Sonntag, den 31. Mai 2015, 14. 02 Uhr
Die Nuklear-Inspektoren der Vereinten Nationen würden nicht gut daran tun, einen Blick in die Nuklear-Anlagen des Iran zu wagen. Wenn sie es dennoch tun, werden wir sie verhaften und ihnen geschmolzenes Blei in ihre Kehlen gießen – das erklärte ein ranghoher Kommandeur der Revolutionsgarden des iranischen Regimes.
Brigadegeneral Gholamhossein Qeybparavar, Kommandeur der Truppen des IRGC in der Provinz Fars, sagte am Samstag: „Sie würden falsch daran tun, unsere militärischen Zentren zu besichtigen. Jedem, der es wagt, Zentren des IRGC zu besichtigen, werden wir die Kehle mit geschmolzenem Blei füllen.“
In einer Rede vor Vertretern des iranischen Regimes, Mitgliedern der paramilitärischen Bassij-Truppe und ranghohen Geistlichen der Stadt Eghlid – in der im Süden gelegenen Provinz Fars – sagte er: „Wir haben unser nukleares Wissen vom Westen und von den Europäern nicht erbettelt; wir werden es ihnen nicht zurückgeben. Wir haben dafür viel erlitten und auf diesem Wege unsere besten jungen Wissenschaftler verloren.“
Mit diesen Bemerkungen reagierte Qeybparavar darauf, daß die Frage eines Zugangs internationaler Inspektoren zu den iranischen Nuklearanlagen auf dem Weg zu einer endgültigen nuklearen Vereinbarung einen Monat vor dem Ende der dafür gesetzten Frist zu einem entscheidenden Problem zwischen Teheran und den sechs Großmächten geworden ist.
Die Vereinigten Staaten und Frankreich haben gedroht, sie würden jede Vereinbarung, die keinen Zugang erlaubt, blockieren, doch der Höchste Führer des iranischen Regimes hat alle Inspektionen und Interviews mit Nuklear-Forschern, die bei den geheimen Nuklearanlagen mitarbeiten, kategorisch ausgeschlossen.
Westliche Politiker erklären, Inspektionen der militärischen Anlagen durch den Wachhund der Vereinten Nationen, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), und Zugang den Wissenschaftlern, die beim Nuklearprogramm des iranischen Regimes tätig seien, seien von entscheidender Bedeutung für die Beantwortung der Frage, ob das Regime an einem geheimen Atomwaffenprogramm arbeite.
Nach Informationen, die der iranischen Oppositionsbewegung „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“ vorliegen, wurde am Donnerstag bekannt, daß das iranische Regime und die Regierung von Nordkorea noch Ende April 2015 Informationen und Expertendelegationen auf dem Felde der Atomwaffen und besonders atomarer Sprengköpfe ausgetauscht haben.
Eine nordkoreanische Delegation mit Spezialisten für Sprengköpfe und andere Elemente der Ballistik hat sich Ende April eine Woche lang in dem Land aufgehalten.
Die nächste Delegation nordkoreanischer Experten wird im Juni im Iran erwartet; es soll sich um neun Fachleute handeln.
Der Sprecher der PMOI, Shahin Gobadi, sagte während einer online-Konferenz am Donnerstag: „Gründliche Inspektionen zu jeder Zeit und an jedem Ort, einschließlich aller militärischen und nicht-militärischen Anlagen, die Auskunftspflicht des Regimes über seine nuklearen Projekte und der bedingungslose Zugang zu seinen Nuklear-Forschern und zu dem Netzwerk, mit dem es nukleares Material schmuggelt – all das gehört in jedwede Vereinbarung mit ihm. Andernfalls wäre jede Behauptung, Teherans Weg zum Erwerb von Atomwaffen sei beendet, nichts als Illusion.“
