Thursday, December 1, 2022
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Weitere harte Strafen und steigender Druck auf Verwandte der Bewohner von Ashraf

AchrafWeitere harte Strafen und steigender Druck auf Verwandte der Bewohner von Ashraf

NWRI – Das unmenschliche klerikale Regime im Iran macht weiteren Druck auf politische Gefangene und insbesondere auf Verwandte der iranischen Hauptopposition in Camp Ashraf im Irak, indem harte Strafen gegen sie verhängt werden.

Maryam Akbari Monfared, eine 36 Jahre alte Mutter von drei Kleinkindern, wurde als „Mohareb“ (Feind von Gott) zu 15 Jahren Haft im Karaj Gohardasht Gefängnis verurteilt, obwohl es keine Akte über ihren Fall gibt. Sie wurde am 31. Dezember 2009 inhaftiert und befindet sich im Zellentrakt 209 des berüchtigten Evin Gefängnisses in Einzelhaft.
 

 

Herr Akbari Monfared protestierte bei einem Schauprozeß und nannte das Gericht inkompetent. Nach Aussagen des Richters Salamati ist die schuldig, weil sie Verwandte in Camp Ashraf, die Mitglieder der iranischen Hauptopposition der Volksmudschaheddin Iran (PMOI/MEK) sind, hat. Einige weitere Verwandte, die ebenfalls PMOI Mitglieder waren, wurden aus ähnlichen Gründen hingerichtet.

Vier Familienmitglieder der Monfared Familie wurden bisher hingerichtet, darunter der 20 Jahre alte Alireza und der 26 Jahre alte Gholamreza (1981). Ebenso wurden Roqieh (30) und Abdolreza (23) während des Massakers an politischen Gefangenen im Jahre 1988 ermordet.

Der 25 Jahre alte politische Gefangene Reza Joushan wird unter Druck gesetzt, ein Gnadengesuch an den obersten Führer des Regimes zu verfassen. Er ist im Moment schwer erkrankt, doch die Henker machen seine medizinische Behandlung davon abhängig, dass er ein entsprechendes Formular unterzeichnet. Reza verweigert dies immer noch und protestiert gegen den Druck des Regimes.
Reza und seine Mutter, Frau Zahra Asadzadeh Gorji, wird im Gihardasht Gefängnis in Karaj festgehalten. Sie darf seit zwei Monaten keinen Besuch mehr empfangen. Der Vater der Familie, der 52 Jahre alte Mohammad-Salam Joushan, wurde ebenfalls am 26. Mai 2010 verhaftet und in das Evin Gefängnis gebracht. Es gibt bisher keine Informationen über seinen Zustand.

Der politische Gefangene Hamid Haeri (57) wurde zu 15 Jahren hinter Gittern im Gohardasht Gefängnis in Karaj und anschließendem Exil verurteilt. In der letzten Woche protestierte er gegen den Druck des Regimes und hielt einen trockenen Hungerstreik (kein Trinken, kein Essen) ab.
Herr Haeri hat schwere gesundheitliche Probleme wie Herzattacken und hat bisher zwei Schlaganfälle überlebt. Er befindet sich in Einzelhaft in Zellentrakt 240 des Evin Gefängnisses.

Sein aktueller physischer Zustand ist unbekannt. Er wurde ebenfalls als „Moharebeh“ (im Krieg mit Gott befindend) und für den Besuch seines Sohnes in Camp Ashraf, sowie der Unterstützung der PMOI und der Verbreitung von Propaganda und zahlreichen weiteren Anklagepunkten verurteilt. Mitarbeiter des Regimes folterten ihn während der Haft auf grausamste Weise physisch und psychisch und drohten damit, dass sie ebenfalls seine Frau und Tochter verhaften werden und sie in das Kharizak Gefängnis bringen.

Mohsen Dokmechi, ein bekannter Händler und Unterstützer der PMOI, wurde Rechtsbeistand und das Recht zur eigenen Verteidigung verweigert und zu 5 Jahren Haft verurteilt.
Er wurde im September 2009 verhaftet, weil seine Tochter in Ashraf ist und weil er angeblich Familien der Opfer des Massakers an politischen Gefangenen von 1988 finanziell unterstützt. Zuvor verbrachte Mohsen Dokmechi bereits 7 Jahre in den 80er Jahren in den mittelalterlichen Gefängnissen des Regimes für seine Unterstützung der PMOI.

Diese harten Urteile und der steigende Druck auf Verwandte der Bewohner von Ashraf kommt vier Monate nach dem Beginn einer Aktion des MOIS und der terroristischen Qods Einheiten, die in Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung und bewaffneten Einheiten einige Agenten von den Toren Ashrafs im Irak plazierten, die unter dem Deckmantel angeblicher Familienmitglieder der Bewohner psychologische Folter ausführen sollte, damit Unruhe unter den Bewohnern verbreitet wird, um ein Massaker vorzubereiten.

Der iranische Widerstand ruft alle internationalen Menschenrechtsgremien, insbesondere den UN Hohekommisar für Menschenrechte und andere Instanzen der UN auf, sofort zu reagieren und die Situation der politischen Gefangenen im Iran zu untersuchen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
7.Juni 2010