Monday, December 5, 2022
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General Gustav Hägglund, früherer finnischer Verteidigungs-minister: Die beste Lösung bestünde darin, internationale Beobachter dauerhaft im Lager Ashraf zu stationieren

NWRI – Wirtschaftliche Sanktionen gegen die irakische Regierung sind richtig, doch sollten sie durch die Stationierung einer ständigen Beobachtergruppe der Vereinten Nationen im Lager Ashraf begleitet werden. Die nordischen Länder: Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark und Island müssen sich – ergänzend zu der Aufgabe der UNAMI – auf diese Initiative verständigen.

Die gegen das Lager Ashraf gerichtete Repression kann niemandem verborgen bleiben. Die Schließung des Lagers steht seit zwei Jahren auf der Tagesordnung der irakischen Regierung. Die Iraker haben den Schutz des Lagers Ashraf versprochen. Der letzte Überfall hat mich an Sabra und Shatila im Libanon erinnert, wo ich zwei Jahre lang als Kommandeur eines UN-Teams gearbeitet habe.

Die Aufgabe von Soldaten ist der Schutz der Bürger, nicht das Massaker an ihnen. Es gibt nichts Kriminelleres als das Töten wehrloser Menschen. Alle meine Kollegen in den nordischen Ländern stimmen mir hierin zu.

Die Flüchtlinge können nicht in den Iran zurückkehren. Ihre Ansiedlung in Europa und Amerika wäre eine nachhaltige Lösung. Die beste Lösung für den Augenblick bestünde darin, eine internationale Beobachtergruppe auf Dauer im Lager Ashraf zu stationieren. Ihre Präsenz könnte weitere Überfälle verhindern.

Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für die Menschenrechte sollte ihre Beobachter ins Lager Ashraf schicken.

Die Aufmerksamkeit der Medien, der Regierungen und der öffentlichen Meinung sollte auf das nicht hinnehmbare Betragen der irakischen Regierung gegenüber dem Lager Ashraf und den darin wohnenden Flüchtlingen gerichtet werden. Die „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI)“ sollte von der Terrorliste gestrichen werden, so daß die irakische Regierung jeglichen Vorwand für ein weiteres Massaker verlöre.