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USA konzentrieren sich auf Irangestützte Gruppen im Irak

Bagdad – Der oberste US-Kommandeur hat den Fokus von den al-Qaida als Hauptbedrohung für ein demokratisches Irak auf  Irangestützte ‘Spezialgruppen’ verschoben. Ein bedeutungsvoller Wandel, der sowohl die Komplexität dieses Krieges als auch seine sich verändernde Natur widerspiegelt.

Diese Verschiebung wurde diese Woche in Washington von General David Petraeus bekannt gegeben, der dem Kongress mitteilte, dass “,unkontrolliert, diese Spezialgruppen die größte Langzeitbedrohung der Lebensfähigkeit eines demokratischen Irak darstellen.”

Davor galt al-Qaida als größte Bedrohung unter den amerikanischen Kommandeuren.
Es besteht wenig Zweifel, dass schiitische Extremisten, die gegen die US- und irakischen Truppen kämpfen, iranische Waffen erhalten haben, auch wenn die iranische Regierung abstreitet sie zu versorgen.

Aber Petraeus’ Kommentare verschleiern die Tatsache, dass die USA in einen monumentalen Machtkampf innerhalb der mehrheitlich schiitischen Gemeinschaft getreten ist – und, was entscheidend ist, dass beide Seiten in diesem Kampf, nicht nur die Spezialgruppen, enge Kontakte zum Iran unterhalten.

Der Machtkampf ist lediglich die neueste Stufe jahrhunderte langer Verachtung zwischen den Familien der gegenwärtig führenden Schiiten-Führer: dem anti-amerikanischen klerikalen Muqtada al-Sadr und Abdul-Aziz al-Hakim, dessen politische Partei im Irak eng mit der US zusammenarbeitet, trotz seiner Verbindungen zum Iran.

Dieser inner-schiitische Wettkampf wird wohl – zeitweise brutal – fortbestehen, ungeachtet dessen, ob die Irakische Regierung und seine US-amerikanischen Unterstützer al-Sadr zwingen seine Mahdi Armeemiliz aufzulösen oder nicht. In der militärischen Terminologie deutet der Begriff ‘Spezialgruppe’ auf vermutlich abgespaltene Teile der Mahdi hin, deren Hauptsponsor der Iran ist.

Amerikanische Gesetzesmacher drückten diese Woche Besorgnis aus, da Petraeus keine Zusicherung gab, dass ein Ende des Krieges abzusehen ist.