Wednesday, December 7, 2022
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Iranische Beluchen wütend auf Rohani

„Keine leeren Versprechungen mehr, wir wollen Wasser, wir wollen ein blühendes Sistan“

Studenten und tapfere Bürger der Provinz Sistan & Beluchistan (Südost – Iran) zeigten bei einem Besuch des Präsidenten des iranischen Regimes, Hassan Rohani, ihre Wut. In den Städten Zabol und Zahedan gab es Proteste gegen die unterdrückende Politik des Regimes. 

„Keine leeren Versprechungen mehr, wir wollen Wasser“, „Rohani, Sistan hat keine saubere Luft“, „Wir wollen Wasser, wir wollen ein blühendes Sistan“.

Die Bürger von Zabol hielten Plakate in die Luft, in denen gegen die schlechte Versorgung der Bildungseinrichtungen, unsichere Wege (bekannt als Todesstraßen) und die Unterdrückung der Bürger der Region protestiert wurde. Auf anderen Plakaten stand:“ Die Grenzmärkte werden von Verwandten der Vertreter des Regimes kontrolliert“, „Was ist mit den Rechten der armen Menschen?“ und „Die jüngsten Provinzen des Landes haben die meisten Arbeitslosen“.

Die Studenten der Universität von Sistan & Beluchistan in Zahedan riefen Sprechchöre gegen den Besuch von Rohani. Es waren:

„Wir wollen kein Farce – Parlament. Die Studenten werden eher sterben, statt sich solchen Bedingungen zu unterwerfen“ und „Freilassung aller inhaftierten Studenten“. Sie lehnten zudem einen Besuch von Rohani auf dem Campus ab.

Bei seiner Rede in Zabol behauptete Rohani, dass es mehrere Erfolge in den ersten 100 Tagen seiner zweiten Amtszeit als Präsident gegeben habe. Er sagte, dass die Erfolge jetzt größer sein werden als in seiner ersten Amtszeit. Einer dieser sogenannten Erfolge ist zum Beispiel der grauenvolle Bericht über die katastrophalen Probleme bei der Versorgung der Erdbebenopfer der Provinz Kermanshah im West – Iran. Drei Wochen nach dem Erdbeben haben die Opfer immer noch keine elementare Hilfe erhalten, um überhaupt überleben zu können.

Eine andere absurde und täuschende Aussage von Rohani betraf die steigende internationale Isolation und die Steigende Abscheu gegenüber der aggressiven Politik der Mullahs. Er bezeichnete sie hingegen als „Stolz“.

Rohanis Interview im staatlichen TV vor einigen Tagen zum Anlaß seiner ersten 100 Tage der zweiten Amtszeit wurde zu einem Ziel des Spottes der rivalisierenden Fraktion, die loyal zum Obersten Führer des Regimes, Ali Chamenei, steht. Selbst Mitglieder der Fraktion um Rohani machten sich über seine Aussagen lustig.

Die Zeitung Javan, die zu den Revolutionsgarden zählt, beschrieb die Rede von Rohani als „vage Aussagen“ und Zolnour, ein Mitglied des Parlamentes des iranischen Regimes in der Fraktion von Chamenei, sagte, dass seine Worte „reine Rhetorik“ waren.

„Wir haben ganz andere Arbeitslosenzahlen von ihnen gehört, als es die offiziellen Statistiken zeigen…warum geben sie uns Zahlen, die weder auf den Tischen und den Häusern der Menschen noch bei den Arbeitslosen gefunden werden können?“, fragte er. (Staatliches TV, 28. November 2017).

Die ebenfalls zu den Revolutionsgarden zählende Nachrichtenagentur Fars schrieb:“ Rohani scheint nicht in die Zahlen zu blicken, die von Regierungsstellen in dieser Hinsicht veröffentlicht wurden. Alleine die Statistiken des Zentrums für Volkszählungen und der Zentralbank zeigen, dass der Gini Koeffizient (Index zur Berechnung der Verteilung von Einkommen und Wohlstand) in der ersten Amtszeit von Rohani den niedrigsten Stand überhaupt erreicht hat. Die Schere zwischen Arm und Reich ist weiter auseinander gegangen….Wie kann Rohani an einer Fortsetzung seiner Politik festhalten und zeitgleich die ungerechte Verteilung im Land beklagen?“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
3. Dezember 2017