Saturday, December 3, 2022
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Die Doppelfunktion der IRGC: Unterdrückung im Inland und Terrorismus im Ausland – Teil VII

Von Reza Shafa
Die Operationen der IRGC in anderen Regionen

1. Von 1981 bis 1986, wurde eine Spezialeinheit der Armee eingesetzt, um die Ermordung des Führers des Iranischen Widerstandes, Massoud Rajavi, in dem Vorort von Paris zu ermorden, wo er vor fünf Jahren lebte. Viele verschiedene Pläne wurden von den Sondereinsatzeinheiten des IRGC ausprobiert; der Iranische Widerstand konnte alle auf bedachte Weise vereiteln.

2. Obwohl der IRGC in den achtjährigen Iran-Irak-Krieg intensiv verwickelt war, wurde die Idee, die terroristischen Taktiken als Zusatz zu den herkömmlichen Kriegsmethoden niemals aufgegeben. Dazu baute die Organisation die drei folgenden separaten Garnisonen auf:

• die Ramadan Garnison für den Guerillakrieg im benachbarten Irak;

• die Nasr Garnison für den Guerillakrieg in den östlichen Nachbarländern Irans: Turkei, Pakistan und Afghanistan;

• die Balal Garnison für Terrorakte im Rest der Welt.

3. Im Januar und Februar 1987 kam es zu einer Reihe von Bombenattentaten in Paris. Ein Terrorakt schlug fehl und zwei der darin verwickelten Personen wurden getötet. Lotfi Bin Khala, der dabei verhaftete Terrorist, enthüllte, dass der spätere Minister für Nachrichtendienste und Sicherheit (MOIS) und jetziger Führer der Organisation für Haj und Oqaf, Mohammad Mohammadi Raishahri, sowie Mohsen Rafiqdoost, der spätere Minister der IRGC, bei den Explosionen federführend waren und den Mullahs Verhandlungen mit Frankreich durch ihre Geiselnahmen im Libanon ermöglichten.
 
4. 1987, wurden die beiden iranischen Piloten der Luftwaffe, Colonel Heidari und Major Hassan Mansour von einem Mordkommando der IRGC unter dem Kommando des gegenwärtigen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad getötet. Die beiden Offiziere waren gerade erst aus dem Iran entkommen.

5. Nach dem Ende des Iran-Irak-Krieges 1988 und Khomeinis Tod im Frühsommer 1989 intensivierte die IRGC ihre Terrorakte.

1991 wurde die Qoudsarmee der IRGC auf Befehl des neuen Höchsten Führers der Mullahs, Ali Khamenei, ins Leben gerufen. Er füllte das Machtvakuum aus, dass Khomeini nach seinem Tod hinterlassen hatte. Die neue Armee, von der angenommen wird, dass sie die schlagkräftigste Kraft in der IRGC sei und besonders für extraterritoriale Operationen eingesetzt wird, erledigte, was beabsichtigt war. Wahrscheinlich hat das zu ihrem Ruf beigetragen. Der erste Kommandeur der Qoudsarmee war Brigadegeneral Ahmad Vahidi; er war ein Offizier der IRGC und besonders bewandert bei der Befehligung von Terroroperationen wie die Entführung von Ausländern, zum Beispiel wie im Libanon in den 80er Jahren. Generalmajor Mohsen Rezaii konnte bei einem Interview mit der offiziellen Tageszeitung Kayhan am 21. Oktober 1991 nicht seinen Jubel über den Aufbau der Qoudsarmee verheimlichen und sagte: "Es wird ein Tag kommen, an dem die Flammen des Hasses und der Wut der [Muslime] das Herz Washington D.C. erreichen. Dafür wird die USA verantwortlich sein … Es wird ein Tag kommen, an dem Juden, wie Salman Rushdie, keinen Platz mehr zum Leben finden werden."

Reza Shafa ist ein Experte für das Geheimdienstnetzwerk des iranischen Regimes im Iran und im Ausland. Er hat u. a. umfangreiche Studien über den VAVAK (MOIS), das Nachrichtendienstamt des IRGC und die Qoudsarmee betrieben. Gegenwärtig schreibt er für die Website des NWRI.