Nach den neuen Restriktionen für die Bewohner von Ashraf City schreibt Frau Rajavi an den US Präsidenten und unterstreicht die Verantwortung der US Truppen beim Schutz der Bewohner von Ashraf
Nach den neuen menschenunwürdigen Restriktionen für die Bewohner vom Camp Ashraf (in der irakischen Provinz Diyala), die Mitglieder der iranischen Organisation der Volksmojahedin (PMOI) sind, wendet sich Maryam Rajavi, die vom iranischen Widerstand gewählte Präsidentin, an den US Präsidenten und beschreibt die neuesten Ereignisse als einen erneuten Beweis für die Konspiration der religiösen Diktatur von Teheran. Sie erklärte, dass die Restriktionen durch die Äußerungen des Höchsten Führers Irans, Ali Khamenei, während seines Treffens am 28. Februar mit dem Präsidenten Iraks ausgelöst wurden.
Khamenei erinnerte den irakischen Präsidenten mit einer fordernden Stimme, dass „… das bilaterale Abkommen zur Ausweisung der PMOI aus dem Irak umgesetzt werden muss … und wir warten auf die Umsetzung.“
Danach begab sich der frühere Präsident und Vorsitzende des Wächterrates, Akbar Hashemi Rafsanjani, zu einem Besuch in den Irak und forderte, dass die PMOI aus dem Irak ausgewiesen und Camp Ashraf geschlossen werde.
Frau Rajavi hob hervor, dass die Maßnahmen der irakischen Einheiten zu einer humanitären Katastrophe führen würde. Sie sagte, dass die Verantwortung für den Schutz der Bewohner von Ashraf in den Händen der US Truppen liege.
Frau Rajavi wiederholte, dass der Schutz der Bewohner von Ashraf aus den internationalen Verpflichtungen der Vereinigten Staaten resultiere und sich auf ein Abkommen zwischen den Bewohnern von Ashraf und den USA stütze. Sie stellte fest, dass angesichts der erhöhten Bedrohung der Bewohner von Ashraf durch die irakischen Einheiten der Schutz von Ashraf erforderlich sei und zu den Bedingungen gewährleistet werden müssen, die vor Januar 2009 galten, also beispielsweise die US Truppen für den Schutz von Ashraf zuständig seien.
Am 13. März umstellten irakische Truppen ganz überraschend eines der Gebäude von Ashraf und wendeten Gewalt und Schikane an, um Hunderte der Insassen – die meisten Frauen – zu evakuieren. Die Soldaten sagten, dass der Nationale Sicherheitsberater Iraks, Mouwaffaq Al-Rubaie, angeordnet habe, das Gebäude zu besetzen, in dem überwiegend Schlafräume von Frauen sind. Das Gelände mit den finanziellen Resourcen und Personal der Bewohner von Ashraf bleibt umstellt.
Außerdem verweigern irakische Einheiten seit dem 12. März für jegliche Art von Versorgungsfahrzeugen die Zufahrt zu Ashraf und schickten auch LKWs mit Lebensmitteln wieder zurück. Mr. Al-Rubaie hatte befohlen, dass noch nicht einmal Lebensmittel zu den Bewohnern von Ashraf kommen dürfen. Sogar 150 Arbeiter aus dem Irak, 6 Personen, die Ashraf mit Lebensmitteln beliefern und sieben LKWs mit Gebrauchsgütern wurden abgewiesen. Die Arbeiter sind bereits seit Jahren in Ashraf beschäftigt.
Familienmitglieder dürfen weiterhin nicht ihre Angehörigen in Ashraf besuchen und sind großen Schwierigkeiten ausgesetzt, wenn sie ihre Angehörigen außerhalb des Camps treffen wollen. Die irakischen Einheiten gestatten nur Besuche von direkten Verwandten und nur für einen kurzen Zeitraum. Die Personalausweise, ihre Telefone und andere persönliche Gegenstände werden den Familienangehörigen abgenommen und erst wieder bei Abfahrt ausgehändigt.
Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Irans
15. März 2009
