Tuesday, November 29, 2022
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Iran: Tod eines Lieferanten durch Selbstmord

NWRI – Am Morgen des Samstags, des 12. August 2017 tötete ein Lieferant der Stadt Qom (im Südwesten von Teheran), dem trotz monatelanger Bemühungen seine Rechnungen nicht bezahlt wurden, sich selbst vor dem Rathaus und starb am Abend aufgrund seiner Verbrennungen.

Fereidoun Abedini, Leiter des Zentrums für Unfallchirurgie von Isfahan, sagte am Montag, den 14. August gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Fars, die Person (Sheikh Alizadeh) sei am Abend des Samstags gestorben; er sei zu mehr als 90% verbrannt worden.

Hamid Reza Abedi, Generaldirektor der öffentlichen und internationalen Angelegenheiten der Stadt Qom, sagte wenige Stunden nach dem Selbst-Opfer, das Leben dieses Lieferanten sei nicht in Gefahr.

Abedi hatte behauptet: „Die Zahl der Verbrennungen (an Sheikh Alizadeh) ist nicht so sehr beunruhigend; es besteht kein besonderes Problem an ihm.“Auch Reza Rahimi, Bürgermeister des Distrikts 2 von Qom, sagte mit bezug auf dies Selbst-Opfer: „Die Schulden gegenüber dem Lieferanten, der sich am Samstag selbst opferte, waren eine Sache der Vergangenheit und wurden im Einklang mit den allgemeinen Bestimmungen des Vertrages beglichen.“

Die lokale Zeitung „Tag 19“ in Qom veröffentlichte eine Diskussion zwischen Lieferanten und der Stadt, die dem Vorfall folgte; sie schrieb in einem  Artikel: „Unter den Lieferanten der Stadt Qom wütet das Feuer der Verzweiflung.“

Die Zeitung zitierte Mehdi Simorgh, den CEO der Firma „Ganjineh Sazan Simorgh“ und Lieferanten der Stadt Qom dahingehend, daß die Stadt seine Rechnungen seit 2014 nicht bezahlt habe.

Er fuhr fort: „Das mir geschuldete Geld wurde nicht bezahlt… Meine Versicherung wurde nicht bezahlt. … Meine Konten sind gesperrt, mein Betrieb ist zum Stillstand gekommen.“

Die Zeitung „Tag 19“ schrieb: „Diesem Mann schuldete die Stadt Qom mehr als eine Milliarde Toman. Er kennt Leute, denen sieben Milliarden Toman und mehr geschuldet werden.“

Ali Taqawi, ein weiterer Lieferant der Stadt Qom, sagte in einem Interview mit der Zeitung, seinen Zahlungsaufforderungen sei in den Jahren 2015 und 2016 nicht nachgekommen.

Er fuhr fort: „Die Reputation aller Lieferanten von Qom ist dahin. Alle alten Lieferanten sind in andere Städte gegangen, wir aber bleiben zurück wegen des immer noch geschuldeten Geldes. Wir dürfen nicht einmal protestieren. …“

Ein anderer Gläubiger und Lieferant der Stadt Qom namens Mehdi Darabi sagte der Zeitung „Tag 19“, die Stadt habe seinen Vertrag gekündigt, nur weil er einem Zahlungsaufschub widersprochen habe.