Tuesday, January 31, 2023
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Weiterer Anstieg der Entlassungen in verschiedenen Städten des Iran

Layoffs on the rise in various cities in Iran70 Prozentiger Anstieg der Entlassungen von Arbeitern im Vergleich zum Vorjahr

Die Entlassungswelle von Arbeitern im gesamten Iran geht weiter. Mitarbeitern des Regimes zufolge stiegen die Entlassungen im Teheran um 49 Prozent und um mehr als 70 Prozent im ganzen Jahr im Vergleich zum Vorjahr. (ILNA, 8. April 2010).

Nachdem die staatliche Telekommunikationsgesellschaft zur einer besseren Überwachung der Menschen durch die islamischen Revolutionsgarden übernommen wurde, gab es weitreichende Entlassungswellen unliebsamer Mitarbeiter. Als Teil der Maßnahmen wurde unter anderem der Auskunftsdienst der Provinzen geschlossen. 

In Teheran sank die Anzahl der Mitarbeiter in der Pars Elektronikfabrik, einer der größten Fabriken in der Stadt, von 3500 auf 150 Mitarbeiter.

In Tabriz wurde eine Großzahl von Arbeitern an den bekannten Produktionsstätten entlassen. Zu den Firmen gehört ein riesiger petrochemischer Komplex, eine Autofertigungsstätte, (Motogen) eine Kugellagerfabrikation,  Hersteller von Kolben, Textilfirmen und eine Anlage zur Herstellung von Traktoren und Hubwagen.

Die Traktorenfabrik steht vor dem finanziellen Aus, weil Teile fehlen und der Import von ausländischen Traktoren zum Erliegen gekommen ist. Ein Großteil der Arbeiter ist ohne Arbeit. 3200 Arbeiter sind gänzlich ohne Lohn.

Die Produktion der Motogen Fabrik in Tabriz, die verschiedene Motoren für den Industrie- und Heimbedarf herstellt und eine 35 Jahre lange Tradition hat, entließ ebenfalls einige ihrer Mitarbeiter.

In Shiraz schloß die Fleischverarbeitende Fabrik in der Fars Region. Sie hatte 1400 Mitarbeiter

Die Anzahl der Arbeiter in der Anlage in Azmayesh und Marvdasht wurde von 1800 auf 100 reduziert.

Ebenfalls in der Fars Provinz wurden 700 von insgesamt 1500 Mitarbeiter der Fars Telekommunikationsfirma entlassen. Die Mitarbeiter werden seit 14 Monaten nicht bezahlt.

100 Arbeiter der Hafez Fliesen Anlage wurden entlassen, 400 Mitarbeiter verbleiben ohne Bezahlung oder Boni.

70 Prozent der Anlagen im Industrieviertel, der Siemens Firma, der Dadeli Mehlfabrik und der Fars Zementfabrik stehen vor ernsthaften Problemen.

Ein Mitarbeiter des klerikalen Regimes sprach davon, dass allein in der Region um Kheirabad in Varamin 250 Produktionsbetriebe geschlossen wurden und ihre Arbeiter ohne Jobs hinterließ (ILNA, 19. April 2010).

Der wirtschaftliche Ruin, der industrielle Verfall und die Armut von Millionen Arbeiten im Iran sind nur einige der Konsequenzen der Ausbeutung und der unpopulären Politik des klerikalen Regimes, welches die Ressourcen und den Wohlstand der Nation für den Bau von Atomwaffen und den Export von Terrorismus einsetzt.

In Vorbereitung des internationalen Tages der Arbeit ruft der iranische Widerstand alle internationalen Gewerkschaften, alle Arbeitervertretungen und die Organisationen zur Verteidigung der Rechte der Arbeiter in aller Welt auf, die Rechte der iranischen Arbeiter zu verteidigen und die arbeiterfeindliche und unterdrückende Politik des klerikalen Regimes zu verurteilen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
22. April 2010