Tuesday, December 6, 2022
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Wut über Hinrichtung des iranischen Lehrers Farzad Kamangar

Farzad Kamangar: EI Outrage at Iranian Teacher?s ExecutionQuelle: Bildungsinternationale, 10.Mai 2010
Die Bildungsinternationale (EI) ist entsetzt über Berichte, dass der Lehrer Farzad Kamangar aus der Lehrervereinigung unter fünf hingerichteten Personen ist, die gemeinsam geheim am 9.Mai getötet wurden.
Farzad Kamangar war ein 35 Jahre altes Mitglied der Lehrervereinigung Kurdistans und wurde beschuldigt, “die nationale Sicherheit gefährdet” zu haben und “ein Feind von Gott” zu sein. Er lebte seit Februar mit der Bedrohung der Todesstrafe und wurde dann in einem beschämenden Prozess, der keine fünf Minuten dauerte, abgeurteilt.

Obwohl die iranischen Behörden Farzad’s Berufung akzeptierten, wurde die Akte nicht an das oberste Gericht für eine erneute Betrachtung geschickt. Nach weiteren Verzögerungen wurde dem Anwalt von Farzad gesagt, die Akte sei verloren gegangen. Trotz deutlichem Fehlen einer unabhängigen Untersuchung in Bezug auf die Anschuldigungen und des Fehlens eines fairen Prozesses, wurde Farzad dennoch hingerichtet.

Der Generalsekretär von EI, Fred van Leuuwen, sagte: “Wir sind alle zutiefst geschockt und traurig darüber, dass Farzad hingerichtet wurde. Sein Fall macht unsere über 30 Millionen Mitglieder wütend, weil besonders die geheime und undurchsichtige Art seines Verfahrens und das Fehlen von Basisrechten im Gefängnis, sowie das Fehlen von Informationen an seine Familie oder den Anwalt über seine Hinrichtung Entsetzen hervorrufen. Es war ein schrecklicher Tag für die Lehrer, Aktivisten und Menschenrechtler. EI drückt seine Solidarität mit der Familie, den Kollegen und Studenten von Farzad aus.”
Er ergänzte: “EI erkennt das Recht aller Regierungen an, Fälle vor Gericht zu bringen, in denen es um Verbrechen geht, aber die Anschuldigungen müssen unter internationalen und nationalen Standards fairer Prozesse überprüft werden. EI ist einstimmig der Ansicht, dass die iranische Regierung die Menschenrechte respektieren muss.”

Die Gemeinschaften der Gewerkschaften und zur Verteidigung der Menschenrechte hatten eine Kampagne gegen die Hinrichtung von Faraz gestartet und wurden von der ILO (Komitte zur Freiheit der Verbände) mitgetragen, in der die Regierung des Iran aufgefordert wurde, die Hinrichtung von Farzad auszusetzen, seinen Schuldspruch zu revidieren und ihn frei zu lassen.”