Saturday, December 10, 2022
StartNWRINWRI-VorsitzenderDie unmenschlichen Einschränkungen medizinischer Betreuung der Bewohner Ashrafs haben sich verschärft

Die unmenschlichen Einschränkungen medizinischer Betreuung der Bewohner Ashrafs haben sich verschärft

RajaviAshraf unter medizinischer Belagerung – Nr. 2

NWRI – Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, hat die Verschärfung der medizinischen Restriktionen gegenüber den Mitgliedern der PMOI in Ashraf beschrieben: die Verhinderung des Transports von irreversibel kranken Patienten in geeignete Krankenhäuser und die Verhinderung operativer Eingriffe durch die irakischen Truppen; sie erkennt darin ein besonderes Komplott des iranischen Regime zur Folterung und Tötung von PMOI-Mitgliedern in Ashraf, und eine flagrante Verletzung der internationalen Gesetze und Abkommen. Sie beschrieb diese unmenschlichen Maßnahmen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und verlangte, daß die Verantwortlichen vor internationalen Gerichten zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Das menschenfeindliche Regime des Iran hat damit den Preis verlangt für seine uneingeschränkte Unterstützung der Kandidatur Malikis für das Amt des irakischen Premierministers, die innerhalb des irakischen Volkes und seiner nationalistischen Kräfte auf umfassenden Widerstand stößt; der Preis besteht in der Verschärfung der an den Bewohnern Ashrafs verübten Repression. Daher nach Malikis Besuch in Teheran die Erhöhung des Drucks, die beispiellose Zunahme repressiver Maßnahmen, die auch den Zugang zu medizinischer Versorgung betreffen. Außerdem haben die irakischen Truppen bei drei Überfällen auf Ashraf im Oktober und November 29 Bewohner verletzt; sie haben die Anlieferung lebenswichtiger Güter, darunter Erdgas, Schmieröl für Generatoren, Kühlschränke und Tiefkühlanlagen, verhindert.

Frau Rajavi fügte hinzu: Die medizinischen Restriktionen sind seit zwei Jahren den Vertretern der Vereinten Nationen, der Regierung und den Truppen der USA sowie weiteren internationalen Behörden zu Gehör gebracht worden. Der iranische Widerstand fordert sofortige Intervention seitens dieser Behörden zur Verhinderung einer humanitären Katastrophe. Die Namen und Akten der irreversibel kranken Patienten sind im November 2009 bzw. April 2010 mit der Bitte um Transport in europäische Länder internationalen Behörden übergeben worden, darunter den Vereinten Nationen.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran hat gestern bekanntgegeben, daß die irakischen Truppen unter dem Befehl von Nouri al-Maliki den Transport von Frau Elham Fardipour, die an Kehlkopfkrebs leidet, in ein Krankenhaus verhindert haben. Es handelt sich um einen Teil des Plans der irakischen Truppen, den Bewohnern ärztliche Behandlung vorzuenthalten – um sie zu foltern und zu töten.

Ferner ist mitzuteilen: Unter scheinheiligen Vorwänden hat Omar Khalid Tamimi, der irakische Direktor des Krankenhauses von Ashraf, der die Instruktionen des mit der Unterdrückung von Ashraf beauftragten Komitees ausführt, gestern die Operation dreier Ashraf-Bewohner im Krankenhaus verhindert. In einer unmenschlichen Handlung betrat er den Operationssaal, hinderte die Ärzte an der Fortsetzung ihrer Arbeit und vertrieb sie aus dem Operationssaal. Diese Ärzte waren nach Ashraf gekommen, um Operationen an einer Reihe von Patienten vorzunehmen, die schon mehr als zwei Wochen lang auf die Operationen gewartet hatten.

Omar Khalid, der, als Arzt auftretend, die ominösen Ziele der Mullahs verfolgt, bedrohte einen Orthopäden und einen Neurochirurgen, die nach Ashraf gekommen waren und erklärte ihnen, ein weiterer Besuch des Lagers sei ihnen nicht gestattet. Bevor sie das Lager zum Zwecke der Operationen betreten hatten, waren diese Ärzte zum Hauptquartier des irakischen Bataillons gebracht und dort vor weiteren Besuchen Ashrafs gewarnt worden. Ärzte können dabei Ashraf ohnehin nur unter der Aufsicht des repressiven Komitees des Amts des irakischen Premiers und des Direktors Omar Khalid besuchen.

Zusätzlich zu den erwähnten Maßnahmen, hat sich Omar Khalid während der letzten beiden Wochen geweigert, Medikamente auszuhändigen, die von Bewohnern Ashrafs gekauft worden waren. Zum zweiten Mal verhinderte er die Anlieferung eines besonderen Stuhls für einen Krebspatienten, der von einem der Krankenhausärzte verschrieben worden war.

Frau Rajavi rief den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Sicherheitsrat und den Besonderen Vertreter des Generalsekretärs sowie die UNAMI auf, zusammen mit der Regierung und den Truppen der Vereinigten Staaten unverzüglich Maßnahmen zur Beendigung der unmenschlichen Belagerung Ashrafs sowie der unmenschlichen Beschränkung medizinischer Behandlung zu ergreifen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
11. November 2010