Tuesday, November 29, 2022
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„Das Regime im Iran wackelt und wir sind bereit, zu übernehmen, sagen die MEK“

Die Zeitung Express in Großbritannien hat über die Einweihung von ‘Ashraf 3’, dem neuen Heim von mehreren tausend Mitgliedern der wichtigsten Oppositionsgruppe des Iran, der Organisation der Volksmudschahedin des Iran (Mujahedin e Khalq, MEK oder PMOI) in Albanien, berichtet.

In einer Reportage, die am Sonntag, dem 14. Juli 2019 erschien, schreibt The Express: „Seine freundlichen Alleen, die von Bäumen und iranischen Flaggen von vor der Revolution gesäumt werden, rahmen Areale mit modernen Bauten für Wohnungen und Büros ein und geben den Anschein von der Art von Enklaven, die von wohlhabenden Expatriierten im Ausland begünstigt werden. Aber die undurchdringlichen Absperrungen zur Sicherheit signalisieren, dass diese Anlage mit ihren zwei Quadratmeilen ein Ort der Geschäftigkeit ist: und diese Geschäftigkeit gilt dem Ziel der Ersetzung der Theokratie im Iran durch eine säkulare, demokratische Regierung mit westlichem Gesicht. Der NWRI rühmt sich schon dessen, dass es 1000 Widerstandseinheiten innerhalb der Grenzen des Iran gebe, die wirksam dabei mithelfen, die Proteste zu organisieren, die jetzt schon im ganzen Land grassieren, wo Iraner ihre Desillusionierung über das unterdrückerische Regime zum Ausdruck bringen“.

In der Reportage heißt es, dass Ashraf 3, wie das Städtchen im Gedenken an den ersten Platz des Exils der Volksmudschahedin des Iran im Irak genannt wird, die Bemühungen verstärkt.
Sein Hauptkongresszentrum, großartige römische Säulen und vorrevolutionäre Embleme wie der goldenen Löwe, enthält ein Museum, in dem an keinen Kosten gespart wurde und das den 120 000 Mitgliedern gewidmet ist, die im Iran gefoltert und ermordet wurden, seit er 1981 eine Islamische Republik geworden ist – allein 30 000 im Jahr 1988, schreibt The Express.
Weiter heißt es in dem Artikel: Mit riesigen Fotos und Touch Screen Flächen, wurde an nichts gespart, um diese Gruppe und ihre internationalen Unterstützer daran zu erinnern, warum sie ihren Kampf fortsetzen. Bei der ersten Konferenz hier demonstrierte die Gruppe anhand einer Reihe von Hollywood-artigen Videos, die in Paris produziert wurden, wie ausgeklügelt seine Operationen sind.
Express.co.uk schreibt dazu:

Eines dieser Videos beschreibt einen Teenager, der in Europa lebt und Schlagzeilen darüber liest, dass der Stürmer bei Juventus Cristiano Ronaldo hingerichtet worden sei – in deutlicher Anspielung auf die Hinrichtung des Kapitäns der iranischen Fußballnationalmannschaft Habib Khabir, der 1984 von einer Todesschwadron dafür gefoltert und hingerichtet wurde, dass er zu den Mudschahedin gehörte – Steven Spielberg zum Tode verurteilt, weil er sich politisch geäußert hat, und Serena Williams dafür hingerichtet, dass sie eine wohltätige Stiftung für die Freiheit unterstützt hat.
Ein anderes zeigt junge Iraner, die die PMOI unterstützen und die Verhaftung, Folter und Tod riskieren, wie sie Botschaften sprayen und „Bereit, bereit, bereit“ für ein neues Regime aufmalen.
Teheran ist durchaus beunruhigt. Im März vereitelten albanische Sicherheitskräfte hier den Plan eines Anschlags mit einer Autobombe – eine Wiederholung eines anderen Versuchs im vergangenen Jahr, die Konferenz in Paris in die Luft zu sprengen. Der Anschlagsplan vom März führte zur Ausweisung des iranischen Botschafters und eines weiteren Diplomaten aus Albanien.
In Frankreich, wo das offizielle Hauptquartier des NWRI steht, hat Präsident Macron im vergangenen Jahr ein Gesuch des iranischen Präsidenten Hassan Rohani zurückgewiesen, die Gruppe des Landes zu verweisen – was nicht ohne Ironie ist, weil es Paris war, das dem spirituellen Führer des Regimes Ajatollah Ruhollah Khomeini Zuflucht gab, nachdem er vom Schah aus dem Iran verbannt worden war.

Vor den Augen von Prominenten aus zehn Nationen erzählten Überlebende, wie sie in den brutalen Gefängnissen des Iran gefoltert wurden, die oftmals um das Zehnfache überbelegt waren, und erzählten Frauen, wie sie dazu gebracht wurden, für Babys zu sorgen, die bei den Zellengenossen ausgesetzt waren, nachdem ihre Eltern hingerichtet worden waren.
„Sie kamen zu Mitternacht, um mich zu verhaften. Ich war neun Monate schwanger, aber sie schlugen mich“, sagt eine Frau, die überlebt hat.
„Als ich ins Gefängnis gekommen war, wurde ich gezwungen, bei der Folterung meines Mannes zuzuschauen. Danach wurde er gezwungen, bei der meinigen zuzuschauen. Nachdem er im Gefängnis erhängt worden ist, sagten die Wärter zu mir, sie wollten nicht, dass er lebt und sein Kind sieht“.
Nach der Geburt ihres Kindes kam sie mit ihrem Neugeborenen wieder ins Gefängnis zurück.
„Es gab keine Milch für mein Baby, deshalb gaben mir die Zellengenossen ihre Zuckerrationen – zwei Würfel“, erzählt sie.
„Man gestattete uns alle zehn Tage 15 Minuten warmes Wasser für die Versorgung unserer Babys. In ganz kurzer Zeit mussten wir 50 Babys waschen“.
Sie entwich, nachdem ihr Sohn schwer krank und ihr eine Krankenhausbehandlung erlaubt wurde.

