Saturday, November 26, 2022
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Irans Wirtschaft implodiert

Irans Wirtschaft implodiertInvestor’s Business Daily

Die Achse des Bösen: Unsere beste Waffe gegen einen zunehmend kriegslüsternen Iran kann sein neuer Hartliner sein, der ausländischen Investoren abschreckt und die Wirtschaft schrumpfen lässt.

Präsident Mahmoud Ahmadinejad, der geschworen hat, „Israel von der Landkarte zu tilgen“, ist gezwungen das Kapital zusammenzuhalten, damit er seinen Ambitionen für das Atomprogramm betreiben kann.

Trotz der enormen Einkünfte aus dem Ölgeschäft, ist Irans Wirtschaft in ernsten Schwierigkeiten geraten. Das unter zunehmender Arbeitslosigkeit und Inflation leidende iranische Volk könnte bald für das Regime ermüdend werden, das sein Brot für Gewehre opfert.

Die Vereinten Nationen sollten aufpassen. Wirtschaftliche Sanktionen gegen Teheran werden das Land weiter in die Isolierung treiben und vielleicht einen so starken inneren Druck aufbauen, dass Teheran gezwungen wird, sich der internationalen Forderung zum Stopp der Urananreicherung zu beugen.

Seit der Wahl Ahmadinejads im letzten Jahr tritt immer mehr Kapital die Flucht aus dem Iran an. Viele Investoren wurden durch die Kraftprobe um das Atomprogramm des Landes nervös und legten ihr Kapital bevorzugt in stabileren Märkten wie zum Beispiel Vereinten Arabischen Emirats an.

Tausende Firmen von Iranern sind jetzt in Dubai oder anderen Orten außerhalb des Landes. Sogar der normalerweise aktive Immobilienmarkt in Teheran ist aufgeweicht. Das Hoover-Institut schätzt, dass bereits mehr als 200 Milliarden $ den Iran verlassen haben. Teheran, verzweifelt auf der Suche nach Kapital, hat in diesem Jahr früher begonnen, Vermögenswerte von europäischen Banken abzuziehen.

Die Atomkrise ist nicht das Einzige, was die Investoren beschäftigt. Sie sind ebenfalls besorgt über die marktfeindliche Politik Ahmadinejads.

Zum einen hat er eiskalt frühere Reformen zur Privatisierung der Wirtschaft Irans gestoppt. 80% der Wirtschaft sind bereits in den Händen Irans, und Ahmedinejad hat Investitionen auf den öffentlichen Sektor umgeleitet. Sein erster Haushalt, der im vergangenen Monat vom iranischen Parlament genehmigt wurde, ringt der Regierung 25% ab.

Das private Bankenwesen ist nach Hoover in einer ernsten Krise. Seit der Präsident die monopolistische Verstaatlichung der Banken angeordnet hat, sind die Teheraner Zinssätze gesungen. Die Ängste sind groß, dass die Zinssätze, die schon bei 14% liegen, in die Höhe schießen könnten.

Es wird davon gesprochen, dass Ahmadinejad entsprechend des islamischen Gesetzes Zinsen völlig abschaffen will, um Wucher zu verhindern. Einige orthodoxe Bankmanager haben bereits ein Moratorium zu Anleihen angekündigt.

Der Präsident hat auch unterstellt, dass der Börsenmarkt eine Form von Spiel sei, das ebenfalls "Un-islamisch" ist. Es ist nicht erstaunlich, dass der iranische Aktienindex seit der Wahl Ahmadinejads im Juni vergangenen Jahres beinahe ein Viertel seines Wertes verloren hat.

Die chronisch hohe Arbeitslosigkeit Irans ist unter Ahmadinejad drastisch gestiegen. Sie schwankt jetzt um 30%. Ganze 70% der iranischen Bevölkerung sind unter 29 Jahre alt. Sie haben die Auswirkungen der Krise auf dem Arbeitsmarkt zu tragen. In einer neueren Umfrage der staatlichen nationalen Jugendorganisation, bezeichneten junge Menschen die Arbeitslosigkeit als eines ihrer Hauptprobleme. Ihre Aussichten sind so niederschmetternd, dass 55% der iranischen Jugendlichen bereits einmal über Selbstmord nachgedacht hat, fand die Studie heraus.

Diese Unzufriedenheit ist ein potenzielles Pulverfässchen, das sich gegen das herrschende Regime wenden könnte. Wirtschaftliche Sanktionen, sowie die Einschränkung der Reisefreiheiten könnten das Fass zum Überlaufen bringen.

Die Wut des Durchschnittsiraners würde sich letzten Endes gegen Ahmadinejad und die Mullahs richten. Wenn die Lebenssituation schlecht genug ist, werden die Studenten sicher wie in den 70ern revoltieren – nur diesmal würden sie sich für Reformen nach westlichem Vorbild entscheiden.

Washington sollte auf Verweigerer wie Russland und China im UN-Sicherheitsrat Druck ausüben, um Sanktionen verhängen zu können. Die Unterstützung für Ahmadinejads Regierung und ihr Säbelrasseln wird sicher im Land abnehmen, besonders seitdem sich seine Innenpolitik bereits gegen die Wirtschaft und das iranische Volk richtet.