Monday, November 28, 2022
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USA bringen Mann ins Gefängnis für den Versuch, militärisch verwendbare Technologie in den Iran zu exportieren

Ein Bezirksgericht in den USA hat einen Mann zu 6 ½ Jahren Gefängnis verurteilt, weil er versucht hat, eine ausgeklügelte Technologie, die in den USA hergestellt wird und militärisch verwendbar ist, an das Regime im Iran zu verkaufen.

 

„Die Elektronenröhren, die für militärisches Radar im Flugzeug und für Kreiselkompasse, die zur Navigation von Marineschiffen dienen, entworfen wurden, waren tatsächlich für den Iran bestimmt, obwohl es schon lange US Sanktionen gibt, die solche geschäftlichen Transaktionen mit der Nation im Mittleren Osten verbieten“,  schrieb am Freitag  The San Diego Union-Tribune. [Elektronenröhren werden offenbar u.a. im Radarwesen noch verwendet].

„Sechs Monate lang hat Arash Ghahreman beinahe täglich mittels 200 Emails, 100 Telefongesprächen und Hunderten von Textbotschaften über den Export“ der hoch entwickelten Technologie verhandelt.

„Es hat sich dann herausgestellt, dass US Unterhändler, die mit Ghahreman kommuniziert haben, in Wirklichkeit keine Zwischenhändler waren, sondern verdeckte bundesstaatliche Agenten in San Diego“, heißt es in dem Blatt.

„Am Donnerstag wurde Ghahreman, ein gebürtiger Iraner mit US Staatsbürgerschaft, vom Bundesgericht in San Diego zu 6 ½ Jahren Gefängnis für das Umgehen von Handelssanktionen und das Wirken als Reinwäscher bei den illegalen Tätigkeiten verurteilt.

Was an Ghahremans Fall vielleicht das Besondere ist, ist die Raffinesse des Vorgehens und die Möglichkeit, dass die Gegenstände militärisch genutzt werden könnten.

Ghahreman, ein Bewohner von Staten Island, N.Y., hatte als Schiffsingenieur in verschiedenen Schiffbauunternehmen gearbeitet, als er eine Email von seinem Collegekameraden in einer iranischen Universität bekam. Koorush Taherkhani hatte TIG Marine Engineering gegründet, eine Firma in Dubai, und brauchte die Hilfe von Ghahreman, um sich Geräte aus den USA zu verschaffen.

Ein Deutscher, der in Dubai wohnt, Ergun Yildiz, wurde als Präsident und CEO „angestellt“ und diente Aushängeschild der Firma.

Ghahreman, 45 Jahre alt, trat an einen Lieferanten von Kreiselkompassen in den USA heran. Da sie nicht auf Lager waren, hat der Lieferant sich an den Hersteller Northrop Grumman gewandt, so die Ankläger. Beim Hersteller klingelten von Anfang an die Alarmglocken, wie er als Zeuge im Prozess ausgesagt hat.

Die Bundesbehörden erhielten einen Hinweis. Ghahreman wurde gesagt, er solle sich mit einem anderen Lieferanten in Verbindung setzen, wenn er an den Kreiselkompassen immer noch Interesse hätte. Er rief dort noch am gleichen Tag an und hat damit, ohne es zu wissen, die sechsmonatigen Verhandlungen mit den verdeckten Agenten des Heimatschutzes des USA und des Defense Criminal Investigative Service (Ermittlungsbehörde für Verbrechen, die im Rahmen des Verteidigungsministeriums tätig ist) begonnen.

Ghahreman fragte nach gewissen Mengen von verschiedenen Gegenständen, darunter eine Pumpstation, Halbleiter, Drucktransmitter, Schiffsmotoren und Armaturen, sagen die Ankläger.

Am Ende war er bereit, von den verdeckten Agenten vier NAVIGAT-2100 Glasfaser Kreiselkompasse und 50 Y-690 Elektronenröhren zu kaufen“. 

Die Sachen waren nicht harmlos, sondern ausgereifte Apparaturen mit sowohl militärischen als auch zivilen Verwendungsmöglichkeiten: Die Elektronenröhren wurden ursprünglich für luftgestütztes militärisches Radar entwickelt und die Kreiselkompasse in Schiffen, die vom Militär verwendet werden, darunter die US Boote zur Küstenwache, zitiert das Blatt den Assistant U.S. Attorney Shane Harrigan.