Monday, November 28, 2022
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Die Doppelrolle der IRGC: Unterdrückung im Inland und Terrorismus im Ausland – Teil VI

Von Reza Shafa
Die Rolle der IRGC bei der Unterdrückung im Inland und für den Terrorismus im Ausland wächst

Die Führungsoffiziere
Gegenwärtig sind folgende Männer Führungsoffiziere in der Armee:

1.    Generalmajor Mohammad Ali (Aziz) Jafari, Oberbefehlshaber;
2.    Brigadegeneral Morteza Rezaii, Stellvertretender Kommandeur;
3.    Brigadegeneral Mohammad Hosseinzadeh Hejazi, Obmann der Stabschefs;

4.    Brigadegeneral Mohammad Reza Zahedi, Kommandeur der Bodentruppen;
5.    Brigadegeneral Hassan Salami, Kommandeur der Luftwaffe;
6.    Konteradmiral Safari, Marinekommandeur;
7.    Früher war Brigadegeneral Hejazi der befehlsahabende Offizier der Bassij Armee, heute ist er der Obmann der Stabschefs; der Höchste Führer des Regimes, Ali Khamenei gab Jafari den Befehl, die Bassijarmee zu kommandieren. Das Regime wollte keinen unabhängigen Befehlshaber für die Bassij; im Gegenteil, Khamenei nimmt einen größeren zukünftigen Konflikt mit den USA sehr ernst und zählt deshalb für alle Fälle auf die Armee zur Zerschlagung und Unterdrückung jeglicher Aufstände im Inland.
8.    Brigadegeneral Qassem Soleimani, Kommandeur der Qods Armee.

Kurzbiografie von Generalmajor Mohammad Ali Jafari

Generalmajor Mohammad Ali Jafari auch Aziz Jafari war ein Befehlshaber der IRGC und ist ein Veteran des achtjährigen Iran-Irak-Krieg, an dem er als ein befehlshabender Offizier teilnahm. Er wurde im Krieg an der Südfront zum Kommandeur ernannt und war später Befehlshaber an der Nordwestfront. Nach der Feuerpause dieses langen blutigen Krieges ging Jafari vor drei Jahren zur Imam Hossein Universität der IRGC, um einen Abschluss zu machen. In dieser Zeit führte er das operative Büro der Bodentruppen der IRGC. von 1995 bis 1996 befehligte Jafari die Bodentruppen der IRGC und wurde zum Verantwortlichen der Teheraner Sarallah Garnison benannt, die die Sicherheit in der Hauptstadt aufrecht erhalten sollte. Auf Befehl Khameneis wurde er am 20. August 2005 als Direktor des Zentrums für Strategische Studien und am 1. September 2007 als Oberbefehlshaber der IRGC benannt.

Die Rolle der IRGC für den Terrorismus

Mit der Einbindung der Armee in Geiselnahmen und Terroranschläge seit den ersten Tagen ihrer Gründung wurde viel über ihre Rolle für den Terrorismus gesprochen.

Die Mehrheit der Kommandeure der IRGC waren Freunde, als sie 1979 die amerikanische Botschaft in Teheran überfielen und die US Diplomaten für 444 Tage als Geiseln nahmen.

Am 6. Juni 1982 war die Anwesenheit der IRGC im Libanon durch den Einsatz einer ihrer wirksamsten professionellen Einheiten, der Prophet Mohammad Brigade, in der Bekaa Ebene gekennzeichnet. Auf direkten Befehl Khomeinis und unter dem Kommando von Hossein Mosleh, einem ehemaligen Nachrichtenoffizier sollte sie im Libanon eine zweite Islamische Republik schaffen.

Etwas mehr als ein Jahr später, am 23. Oktober 1983, wurde die Armee voll operationsfähig und setzte ihr größtes Projekt um, als zwei Autobomben zwei getrennt voneinander stehende Gebäude in Beirut zerstörten, in dem Angehörige der Multinationalen Eingreiftruppe im Libanon aus den USA und Frankreich lebten. Dabei wurden Hunderte Bedienstete getötet, die Mehrzahl von ihnen waren Angehörige der US Marine. Kurze Zeit später, gaben die Mullahs in Teheran der IRGC grünes Licht in der Ebene mit der zweiten Phase des Planes zu beginnen.

Nach dem die IRGC den Tod in den Libanon gebracht hatte, begann eine Reihe von Geiselnahmen und Ermordungen von Ausländern in diesem Land.

Mosleh prahlt mit seinen Taten im Libanon Im dritten Jahr seiner Mission in der Bekaaebene erklärte er im Juli 1985 die Ziele der IRGC: "Die IRGC hat in den drei Jahren im Libanon folgende Ziele erreicht:

– Unsere erste Aufgabe war die kulturelle Aufklärung der Libanesen durch den Export der Islamischen Revolution in das Land;
– Der nächste Schritt war die ideologische und militärische Ausbildung der libanesischen Brüder. Zuerst begannen wir mit den Grundlagen in der Moschee vor Ort und dann wurden die 40 Prozent der Freiwilligen in neuen Kursen weiter ausgebildet. Die ideologische Ausbildung hatte jedenfalls immer vor der militärischen Vorrang;
– Die Organisation der neuen libanesischen Rekruten [innerhalb der militärischen Formation] war der dritte Schritt und ergänzte die vorhergehenden;
– Der letzte Schritt sollte der Einsatz der neu organisierten Armee bei bestimmten Missionen sein."

Der vierte Schritt, den Brigadegeneral Mosleh erwähnte ist ein klassischer Schritt der IRGC und wurde von Anfang an in jedem Land des Mittleren Ostens und der Umgebung so umgesetzt. Im Libanon, im Irak, in Afghanistan und sogar in Bosnien war es das gleiche; einfach eine Stellvertreterarmee bilden, die aus der armen lokalen muslimischen Bevölkerung gebildet wurde.

Durch den Einsatz solcher Taktiken wie Geiselnahmen gibt es über die IRGC viele Berichte. Mohsen Rafiqdoost, einst Minister der IRGC und ein hochrangiger Kommandeur der Armee ließ den Gesandten des ehemaligen Präsidenten Francois Mitterand nach Verhandlungen zur Befreiung der französischen Geiseln im Libanon wieder unverrichteter Dinge zurückkehren.

Unabhängig davon, kommentierte Rafiqdoost die Explosionen 1993 auf dem US amerikanischen und französischen Gelände frech als einen der größten Erfolge der IRGC. "Das TNT und die Ideologie, die auf einen Schlag 400 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten des Hauptstützpunktes der Marine zum Teufel gejagt hat, wurden vom Iran geliefert", sagte Rafiqdoost am 20. Juli 1991 in einem Interview mit der staatlichen Zeitung Resalat.

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Reza Shafa ist ein Experte für das Geheimdienstnetzwerk des iranischen Regimes im Iran und im Ausland. Er betrieb u. a. intensive Studien über den VAVAK (MOIS), das Geheimdienstbüro der IRGC und die Qodsarmee. Gegenwärtig schreibt er für die Website des NWRI.