Monday, February 6, 2023
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US-General: Irakische Wahlhelfer haben Verbindungen zum iranischen Regime

General Ray Odierno said Ali al-Allami and Ahmed Chalabi "clearly are influenced by Iran."Quelle: The New York Times 17. Februar 2010

WASHINGTON – General Ray Odierno, der ranghöchste amerikanische Kommandeur  im Irak, sagte am Dienstag, dass zwei einflussreiche irakische Politiker, die jetzt am Boykott von Kandidaten für die Parlamentswahlen im kommenden Monat beteiligt sind, enge Verbindungen zum Iran haben, wodurch die Wahlen unterlaufen werden könnten. General Odierno sprach überraschend unverblühmt in der Öffentlichkeit über seine Bedenken im Zusammenhang mit den Aktivitäen von zwei Irakern: Ahmed Chalabi, ein Vertrauter der Bush Administration zu Beginn der Invasion von 2003. Es wurde jetzt festgestellt, dass er den Vereinigten Staaten falsche Informationen geliefert hat. Und Ali Faisal al-Lami wird verdächtigt, in die Ermordung von shiitischen Milizen verwickelt gewesen zu sein: Ihm wird auch einen Verbindung zu einem Bomenattentat in Bagadad vorgeworfen. Diese Beschuldigung wies er jedoch zurück.

Die beiden irakischen Politiker „sind eindeutig vom Iran beeinflusst“, sagte General Odierno. „Wir haben Informationen aus erster Hand, die dies bestätigen.“ Er fügte hinzu, dass die beiden Männer mehrere Treffen im Iran hatten, u.a. Sitzungen mit einem Iraner, der in den Vereinigten Staaten auf der Terrorliste steht. General Odierno sprach auf einem Forum in Washington, dass vom Institut für Kriegsstudien, einen Forschungszentrum für Politik, gesponsert wurde.

Shiitische Hardliner im Iran würden versuchen, durch öffentliche und versteckte Aktionen Einfluss auf die kommenden nationalen Wahlen im Irak zu nehmen, sagte er und zählte Investionen und andere finanzielle Unterstützungen zur Einflussnahme auf die Wähler auf wie auch die fortlaufende Unterstützung von gewaltbereiten Gruppen im Irak. Herr Lami, ein enger Berater von Herrn Chalabi, ist verantwortlich für ein Leitungsgremium, das mehrere Hundert Kandidaten für die Wahlen am 7. März disqualifizierte, weil sie die Baath Partei gefördert hätten. Am Härtesten hatte es sunnitische Kandidaten getroffen und die Aktion rief Befürchtungen hervor, dass die Sunnis von den iraksichen Shiiten an den Rand gedrängt würden.