iranischen Regimes Rouhani ordnet an, dass die Aschura Feiern abgehalten werden, während die Todesfälle durch COVID-19 zunehmen

Daten der Bewegung des Iranischen Widerstands ergeben zusammengerechnet, dass im Iran fast 80 000 Menschen ihr Leben durch die COVID-19 Pandemie lassen mussten. Zusätzlich zum Herunterspielen der Pandemie und dem Zwang der Bevölkerung zurück zur Arbeit spricht der Präsident des Regimes Hassan Rohani jetzt davon, dass mitten in der Pandemie die religiösen Aschura Feierlichkeiten abgehalten werden sollen.

Trotz der täglich anwachsenden Zahlen der Toten auch nach den vom Regime selbst zusammengebastelten Zahlen fordert also Rohani, dass die Aschura Feiern und die Trauerprozessionen für den dritten schiitischen Imam Hossein ibn-Ali abgehalten werden sollen?

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), äußerte dazu: Die Entscheidung Khameneis und Rohanis, die Trauerzeremonien im Monat Muharram abzuhalten und die Menschen vorsätzlich in den Tod zu schicken, ist die Fortsetzung der Strategie massenhafter menschlicher Todesopfer als Barriere gegen die Gefahr eines Aufstandes und eines Sturzes des Regimes.

Maryam Rajavi
@Maryam_Rajavi

Jul 27, 2020

The decision by Khamenei and Rouhani to hold mourning ceremonies of Moharram, is another instance of the mullahs’ demagoguery, deliberately sending people to their death. This is while the Hajj pilgrimages were cancelled for the first time to protect the lives of Muslims. #Iran

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Maryam Rajavi
@Maryam_Rajavi
Taking maximum risk, #Iran nurses have been working for 6 months, contracting the virus group after group. The health system is in dire need of new healthcare workers. The regime’s refusal to hire new nurses is another part of their strategy of mass human casualties. #COVIDー19
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Das passiert zur gleichen Zeit, wo die Pilgerfahrt Hadsch erstmals aufgehoben worden ist, um das Leben von Muslimen zu bewahren. Die Zerstörung des Gesundheitssystems des Landes durch die Weigerung, Krankenschwestern anzustellen, die bereit zum Dienst sind, gehört ebenso zu dieser Strategie. Das ist vor allem so, weil die Krankenschwestern, die in den letzten sechs Monaten enorme Opfer gebracht haben und zahlreich angesteckt wurden, dringend Verstärkung benötigen.

Das Regime strebt hauptsächlich danach, mehr Todesopfer zu bekommen, um die unruhige iranische Gesellschaft unter Kontrolle zu bringen. Zusätzlich zur Öffnung der religiösen Stätten und in ähnlicher Weise, beabsichtigt das Regime, die Aschura Feiern abzuhalten, weil es die religiösen Gefühle der iranischen Bevölkerung benutzt, um das Volk weiter auszuplündern, um zu zeigen, dass es ein wenig Legitimität hat, und um die Moral seiner Anhänger zu stärken.

Dennoch wird auf die eine oder andere Weise der derzeitige Zustand der iranischen Gesellschaft mit einem wachsenden allgemeinen Hass gegen das Regime demonstriert wie bei dem beispiellosen Boykott der Scheinwahlen des Regimes für das Parlament im Februar und täglichen Protesten im ganzen Land.

Die Schritte, die das Regime seit dem Auftauchen des neuen Coronavirus des Iran Mitte Februar unternommen hat, führen zu dem Schluss, dass die Mullahs die Pandemie als Werkzeug benutzen, um die unruhige iranische Gesellschaft zu kontrollieren.

Zuerst leugnete das Regime das Vorhandensein des Virus im Iran. Die Revolutionsgarden setzten ihre Flüge nach und aus China fort, während andere Länder ihre Flüge nach China abbrachen, weil das Land das Epizentrum dieses Virus war. In der Erwartung einer höheren Beteiligung an den Scheinwahlen für das Parlament, verheimlichte das Mullah Regime den Tatbestand, dass mehrere Menschen infiziert worden sind und wegen des Coronavirus das Leben verloren haben. Die Wahlen trafen auf einen allgemeinen Boykott, aber die wenigen Unterstützer des Regimes, die an den Wahlen teilnahmen, wurden Träger des Virus und verbreiteten es im ganzen Iran. Das darauffolgende Herunterspielen der Krise, als die Anhänger des Regimes das Vorhandensein des Virus zugaben, und das schnelle Beenden einer verfrühten Quarantäne  ließen annehmen, dass das Regime nicht die Absicht hatte, COVID-19 zu bekämpfen.

Das iranische Regime hat die Menschen zurück zur Arbeit gezwungen, weil immer mehr zu der Zahl der Hungernden gerechnet werden mussten in einer Quarantäne, die nicht wie in anderen Ländern von Unterstützungen durch die Regierung begleitet wurden. Die explosive iranische Gesellschaft, geriet außer sich bei den landesweiten Protesten im Iran im November  und das erschütterte die Grundfesten des Regimes. Das Regime ist nicht gewillt, die gleiche bittere Erfahrung noch einmal zu machen, die zu seinem Sturz führen könnte.

Was Rohani anlässlich des Zurückschickens der Menschen zur Arbeit äußerte, spricht für sich: „Der einfachste Weg ist, die Aktivitäten herunterzufahren. Am Tag danach werden die Menschen wegen Hunger, Druck und Problemen protestieren“.

Vor kurzem hat Rohani auf das Ausmaß der Krise hingewiesen und damit gezeigt, wie tief die Krise ist. „Bis heute haben 25 Millionen Iraner sich mit dem neuen Coronavirus angesteckt und wir müssen annehmen, dass 30 bis 35 Millionen in Gefahr sind, sich mit dem Virus zu infizieren. Mehr als 200 000 Personen kamen ins Krankenhaus. Die Zahl der Menschen, die in der Zukunft ins Krankenhaus müssen, wird etwa das Doppelte dessen sein, dessen Zeuge wir in den letzten 150 Tagen waren“, erklärte er vor kurzem, wobei er sich auf einen Bericht stützte, der vom Gesundheitsministerium des Regimes veröffentlicht worden ist.

In so einer Situation muss die internationale Gemeinschaft intervenieren, um eine große humanitäre Katastrophe zu verhindern.

Die staatliche Zeitung Mostahgel schrieb vor kurzem: „Diese Nation wird nicht vergessen, wie sehr sie in diesen bitteren Tagen allein gelassen wurde. Das wird die nächsten Vorfälle beeinflussen. Weil die Menschen bald zu ihrem Esstisch kommen werden und die Verzweiflung über einen leeren Tisch sie dazu führen wird, dass sie auf geschäftigen Straßen protestieren. Dann werden diese verletzten und verarmten Menschen nichts mehr zu verlieren haben. Wenn ihr Zorn zum Ausbruch kommt,  wird er kämpfen bis zur Zerstörung [des Regimes] und dann wird man sehen, was man lieber nicht sehen möchte“.