Thursday, June 13, 2024
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Die Politiker steigern das finanzielle Elend der iranischen Arbeiter

Die Wirtschaft des Iran gleicht einem Scherbenhaufen; die jahrelange Korruption, Unfähigkeit und Mißwirtschaft haben sie verwüstet. Die Währung des Landes, der Rial, bewegt sich schon lange bergab; die Inflationsrate bewegt sich um 50%, und die Preise steigen zum Himmel. Aus all dem ergibt sich für die Iraner furchtbarer Druck.

Die Arbeiter des Iran, denen die Sicherheit des Arbeitsplatzes vollständig fehlt, gehören zu den verwundbarsten Teilen der Gesellschaft. Der freie Fall der Währung führt zu maßlos ansteigenden Preisen und hindert das Volk, vor allem die Arbeiter, an der Befriedigung seiner Grundbedürfnisse.

Am 1. März gab die staatliche Tageszeitung „Hamdeli“ zu: „Der Iran nimmt, was die Entlohnung der Arbeiter betrifft, Rang 160 ein – noch hinter Libyen, dem Irak, Bangladesh und einigen Nachbarländern.“

Nach „Hamdeli“ befinden sich die mageren Löhne der iranischen Arbeiter nicht im Einklang mit der „Zwei-Finger-Inflation“. „Zum Beispiel betrugen“ – so schreibt „Hamdeli“ – „die Löhne der Arbeiter vor zwei Jahren 18 Millionen Rial. Die Zahl war kleiner als die der Löhne der Arbeiter in Afghanistan.“ Und die Zeitung fährt fort, daher besitze der Iran unter dem Mullah-Regime die „billigste Arbeiterschaft der Welt“.

Und die staatliche Website „Radar-e Eghtesad“ schrieb am 2. März: „Der derzeitige Lohn deckt ein Drittel der monatlichen Lebenskosten eines Arbeiters. In dem kommenden (persischen) Jahr 1401 werden der Mindestlohn und die Unterstützungen einer aus drei Personen bestehenden Arbeiterfamilie 52 Millionen Rial betragen. Diese Zahl ist nicht verträglich mit der diesjährigen Inflations-rate, die 42,2% beträgt.“

Mit anderen Worten: Entsprechend dem derzeit auf dem freien Markt bestehenden Wechselkurs des Dollar wird der Lohn eines iranischen Arbeiters in dem persischen Jahr 1401 (das am 21. März beginnt) $200 betragen.

„Unter diesen Umständen muß ein verheirateter Arbeiter – Oberhaupt eines dreiköpfigen Haushalts – zusätzlich zu seinen 52 Millionen 37 Millionen Rial dazu verdienen, nur um die gegenwärtigen Lebenskosten der Familie zu decken und nicht unter die Armuts-grenze zu fallen.“

Die Website „Radar-e Eghtesad“ versichert: „Nach den Experten betragen die Mindestkosten eines ‚Lebenskorbes‘ 100 bis 120 Millionen Rial. Doch die Mitglieder des Höchsten Arbeiterrates haben für besagten Lebenskorb nur 89 Millionen Rial angesetzt.“

Mit anderen Worten: Für die iranischen Arbeiter „ist ein Lohn von 52 Millionen Rial unrealistisch. Die iranische Arbeiterschaft wird sich selbst überlassen; sie muß sich unter dem intensiven Druck der Inflation verzweifelt um ein mageres Auskommen bemühen“ – so die staatlich kontrollierte Website.

Seit 2018 druckt das iranische Regime Banknoten, um das Haushalts-defizit zu kompensieren. Seit mehr als 10 Jahren wurde allmählich der Geldvorrat um jährlich mehr als 30% vergrößert. Er hat in den zurückliegenden Jahren seinen Höhepunkt erreicht, und die Liquidität des Landes übertraf die dreiprozentige Rate der Produktion. (Mir ist nicht ganz klar, was hier gemeint ist. L. W.)

Daher ist die Inflation explodiert; offiziellen Zahlen zufolge liegt sie derzeit bei etwa 50%, manchmal auch bei 60%.

In ihrem Artikel vom 1. März räumt „Hamdeli“ ein: „Nahrungsmittel erfahren eine Inflationsrate von 60%; die Mieten sind in Arbeitervierteln um 50 – 200% gestiegen. Im Jahre 2022 wurde der Tauschwert nicht kontrolliert, und die Politik der Regierung, die Arbeitern und ihren Löhnen die Steuern erhöht, bringt das Leben der Arbeiter in Gefahr.

Mit anderen Worten: Sie werden einen noch elenderen Zustand ihrer finanziellen Mittel ertragen müssen. Dabei verschwendet das Regime des Volksvermögen zum Schüren von Helferkriegen in vielen Ländern. Soziale Proteste breiten sich über alle Lebensbereiche der Gesellschaft aus und nehmen zu. Die derzeitige Welle von Demonstrationen, die vom Norden bis zum Süden sowie vom Westen bis zum Osten des Iran reicht, demonstriert den explosiven Zustand der Gesellschaft und enthüllt die finanzielle und politische Frustra-tion des Volkes.

Das Ziel Teherans besteht jedoch darin, weiterhin bösartige Projekte zu betreiben und seinen zerbrechlichen Besitz der Macht zu erhalten und daher die in Trümmern liegende Wirtschaft sich selbst zu überlassen. Daher nimmt die Instabilität der Gesellschaft zu und ruft in den staatlichen Medien und Funktionären Warnungen hervor.

„Radar-e Eghtesad“ warnt die Funktionäre des Regimes: „Die immer mehr zunehmenden Kosten, die ernsthafte Abnahme der Wohlfahrt, die zunehmende Armut, die soziale Unzufriedenheit, die sozialen Mißstände usw. vernichten die Toleranz des Volkes und reduzieren das Maß der sozialen Toleranz, bringen die Entwicklung zum Stillstand und führen zu einer Steigerung der Gewalttätigkeit.“