Friday, December 9, 2022
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Im Iran breitet sich die COVID-19 Krise weiter aus; das Volk macht das Regime dafür verantwortlich

Der Iran wird durch die von COVID-19 bewirkte Krise belastet. Rasch verbreitet sich die neue Delta-Variante über das Land; alle zwei Minuten tötet sie einen Iraner. Selbst die manipulierte Statistik des Regimes zeigt das grimmige Gesicht der humanitären Krise.

Die staatliche Tageszeitung „Hamdeli“ schrieb am 14. August: „Die Zahl derer, die an COVID-19 leiden und sterben, nimmt zu. Dabei hat die fünfte Welle der Krankheit ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Angesichts der obwaltenden Umstände benötigen wir mindestens 180 Millionen Portionen verläßlichen ausländischen Impfstoffs“.

Die Zeitung fährt fort: „Die internationalen Organisationen bestätigen, daß die Inzidenz und die Sterblichkeitsrate im Iran mindestens noch einen Monat lang zunehmen werden. Natürlich bezieht sich diese Voraussage auf die normale Situation – die Umstände, in denen keine Versammlungen und Feiern stattfinden.“

Khamenei verbietet die Einfuhr von Impfstoffen gegen COVID-19

Nach Auskunft der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK) sind bis zum 15. August im Lande mehr als 364 000 Personen an dem neuartigen Coronavirus gestorben.

Die gegenwärtige Krise ist das Resultat des unmenschlichen Umgangs des Regimes mit COVID-19. Mindestens einen Monat lang, nachdem das Virus das Land erreicht hatte, leugnete das Regime seine Existenz. Als es sich über das Land ausbreitete und Menschen schnell das Leben verloren, lehnte der Höchste Führer des Regimes, Ali Khamenei, die Einfuhr verläßlicher Impfstoffe ab.

Nach Auskunft des staatlichen Fernsehens sagte der Sprecher des Roten Halbmondes des Regimes am Sonntag: „Wir durften vor Ende März den Import von Impfstoffen nicht genehmigen. Wir besitzen immer noch keine Genehmigung zur Einfuhr von Impfstoffen aus Australien.“

Eine weitere schockierende Bemerkung: Am 12. August räumte Alireza Zali, Leiter der COVID-19-Taskforce, ein: „Als Fachleute der Weltgesundheits-Organisation in den Iran kamen, forderten wir sie, anstatt mit ihnen zu beraten, dauernd dazu auf, in den Medien das Gesundheitssystem [des Regimes] zu preisen. Wir verheimlichten ihr gegenüber die Todesrate. Wir lehnten internationale Hilfe und die ‚Ärzte ohne Grenzen‘ ab, ohne viel über das Virus zu wissen; wir suchten keinen internationalen Rat.“

Dazu schrieb am Sonntag die staatliche Tageszeitung „Arman“: Lange Zeit versuchte das Regime, für die Krise des COVID-19 die inter-nationalen Sanktionen verantwortlich zu machen. Doch die neuen Ausführungen von Zali unterstreichen“ – so betont „Arman“ – einen wichtigen Punkt: „Die Sanktionen, die von den [Funktionären] und Medien ständig für die gegenwärtige Krise verantwortlich gemacht wurden, haben die Einfuhr von Impfstoffen gar nicht blockiert. Die Krise wurde von bitteren amtlichen Entscheidungen und der Neigung, das Volk zu ignorieren, hervorgerufen.“

Die staatliche Tageszeitung „Hamdeli“ schrieb am 14. August: „Seit dem Beginn der Ausbreitung besaß das [Regime] genügend Geld, um den Impfstoff einzuführen; es gab in dieser Hinsicht keine Probleme. Selbst die Regierung wäre fähig gewesen, während der Ferien und der durch die zahlreichen COVID-19-Wellen bewirkten Quarantäne für die Lebenshaltungskosten des Volkes aufzukommen.“

Die Tageszeitung „Aftab-e Yazd“ schrieb am 15. August: „Das Land und das Volk sind nicht mehr in der Lage, den Preis für die falschen Entscheidungen der Behörden zu entrichten. Seit einiger Zeit haben die Krankenhäuser für weitere Patienten keinen Platz mehr; das medizinische Personal ist erschöpft. Das Gesundheits-system des Landes bricht zusammen; die Zeit von Versuch und Irrtum ist vorbei. Oft haben solche Zustände katastrophale Folgen hervorgebracht.“

Je mehr die COVID-19-Krise sich verschärft, um so mehr nimmt der Haß des Volkes auf das Regime zu – besonders auf Khamenei, der die Einfuhr von Impfstoffen verbot.

Die Krankenschwestern des Iran – Opfer von COVID-19 und destruktiver Politik

Am 15. August räumte die staatliche Tageszeitung „Resalat“ ein: Die „Feinde“ des Regimes „versuchen, die zunehmende Zahl der von COVID-19 bewirkten Todesfälle im Iran vornehmlich mit der Regierung in Verbindung zu bringen und mithin den Höchsten Führer für diese Fälle verantwortlich zu machen.“

Diese Feinde sind die armen Iraner. Ein Video aus dem Lande zeigte, wie eine Frau, die ihren Ehemann verloren hat, den Willen unterstreicht, an Khamenei Rache zu nehmen. Die iranische Opposition hat die Öffentlichkeit über die vom Regime begangene Täuschung und die Rolle Khameneis in dieser Krise informiert; sie hat den Haß des Volkes auf den wirklichen Begründer dieser Krise gerichtet.

„Resalat“ warnte wie folgt vor den Folgen dessen, daß die iranische Opposition die Rolle Khameneis und des Regimes bei dieser Krise ins Licht rückt: „Die Taktik, die darin besteht, die Unfähigkeit des Regimes zu beweisen, das Coronavirus zu einzudämmen, kann, wenn sie beibehalten wird, gefährlich werden. Der Feind versucht, die Kluft zwischen dem Volk und den Leuten, die das Problem des Coronavirus benutzen, um Khamenei anzugreifen, zu vertiefen. Inzwischen müssen alle Funktionäre und Entschei-dungsträger sowie die Medien des Landes diese feige, inhumane Welle aufs Korn nehmen und die Verdächtigungen ins Licht rücken.“

Mit anderen Worten: Die Iraner wissen, daß die COVID-19-Krise vom Regime hervorgerufen und verschärft wurde und daß Khameneis Versuch, sich der Verbreitung von COVID-19 zu bedienen, um die unruhige Gesellschaft unter Kontrolle zu bringen, gescheitert ist. Was er einst einen „Segen“ nannte, ist für ihn und sein Regime zur Nachtmahr geworden.