Friday, February 3, 2023
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Weitreichender Unmut im Irak verringert al-Malikis Chancen zum Machterhalt

Alawi - HashamiNWRI – Steigende Proteste des irakischen Volkes wegen der chaotischen Situation werden als Zeichen der Ablehnung der Gesellschaft gegen den irakischen Premierminister Nuri al-Maliki gesehen; sie könnten den Weg für eine neue Regierung ebenen.

Bisher wurde selbst fünf Monate nach der Parlamentswahl im März noch keine neue Regierung gebildet. Die damalige Wahl führte zu einer Niederlage des Amtsinhabers al-Maliki und zu einem Sieg der al- Irakiya Liste, die von Dr. Iyad Allawi angeführt wird.

Vor kurzem gingen Hunderte Menschen in Kerbala auf die Straßen, um gegen die al-Maliki Regierung und fehlende Elektrizität zu protestieren, während Frauen einen Protest in Bagdad organisierten. Eine weitere Gruppe demonstrierte in der Hauptstadt des Kamaliya Bezirkes, um gegen wochenlange Probleme mit der Wasserversorgung zu protestieren, berichtet al-Baghdadiya TV.

Am Dienstag berichtete al-Sharqiya TV ebenfalls, dass die al-Irakiya Liste offiziell die Regierung von al-Maliki für Sicherheitsprobleme und die Ermordung unschuldiger Menschen verantwortlich machte.

In einer Erklärung hieß es, dass irakische Zivilisten ebenso wie Mitglieder der al-Irakiya Koalition angegriffen werden.

Der TV Sender berichtete auch, dass General Steve Lanza, ein US Militärsprecher im Irak, seine Sorgen über die Unterstützung von Milizen durch das iranische Regime ausdrückte und dass diese damit fortfahren, sogar US Truppen anzugreifen, die sich aus dem Irak zurückziehen. Er sagte, es könnte sein, dass die politischen Fraktionen am Ende des heiligen Monats Ramadan, welcher diese Woche startet, eine Regierung gründen könnten.

Der irakische Vizepräsident meldete sich ebenfalls zum Thema Einmischung des iranischen Regimes im Irak. Er sagte, dass sie das Hindernis für eine Einigung der al-Irakiya und der Ammar Hakim Koalition sei.

In einem Interview mit al-Hurra am Dienstag sagte Tariq al-Hashemi, dass es unwahrscheinlich sei, dass al-Irakiya eine zweite Amtszeit von al-Maliki unterstützt, weil er Versprechen „nicht einmal eine Woche nach seinem Amtsantritt 2006“ gebrochen habe. Er wurde auch nach der Unterstützung des irakischen Präsidenten Jalal Talebani für Maliki befragt. Er sagte, dass es eine Reihe von unilateralen Abkommen gebe, die Talebani ebenfalls schädigen können.
In den letzten Wochen hatten andere Fraktionen ihre Unterstützung für al-Irakiya deutlicher werden lassen, hieß es laut al-Sharqiya TV.