Thursday, February 9, 2023

Das Machwerk des Irans?

Das Machwerk des Irans?NWRI –  Investment Business Daily untersuchte in der folgenden Analyse die Verwicklungen des Iranischen Regimes in dass Bombenattentat auf die irakische Moschee in Samarra:

Irak: Wer hat die Goldene Moschee zerbombt? Sunniten zeigen mit dem Finger auf Teheran, Teheran klagt die USA an. Eine bessere Frage ist: Wer hat mehr Angst vor einem demokratischen Irak?

Es dauert vielleicht Jahre, bis der Fall der Zerstörung des Schiitenschreins in Samarra zu aller Zufriedenheit abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit werden wir sicher jede nur mögliche Theorie hören, angefangen bei plausiblen bis hin zu paranoiden. Zwei davon stellen wir hier vor.

Die erste, die für die meisten Sunniten im Irak und einige weltlich eingestellte Shiiten als glaubwürdig gilt: Der Iran war es. In dieser Woche sagte der stellvertretende Gouverneur der irakischen Provinz Salah ad-Din (das sunnitische Gebiet, wo sich der Samarra Schrein befunden hat), dass die ersten Ergebnisse in den Untersuchungen, „auf die Einmischung des Iranischen Sicherheitsministeriums hinweisen.“

Weitaus phantasievoller ist die Theorie, die von der iranischen Regierung und den Presseorganen verbreitet wird. In dieser Version der Ereignisse ist der Bombenangriff eine US-Zonistische-Britische Tat, die dazu führen sollte, die Muslime im Irak zu spalten und zu besiegen.

Der iranischen Zeitschrift Jomhuri-ye-Eslami zufolge waren die Amerikaner mit dem Ergebnis der Wahlen unzufrieden. Deshalb sollen sie „versucht haben, die kulturelle Basis der muslimischen Nationen anzugreifen, also den Islam.“ Diese Konspiration soll mit der „Veröffentlichung unverschämter Karikaturen“ in Dänemark begonnen haben. Mit dem Frevel an Samarra soll es weitergegangen sein.

Gholamali Haddad-Adel, Sprecher des iranischen Parlaments, erklärte die Dinge auf folgende Art: "Nachdem es bei den Besatzern im Irak während der Wahlen, sowie in dem ganzen Gebiet, wiederholt zu Pannen gekommen ist, ist es einfach zu verstehen, dass dort objektiv Täter am Werk gewesen sind, die vorhatten, die innere Ruhe im Irak zu stören, um Frieden und Stabilität im ganzen Land zu verhindern."

Aber wohin wird das führen? Hier zerstört sich die Logik von Teheran selbst. Der wahrscheinlichste Nutznießer von einem zerstrittenen Irak wäre sein Rivale und Nachbar, Iran. Wenn also die iranische Erzählung wahr ist, dann arbeiten die USA und die Mullahs zusammen, um die iranische Vorherrschaft im Mittleren Osten zu fördern. Diese Geschichte ist so bizarr, dass wir uns wundern, warum Teheran so schnell diese Version befürwortet. Will das Regime seine eigenen Spuren verwischen, indem es auf die nahöstliche Besessenheiten von mutmaßlichen Verschwörungen der USA und Israels anspielt?

Die Theorie, dass der Iran den Schreinangriff konstruiert habe, hat Probleme in sich. Es begünstigt die Interessen der Sunniten, und normalerweise würde niemand schiitischen Theokraten hinter einem solchen Vandalismus gegen heilige Stätten der schiitischen Muslime vermuten.

Auf der anderen Seite wurde der Angriff mit Präzision ausgeführt – gezielt auf eine goldene Kuppel aus dem Jahre 1905 – das lässt vermuten, dass die Angreifer versucht haben, bei den Schiiten Zorn zu provozieren, ohne das älteste, den heiligsten Teil des Schreins zu zerstören.

Es war auch deutlich, dass es keine Gewalttätigkeit gegen die Sunniten hervorrufen sollte. Wer hatte davon Vorteile? Die wirklichen Gewinner sind die Milizen und andere Unruhestifter auf der schiitischen Seite, die hier die Wut anzapfen konnten, um ihre eigene Kraft zu stärken. Vielleicht haben weder der Iran noch seine Verbündeten die Moschee bombardiert. Aber wenn sie es nicht getan haben, so hat die Tat zu ihrem Vorteil verholfen.

Es funktionierte wenigstens in einem Punkt. Die Phänomene eines Konfessionskrieges sind nicht mehr Gegenstand von wiederholten terroristischen Akten. Die meisten Schiiten und Sunniten scheinen erkannt zu haben, dass es besser ist vereint zu sein, als sich gegenseitig die Kehlen durchzuschneiden.

Es muss ihnen auch klar geworden sein, dass nicht alle ihre Nachbarn ihnen gutes wünschen. Die iranische Diktatur hat mehr als genug Gründe, einen vereinten Irak zu fürchten, der fähig ist sich gegen militärische Bedrohungen zu wehren und ein ansteckendes Beispiel für Freiheit ist. Die Iraker wissen vielleicht nicht, wer die Kuppel bombardiert hat, aber sie lernen, wer ihre wirklichen Feinde sind.