Tuesday, February 7, 2023
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Argentinischer Staatsanwalt setzt Iran wegen des Bombenanschlages unter

Nachrichtenagenturen – Der argentinische Staatsanwalt, der die Verhaftung früherer iranischer Regierungsmitglieder wegen des Bombenattentats 1994 auf das jüdische Gemeindehaus in Buenos Aires anstrebt, sagte am Mittwoch, dass die Reaktion aus Teheran "aggressiv" und von "Beleidigungen" begleitet gewesen sei.
Letzte Wocge erließ ein Richter in dem südamerikanischen Land den Haftbefehl gegen den ehemaligen iranischen Präsidenten Akbar Hashemi Rafsanjani und acht weitere in Verbindung mit dem Anschlag am 18. Juli 1994 stehende Personen. Bei dem Attentat wurden 85 Menschen ermordet als eine Bombe vor dem Gebäude der argentinisch-israelischen Hilfsorganisation explodiert.

Argentinische Staatsanwälte beschuldigen den Iran die Drahtzieher des Bombenattentats zu sein. Teheran hat wiederholt jede Verwicklung geleugnet und die Haftbefehle als Teil einer "zionistisch-amerikanischen Verschwörung" und Propaganda gegen die iranische Regierung abgewiesen.

Iran’s Geschäftsträger in Argentinien sagte, dass die iranischen Regierungsvertreter Interpol drängen wollen, nicht auf die Haftbefehle zu reagieren.

In einem Interview mit Reuters, forderte Staatsanwalt Alberto Nisman die iranischen Behörden auf, mit ihm bei den Untersuchungen zu kooperieren.

"Wenn sie so unschuldig sind, wie sie sagen, sollten sie kommen und ihre Namen rein waschen", sagte er. "Bis jetzt habe ich nur Beleidigungen gehört. Sie haben mit aggressiven Verhalten geantwortet. Niemand sagte: "Hören Sie zu, wir werden auf die Belastungen antworten."

Niemand wurde für den AMIA-Anschlag trotz einer übermäßig langen Untersuchung, die auf gerichtliches Fehlverhalten und der Belastung einer Verschleierung durch die Regierung zurückzuführen war, verurteilt. Argentinische, israelische and U.S. Behörden haben das Bombenattentat den vom Iran gedeckten Hisbollah Guerrillas lange Zeit vorgeworfen.

Rafsanjani war in jener Zeit des Bombenanschlags Präsident und einige seiner engsten Vertrauten, darunter auch der ehemalige Minister für Nachrichtendienste sowie auch der frühere Sicherheitschef der Hisbollah, werden von den argentinischen Behörden gesucht.

Im April, erließ die Schweiz einen internationalen Haftbefehl gegen Fallahian als Teil einer Untersuchung im Fall der Ermordung eines iranischen Dissidenten 1990.

Hisbollah angeklagt

Nisman sagte, es wurden von den argentinischen Behörden Beweise gesammelt und als Grundlage für die Haftbefehle genutzt, die darauf hin deuten, dass der Bombenanschlag von hohen iranischen Führern, darunter Rafsanjani, bei einer Zusammenkunft am 14. August 1993 in der heiligen Stadt Mashhad ausgeheckt wurde.

Er sagte, dass der Anschlag von der iranischen Botschaft in Buenos Aires unterstützt und von der Hisbollah ausgeführt wurde und berief sich auf Zeugen aus den früheren iranischen Regierungsbehörden und iranischen Dissidenten, die er nicht namentlich benannte.

Ein großer Teil der Untersuchung beschäftigte sich ebfalls mit Telefongesprächen und Bank- sowie Immigrationsberichte, sagte Nisman.

"Das Motiv war die argentinische Entscheidung, die Lieferung von Nukleartechnik an den Iran auszusetzen und später einzustellen", sagte er. Unter dem Druck der US Regierung stellte Argentinien 1990 seine Lieferung von nuklearem Material an den Iran ein.

Die AMIA Untersuchung hat die Aufmerksamkeit des Weißen Hauses auf sich gezogen, die am Samstag Regierungen bat, Argentinien bei seinen Bemühungen um die Verhaftung von iranischen Regierungsvertretern zu helfen.

Die meisten Analysten und Rechtsexperten sind sich darin einig, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Iran auf die argentinische Anfrage reagiert.

Auf die Frage, ob es ein Zeichen für das Ende seiner Untersuchungen sei, wenn der Iran eine Kooperation verweigere, antwortete Nisman: "Wenn sie nicht von selbst einlenken, werden wir nach anderen Optionen suchen. "Wir lassen nicht nach, bis diese Leute bei dem kooperieren, was Argentinien fordert", sagte er.