Tuesday, November 29, 2022
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Am 10. Tag der Aufstände gehen die Proteste in verschiedenen Städten weiter

Aufstände im Iran – Nr. 39
Es wurde eine Gedenkzeremonie für die Märtyrer in Qahdarijan abgehalten, die heimlich beerdigt wurden
Am Samstag, dem 6. Januar, wurden die Leichname der 14-jährigen Jugendlichen Ahmad Haidan, Mohammad Ebrahimi und Hossein Shafizadeh beerdigt, die bei dem heroischen Aufbegehren der Menschen in Qahdarijan von den verbrecherischen Revolutionsgarden zu Märtyrern gemacht wurden. Die grausamen Agenten des Regimes erlaubten den Angehörigen nicht, eine Begräbniszeremonie abzuhalten. Tausende Menschen aus Qahdirjan priesen jedoch das Andenken der Märtyrer, indem sie an der Gedenkzeremonie teilnahmen.

Am gleichen Tag wurden die Proteste der Menschen in Khomein (in der Zentralprovinz) von Revolutionsgarden angegriffen.
Die Menschen in Shushtar (Provinz Chusistan) hielten mittags eine Kundgebung ab, bei der Unterdrückungskräfte sie mit Tränengas angriffen. Die Jugendlichen gerieten mit ihnen aneinander und konfrontierten sie mit brennenden Mülleimern. Bei der Kundgebung wurden mehrere Personen verhaftet.
Dort brachten Jugendliche auch ihren Hass auf das Mullah-Regime zum Ausdruck, indem sie „Tod für Khamenei“ auf die Mauern der Stadt schrieben.
Die Menschen von Abadan hielten am Samstagabend trotz der massiven Gegenwart von Polizeisöldnern eine Kundgebung ab.
Die Menschen in Zahedan blockierten die Shirabad Ave. und stellten sich der Polizei gegen Aufruhr entgegen. Danach unternahmen die Einheiten des IRGC Razzien in den Wohnhäusern und nahmen mehrere Personen fest. Die korrupten Behörden des Regimes und  ihre Agenten, die in dem Gebiet Land von Privatpersonen beschlagnahmt hatten, sind bei der Bevölkerung sehr verhasst.
In Rasht (Provinz Gilan) bestraften mutige junge Leute einen kriminellen Basidsch mit Namen Hassan Salman-Pisheh, der Pfeffergas in die Augen von Demonstrantinnen gesprüht hatte und mehrere Protestierende verletzt hatte.
In Isfahan versammelten sich tapfere Jugendliche auf der Sio-She Pol Brücke und skandierten Parolen. In Juyabad, Nasr Abad und Kohandej stationierten die repressiven Kräfte aus Angst vor einer Demonstration ein Kommando-Bataillon und halb-schwere Waffen und feuerten wie schon an den Tagen zuvor in die Luft.
In Ilam hielten die Menschen wie schon an den vergangenen Tagen eine Kundgebung ab. Dutzende junger Leute wurden von den repressiven Kräften festgenommen.
Eine große Zahl von jungen Leuten wurde in Farrokh Shahr und in Shahr-e-Kord (in den Provinzen Charmahal und Bakhtiari) eingesperrt.
In Khermanshah schrieben tapfere junge Leute „Tod dem Prinzip des Velayat-e faqih“ und „Tod für Khamenei“ auf die Mauern der Stadt.
Annähernd 2000 tapfere Menschen in Qatur (West-Aserbeidschan) protestierten gegen die Verhaftung eines Aktivisten und seinen Transport nach Teheran und gerieten mit den geheimdienstlichen Agenten und Spionen des Regimes aneinander. Bei den Zusammenstößen gestern zerbrachen die Leute die Fenster des Howzah (Seminars), eines der Zentren, die zur Unterdrückung der Protestierenden benutzt wurden.
Im Bezirk Monirieh von Teheran machten die Garden und Polizisten gegen Aufruhr Jagd auf junge Protestierende und verhafteten mehrere Leute.
In einigen Städten hat das Regime die Schulen geschlossen, so in Farsan, Shahr-e Kord und Mahabad, um die Schüler dazu zu zwingen, an Gegendemonstrationen der Regierung teilzunehmen, ein Skandal, der die Furcht dieses Regimes vor dem Aufbegehren des iranischen Volkes sehr gut widerspiegelt.
Sekretariat des Nationalen Sicherheitsrats Iran
7. Januar 2018