StartStoppt Hinrichtungen im IranIran: Frauen im Evin-Kerker – Kellerverlegung als klare Folter

Iran: Frauen im Evin-Kerker – Kellerverlegung als klare Folter

 

Der kritische Zustand kranker Gefangener, darunter Fatemeh Ziaei und Shiva Esmaeili, gibt Anlass zu einem dringenden Aufruf zum Handeln in Bezug auf die Notlage weiblicher politischer Gefangener in Evin und zur Freilassung der Schwerkranken.

Die iranische Widerstandsbewegung warnt vor den desolaten Lebensbedingungen weiblicher politischer Gefangener in Evin und fordert den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, den UN-Sonderberichterstatter für den Iran und andere Menschenrechtsorganisationen zu dringenden Maßnahmen auf, um ihre Situation zu untersuchen und die Freilassung kranker Gefangener zu erwirken.

Nach einem Bombenanschlag im Juli letzten Jahres wurden weibliche Gefangene in das Gefängnis Qarchak in Varamin verlegt, wo es an grundlegenden Lebensstandards mangelt. Vor einigen Wochen wurden diese Gefangenen zurück nach Evin gebracht, jedoch in einen Kellerraum, etwa 40 Stufen unter der Erde, verlegt. Dieser Ort ist extrem feucht, schmutzig und von Nagetieren, Insekten und anderem Ungeziefer befallen. Diese Zustände stellen ein klares Beispiel für Folter dar und sind besonders qualvoll für kranke Gefangene.

Unter diesen Gefangenen befindet sich die 68-jährige Fatemeh Ziaei, eine politische Gefangene, die erstmals in den 1980er Jahren inhaftiert wurde, sieben Mal verhaftet wurde und insgesamt 13 Jahre im Gefängnis verbracht hat. Sie leidet an fortgeschrittener Multipler Sklerose (MS), Tuberkulose und einer inneren Infektion. Der Druck der Haft und der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung haben ihr irreparablen Schaden zugefügt und stellen eine tödliche Gefahr für ihr Leben dar. Am 19. Januar 2025 wurde sie, nachdem ein Gerichtsmediziner bestätigt hatte, dass sie aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung die Haftbedingungen nicht ertragen könne, gegen Zahlung von 300 Millionen Toman für den Rest ihrer Strafe freigelassen. Sie wurde jedoch im August 2025 erneut verhaftet und im Oktober 2025 vor die 15. Kammer des sogenannten Islamischen Revolutionsgerichts in Teheran, unter dem Vorsitz des Gefolgsmanns Salavati, gebracht, um sich neuen Anklagen zu stellen.

Shiva Esmaeili, eine weitere politische Gefangene, die in Evin eine zehnjährige Haftstrafe verbüßt, leidet unter chronischen, starken Schmerzen im unteren Rücken. Da sich ihr Gesundheitszustand weiter verschlechtert, verweigern ihr die Gefängnisbehörden den Zugang zu spezialisierter medizinischer Behandlung.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)

  1. Dezember 2025