Die jetzige Konferenz besuchten Prominente aus mehr als zehn Ländern. Zu den Rednern gehörten Trumps Berater Rudy Giuliani, Senator Joseph Liebermann, der frühere kanadische Premierminister Stephen Harper, die frühere französische Außen- und Verteidigungsministerin Michelle Alliot-Marie und eine englische Delegation unter der Führung von Dr. Matthew Offord, MP.
Rudy Giuliani, der seit 11 Jahren den NWRI unterstützt, erklärte: „Ich denke, das Regime des Iran besteht aus kaltblütigen Mördern. Wahrscheinlich gibt es kein Regime, mit dem wir es heute zu tun haben, ob nun Russland oder Nordkorea, das so viele eigenen Leute ermordet hat wie der Iran“.
„Eine Million der eigenen Leute. Sie haben so viele Menschen umgebracht, dass, wenn sie je ein Gewissen hatten, das jetzt bei ihnen verschwunden ist“.

Dr. Offord sagte zu der 1000köpfigen Delegation: „Die englische Delegation ist hier, um unsere Regierung an unsere Verpflichtungen nach den internationalen Gesetzen der Menschenrechte zu erinnern. Ich meine, dass wir dem Beispiel der USA folgen und das Corps der iranischen republikanischen Garden als terroristische Organisation ächten sollten.
Sie haben einen unheilvollen Einfluss im ganzen Vorderen Orient und bedrohen jetzt die Regierung des VK direkt mit Angriffen auf unsere Öltanker.

Im Lichte der feindseligen Aktionen des Iran zurzeit und der Realität, dass der Atomvertrag gestorben ist, müssen wir uns aus ihm zurückziehen und die USA unterstützen mit eigenen Sanktionen.
Jene Sanktionen tun ihre Wirkung. Wir haben beispiellose Proteste innerhalb des Iran erlebt, wo sich ganz normale Leute, die vom Regime unterdrückt werden, sich dagegen auflehnen.
Es gibt einen großen Wunsch nach einem Regimewandel mit friedlichen Mitteln durch die Iraner und der 10 Punkte Plan des NWRI – der säkulare Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Menschenrechte anstrebt – zeigt, dass er sich für die Gründung einer erfolgreichen neuen Regierung starkmacht, wenn die Zeit dafür gekommen ist“.
Er fügte hinzu: „Ich möchte außerdem, dass das Regime für das Massaker von 1988 an 30 000 Mitgliedern der Opposition im Iran zur Verantwortung gezogen wird, bei dem die meisten gefoltert wurden, bevor sie aufgehängt wurden.
In einer leidenschaftlichen Rede äußerte Sen. Liebermann: „Meine Frau ist das Kind von Überlebenden des Nazi Holocausts und sie sieht Ähnlichkeiten bei dem, was jetzt im Iran passiert.
Wenn Überlebende gesagt haben: „Nie wieder!“, so haben sie damit gemeint, dass nie wieder einem Regime, wie jetzt dem, das im Iran herrscht, erlaubt werden darf, solche Gräueltaten zu begehen“.
Direkt an den NWRI gewandt ergänzte er: „Sie haben uns die Gelegenheit gegeben, wahrhaft unseren nationalen Prinzipien treu zu sein. Unsere Unabhängigkeitserklärung sagt, jede Person ist gleich geschaffen und ist vom Schöpfer mit unveräußerlichen Rechten versehen, darunter dem auf Leben, auf Freiheit und auf das Streben nach Glück.
Diese Rechte wurden auch jedem Kind gegeben, das im Iran geboren wurde und jedem jungen Menschen, dessen Leben von diesem brutalen Regime verkürzt wurde“.
Gestern abend erklärte die gewählte Präsidentin des NWRI Maryam Rajavi: „Am 20. Juni 1981 haben wir unsere Reise angetreten, als der Führer des Iranischen Widerstands Massoud Rajavi einen tief verwurzelten und entschlossenen Widerstand gegen die Diktatur der Mullahs geschmiedet hat.
Jetzt erhebt sich Ashraf 3 auf dieser langen Reise, eine Reise, die durch viele Neuanfänge und Wiederbelebungen gegangen ist. Auf diesem Weg mussten wir 10 Jahre blutdurchtränkter Ausdauer durchstehen im belagerten Camp Ashraf und weitere vier Jahre voller Entschlossenheit in einem Schlachthaus mit dem Namen Camp Liberty (im Irak).
Dies markiert ein weiteres Kapitel im großen Marsch zur Freiheit, in einen freien Iran zu einer ruhmreichen Bestimmung, natürlich nach enormem Leiden und einem wilden Strom von Märtyrerblut“.