Wednesday, November 30, 2022
StartNachrichtenWiderstandWeibliche Athletin ersucht bei WM in Prag Asyl

Weibliche Athletin ersucht bei WM in Prag Asyl

 NWRI – Frau Mina Alizadeh, ein Mitglied des Dachenbootteams der Frauen, das für den Iran startet, nahm an der Weltmeisterschaft in Prag teil. Sie floh aus dem Trainingscamp des Regimes. Das Team kehrte ohne sie in den Iran zurück.

Agenten des Ministeriums für Geheimdienste und Sicherheit (MOIS) versuchten über die Botschaften in der Tschechei und in Deutschland, Mins Alizadeh ausfindig zu machen und wieder in den Iran mit zu nehmen. Sie hat mittlerweile Asyl in Deutschland beantragt.

Athleten verlassen verstärkt die Trainingscamps des Regimes in Übersee, seit die Mullahs im Iran an die Macht kamen und es geht unvermindert weiter.

Die Aftab Tageszeitung berichtete am 14. November 2005: Die Zahl der iranischen Athleten, die von Trainingscamps in Übersee flohen beträgt 20 Personen.

Drei Landesmeister im Turnen verließen 2007 in Spanien das Trainingscamp und beantragten Asyl im Land. Im selben Jahr beantragte ein Mitglied des Ruderteams in Deutschland Asyl und ein weibliches Mitglied der Iranischen Nationalmannschaft im Karate beantragte Asyl in Schweden. Drei Radmeister lehnten es während einer Reise nach Spanien ab, in den Iran zurück zu gehen.

Iranische Athleten flüchten aus den Trainingscamps, obwohl zu Hause eine Art Garantiesumme in Höhe von 20 Millionen Tomans (ca. 20000 Dollar) hinterlegt werden muss, damit sie das Team nicht verlassen.

Um die Athleten zu kontrollieren und eine Flucht zu verhindern, hat das MOIS ein Organ mit der Abteilung „Schutz“ in der „Organisation für nationale Bildung und Gesundheit“ gegründet.

Über die Flucht von Athleten befragt sagt Farahani, eine Angestellte der Organisation:“ Die Einheit zum Schutz der Organisation für nationale Bildung und Gesundheit ist für den Schutz der Athleten zuständig und wenn ein Athlet verdächtig ist, dann treffen wir eine Übereinkunft mit ihm, aber sie hat keine Erlaubnis, ihn zu verhaften.

Unsere Einheit macht Routinechecks, aber die Atmosphäre eines Turniers ist offen und die Athleten können nicht dauerhaft eingeschränkt werden.

Der Sportausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran erklärt seine Solidarität mit den Volksaufständen gegen die Mullahdiktatur im Iran und hat schon früher alle Athleten aufgerufen, die Trainingscamps zu verlassen, um gegen die Unterdrückung, Verhaftung und Ermordung des iranischen Volkes zu protestieren.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
2. September 2009