Tuesday, November 29, 2022
StartPublikationenGastbeiträgeUSA muss Dissidenten im Irak schützen

USA muss Dissidenten im Irak schützen

News Leadder – Von General David Phillips, Oberst Wesley Martin, Leutnant Oberst Leo McCloskey, 25. April 2012

Ein Jahr ist in diesem Monat vergangen, seit der Frieden in einem Flüchtlingslager unter „dem Schutz“ der irakischen Regierung zerstört wurde und irakische Soldaten 36 schutzlose iranische Dissidenten ermordeten und Hunderte verletzten. Trotz der Aufrufe des US Kongreß, der EU und der UN gab es bisher keine unabhängige Untersuchung und niemand wurde zur Rechenschaft gezogen.

 

Der Grund dafür geht an einen dunklen und ungemütlichen Ort. Es war nicht die erste tödliche Attacke auf die Flüchtlinge, die Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) sind, und die an einem Ort leben, der als Camp Ashraf bekannt ist. Es gab zuvor ein Muster der Gewalt und Einschüchterung, die von schiitischen Vertretern der Maliki Regierung ausgingen, eine4 Regierung, welche die USA bezahlte und an die Macht brachte. Die grausame Ironie der US Opfer ist, dass es nun eine Atmosphäre des Einflusses zwischen Bagdad und Teheran gibt, die darin fortschreitet, die MEK zu zerstören, die einzige organisierte Opposition zu den Mullahs. 
 
Der Kern der Mitglieder der MEK will einen säkularen, demokratischen und atomwaffenfreien Iran. Dafür wurden sie aus dem Iran vertrieben und siedelten sich vor 26 Jahren in der Nähe von Bagdad in Camp Ashraf an. 1997 wurde die Opposition durch eine verfehlte Politik des Dialoges mit Teheran weltweit auf die Terrorlisten gesetzt, obwohl es eindeutig war, dass die Gruppe viele Dinge mit der freien Welt in ihrer Ideologie teilte.

2003 übernahmen die US Streitkräfte die Kontrolle von Camp Ashraf. Es fand eine Untersuchung der 3400 Bewohner statt, mit dem Ziel, zu erfahren, ob Terroristen unter ihnen waren. Die Bewohner gaben freiwillig der US Armee ihre Waffen und erhielten dafür den Status „geschützter Personen“ unter der vierten Genfer Konvention.

Der Irak übernahm dann 2009 die Verantwortung über das Camp und gab Zusagen, dass die Flüchtlinge „human behandelt werden.“ Doch am 8.April 2011 startete die irakische Armee diesen brutalen Angriff. Videos zeigten Männer und Frauen, denen aus kurzer Distanz in die Köpfe geschossen wurde oder die von irakischen Humvees überfahren wurden. Regierungschef Maliki sagte damals, er würde das Camp in Tagen komplett räumen lassen und die Überlebenden in die Wüste schicken oder sich selbst überlassen. Weitere Angriffe wurden jedoch nach massiven internationalen Kampagnen eingestellt und es kam zu einem Abkommen zwischen der UN und dem Irak, in dem sich dieser verpflichtete, die Bewohner weiter zu schützen. 

Brigadegeneral David Phillips (im Ruhestand) kommt aus Missouri und war der frühere Chef der Militärpolizeischule in Fort Leonard Wood und früherer Kommandeur aller Polizeioperationen im Irak, zu dem auch Camp Ashraf gehörte.
Oberst Wesley Martin (im Ruhestand) diente als hochrangiger Offizier der Antiterroreinheiten aller Koalitionsstreitkräfte im Irak und war der erste Oberst für Camp Ashraf.
Leutnant Oberst Leo McCloskey (im Ruhestand) war Kommandeur der gemeinsamen ressortübergreifenden Task Force für Camp Ashraf bis 2009