Tuesday, December 6, 2022
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Iran: Der religiöse Führer Khamenei zum Nahost-Konflikt – Lasst die Welt abstimmen!

KhameneiNicht nur der iranische Präsident macht sich Gedanken über das Schicksal Israels: Das geistliche Oberhaupt Irans, Ajatollah Khamenei, fordert in der Nahost-Frage ein globales Referendum. Ein solches Verfahren birgt große Chancen. Es kommt nur auf die Ausführung an.

Die Aufregung über den Vorschlag des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad, Israel nach Europa zu verlegen, hat sich noch nicht gelegt, da kommt aus Iran wieder eine neue Idee zur Lösung der Nahost-Frage. Der Vorsitzende des iranischen Wächterrates, Ajatollah Ali Khamenei, hat im iranischen Staatsfernsehen gesagt, es sollte eine "weltweite Abstimmung" über Israel und die palästinensischen Gebiete abgehalten werden.
Der Vorsitzende des Wächterrates ist die höchste politische, geistige und moralische Autorität des Landes. Er wird nicht gewählt, sondern berufen und steht noch über der Regierung, dem Parlament und dem Präsidenten. Sein Wort gilt unbeschränkt.

Khameneis Aussage ist bereits der dritte iranische Vorstoß in der Palästina-Frage im Laufe weniger Wochen. Erst forderte Präsident Ahmadinedschad, Israel solle von der Landkarte ausradiert werden, dann hat er sich dahingehend korrigiert, Israel solle nach Europa, vorzugsweise nach Deutschland oder Österreich, verlegt werden. Jetzt regt das geistige Oberhaupt Irans eine Art Referendum an, wobei er offen lässt, wer an der globalen Urabstimmung teilnehmen soll. Alle Menschen dieser Welt? Die Vertreter der Nationen in der Vollversammlung der Uno? Die Regierungen der G-8-Staaten bei ihrem nächsten Gipfeltreffen? Die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees bei der Auslosung der Kandidaten für die nächsten Sommerspiele?