Tuesday, February 7, 2023
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Regimeeinheiten belagern Homs; 69 Menschen in ganz Syrien getötet

Asharq Al-Awsat – BEIRUT — Syrische Truppen dringen in besetzte Teile der Stadt Homs ein, nachdem am Sonntag in Syrien vier Menschen getötet wurden, einem Tag nachdem bereits 69 Menschen laut eines Berichtes eines Beobachterteams starben.
Ein Zivilist wurde in der Rebellenhochburg Khalidiyeh getötet, das auch wie andere Teile von Homs „mit Granaten von Regimeeinheiten beschossen wurde, nachdem diese seit einigen Tagen versucht hatten, in diesen Bezirk einzudringen.“, so das Syrische Observationszentrum für Menschenrechte.

Aktivist Abu Bilal sprach mit AFP über Skype aus der Altstadt in Homs. Er sagte, die Belagerung des Regime, die seit Tagen andauert, sei „erstickend“. „Sie beschießen uns rund um die Uhr. Es gibt kaum Wasser und Essen und uns gehen die Medikamente aus.“ Abu Bilal bestätigte damit die Sorgen der Opposition und der Beobachter vom Samstag, dass das Regime nun belagerte Bezirke stürmt und die Leute, die dort sind „massakrieren“ wird.

Er ergänzte, dass Duzende Zivilisten in der Altstadt verletzt sind und das „viele von ihren sterben, wenn sie nicht bald behandelt werden und sie aus der bekämpften Zone heraus kommen.“

Unter den Getöteten vom Samstag war auch ein Zivilist, der von einem Scharfschützen in Khan Scheichhun in der nordwestlichen Provinz Idlib ermordet wurde, so Beobachter.

In der nördlichen Provinz Aleppo beschossen Regimeeinheiten die Ortschaft Abyan, töteten dabei einen Mann, so die Beobachtergruppe. Ein weiterer Zivilist wurde in der Damaskus Provinz nieder geschossen. Laut des Aktivistennetzwerkes des lokalen Koordinationskommitees sorgte „schwerer Beschuß“ der Stadt Babka in der Aleppo Provinz für „Panik unter den Bewohnern“.

In Aleppo gab es laut Aktivisten einen „zeitgleichen Angriff auch in den Außenbezirken“. „Revolutionäre Graffiti befände sich an den Wänden und Fassaden der Läden“.

Truppen und Rebellen kämpften die ganze Nacht in der Stadt Mliha in der Damaskus Provinz, so Beobachter. Einheiten, die loyal zu Präsident Bashar al-Assad stünden, griffen auch den vierten Tag in Folge die Rebellenbastion in Duma und die Außenbezirke der Hauptstadt an.

Die Beobachtergruppe sagte am Samstag, dass mehr als 1000 Familien in Homs gefangen seinen und dass es dort an Medizin und Ausrüstung mangele.

Die Hochburg der Rebellen in Homs ist seit mehr als einem Monat unter schwerem Beschuß, nachdem Regimeeinheiten Baba Amr in der Nähe der Stadt einnahmen. 69 Menschen wurden am Samstag im ganzen Land getötet, 51 Zivilisten, 16 Soldaten und zwei Rebellen, so die Beobachtergruppe. Seit dem Beginn des Aufstandes vor 15 Monaten seien laut der Gruppe 14.400 Menschen getötet worden, die meisten davon seien Zivilisten gewesen.